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Valts Ernstreits, Liivi kirjakeele kujunemine.

Valts Ernstreits, Liivi kirjakeele kujunemine, Tartu 2010 (Dissertationes Philologiae Uralicae Universitatis Tartuensis 8). 224 pp.

1. Die Doktorarbeiten zum Livischen lassen sich an einer Hand abzahlen. Aber die hier zu besprechende Arbeit sticht auch noch dadurch hervor, das ihr Autor livischer Abstammung ist--ein echtes Unikat also. Bedauerlich ist nur, dass dies wohl die einzige Dissertation eines Liven zum Livischen bleiben wird, denn der Lebensweg des historisch so bedeutsamen Liventums und seiner Sprache neigt sich nun unweigerlich dem Ende zu.

Um so erfreulicher und wichtiger ist die Arbeit, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Ausbildung der livischen Schriftsprache darzustellen. Die Anfange der livischen Schriftlichkeit datieren auf das 17. Jahrhundert, aber bis zu Sjogrens monumentalem Werk--seiner "Livischen Grammatik nebst Sprachproben" und seinem "Livisch-deutschen und deutschlivischen Worterbuch", beide postum 1861 von F. J. Wiedemann herausgegeben --handelt es sich dabei nur um Wortlisten und kleinere Sprachproben, die in der Regel aus einer allgemeinhistorischen Perspektive von Nicht-Liven aufgezeichnet wurden und die der Zeit entsprechend unscharf notiert sind (vgl. dazu Winkler 1998). Livisches Schrifttum, wie es Ernstreits zu Recht definiert, namlich als eines, das von Liven selbst verfasst, ubersetzt oder zusammengestellt wurde und zuvorderst zum Gebrauch von muttersprachlichen Liven bestimmt war, beginnt demnach mit dem "Evangelium Matthai" aus dem 1863 und erstreckt sich bis in das letzte Viertel des 20. Jahrhunderts. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich die livische Sprachgemeinschaft, die in diesem Zeitraum von gut 120 Jahren nie mehr als 3000 Sprecher zahlte, soweit reduziert, dass von einer authentischen Verfasser- und Rezipientenschaft nicht mehr gesprochen werden konnte.

Das livische Schrifttum, das der Definition des Autors gerecht wird, ist nicht sehr zahlreich: Fur den fraglichen Zeitraum hat der Autor 29 Quellen ermit telt, 21 Druckwerke (darunter auch Periodika) und 8 Manuskripte. Diese zusammenzutragen und damit die bis dato bekannte Zahl an Quellen deutlich zu vergrofiern, war kein leichtes Unterfangen, denn nicht wenige sind entlegen publiziert oder, was die Manuskripte betrifft, haufig schwer zuganglich, was in einem Fall gar nicht gelang.

2. Die Schwierigkeiten, mit denen eine junge Schriftsprache zu kampfen hat, kommen in aller Regel aus mindestens zwei Richtungen, namlich zum einen aus der Sprachgemeinschaft selbst, zum anderen aus ihrer Umwelt.

Eine in der Entwicklung stehende Schriftsprache orientiert sich verstandlicherweise am phonetisch-phonologischen Prinzip. Da aber selbst eine so kleine Sprache wie das Livische kein homogenes Gebilde ist, sondern in Dialekte oder Mundarten zerfallt, besteht nun das erste Problem darin, welche Variante der Schriftsprache zugrunde gelegt werden soll. Wie manche anderen finnisch-ugrischen Sprachen zeigen, die bei--aus mitteleuropaischer Perspektive--geringen dialekten Unterschieden heute uber zwei schriftsprachliche Normierungen verfugen, ist die Einigung der Sprachgemeinschaft auf eine abstraktere Verschriftlichung, unter deren Dach sich alle Varianten wiederfinden konnen, kein leichtes Unterfangen. Dabei handelt es sich freilich nicht um einen engstirnigen akademisch oder ideologisch gepragten Diskurs (wie z. B. bei der deutschen Orthographiereform der letzten Jahre), sondern darum, dass die Schriftsprache dem "einfachen", nicht akademisch gebildeten Muttersprachler--im Falle des Livischen vor allem Fischer, Kuster, Grundschullehrer --zu dienen hat, der sie nur dann zu akzeptieren bereit ist, wenn sich in ihr sein Sprachgebrauch widerspiegelt. Ernstreits (S. 107) zitiert eine Stellungnahme aus der Zeitschrift Livli aus dem Jahre 1934, die das Dilemma sehr schon illustriert: "Beim Lesen des [zuvor unter anderer Autorenschaft erschienenen] livischen Kalenders fallt der Artikel <<Die Sprache und die Sprachmeister>> auf, in dem mit scharfen Worten die getadelt wurden, die bestrebt waren, unsere Sprache und ihre Verschriftlichung irgendwie zu verbessern, und die sich ihren eigenen Vorstellungen entsprechend in dieser Sache engagiert haben. Diese Manner stammen aus dem Kreise der Liven selbst, haben, wie wir wissen, keine Universitat besucht und begreifen deshalb sprachliche Dinge in geringem Umfang. Da es aber keine besseren Sprachmeister gibt und weil sie sahen, wie verschlissen das Livische und seine Schreibung ist, wollten sie hier ihrer Meinung nach so helfen, wie und wieviel sie dazu in der Lage waren. Und so ist es gar keine schone Sache, sie zu tadeln. Auch wenn ihre Vorstellungen nicht richtig gewesen sind, so hatten sie doch die gute Absicht, in dieser Sache etwas zu tun".

Der Kern der zweiten Schwierigkeit besteht in der Frage, ob und in welchem Umfang sich diese Schriftsprache in einer dominanten anderssprachigen Umwelt durchsetzen kann. Von Beginn des livischen Schrifttums an (aber auch schon zuvor) standen die livische Sprachgemeinschaft und die livische Sprache (auch areal) in einer extremen Minderheitenposition in Lettland. Zugleich durften die Liven spatestens zu Beginn des 20. Jahrhunderts alle zweisprachig, also auch des Lettischen machtig gewesen sein. Eines der Hauptprobleme in der Entwicklung der livischen Schriftsprache war deshalb auch, inwieweit sich lettischer Einfluss auf Orthographie, Morphologie und Lexik in der livischen Schriftsprache niederschlagen darf oder soll: Darf der Sprachwirklichkeit Rechnung getragen werden oder ist die Reinheit der Sprache, frei von allen Fremdeinflussen, das anzustrebende Ziel?

3. Der Autor nahert sich den 29 Quellen aus zwei Perspektiven: Die erste Perspektive ist eine historisch-philologische und sie fasst die Quelle selbst und ihr soziales Umfeld ins Auge, die zweite eine sprachwissenschaftliche, aus der heraus die Sprache und ihre Schreibung analysiert wird. Beide Perspektiven er ganzen sich gegenseitig: Wenn Entstehungszeit und -ort einer Quelle, ihre Verfasser und die ins Auge gefasste Zielgruppe bekannt sind, dann lassen sich auch ihre sprachlichen und orthographischen Prinzipien besser verstehen. Und wenn die verwendete Sprache einer Quelle und die Art ihrer Verschriftlichung prazise analysiert werden, gewinnt man auch Erkenntnisse daruber, wie und warum sie entstanden ist.

Mit der ersten Perspektive werden die einzelnen Kapitel zu jeder Quelle eroffnet. Die Nachzeichnung der wesentlichen Fakten der Entstehungsgeschichte der einzelnen Quellen fuhrt dem Leser plastisch die Zeit- und Lebensumstande der Autoren und ihrer Werke, deren kulturellen und politischen Hintergrund sowie das Wirken der livischen Vereine und Gesellschaften vor Augen. Eine nicht unwesentliche Rolle spielten auch die Verbindungen der in der Entwicklung der livischen Schriftsprache engagierten Liven zu estnischen und finnischen Sprachwissenschaftlern, die sie mit fachlichem Rat und finanzieller Unterstutzung forderten. Da es sich hier um "kleine" Geschichte handelt, also um Ereignisse im kulturellen Alltag eines geringen Teils der lettischen Gesellschaft, uber die Sekundarliteratur so gut wie nicht existiert, war einiges an Archivarbeiten und philologischem Handwerk vonnoten, um die Quellenkunde auf ein solides Fundament zu stellen. Auch wenn dieser Teil der Arbeit nicht das hauptsachliche Motiv fur die Dissertation darstellt, so wird hier en passant eine Art kurze und knappe livische Kultur- und Sozialgeschichte des 20. Jahrhunderts vorgelegt: Das Ergebnis, die einschlagigen Abschnitte in den Kapiteln gehoren fur den Rezensenten zu den spannendsten der Arbeit.

Einen deutlich grosseren Raum nimmt die Analyse der Sprache und ihrer schriftlichen Wiedergabe ein. Ernstreits hat dazu eine Matrix aus 23 grundlegenden sprachlichen Kriterien aus dem phonologischen, morphologischen und lexikalischen Bereich zusammengestellt, die die Grundlage fur die Beurteilung der jeweiligen Quelle in der Entwicklung der livi schen Schriftsprache bildet. Der wichtigste Bereich ist der phonologische, also das Spannungsfeld von lautlichen Gegebenheiten und ihren orthographiaschen Reprasentierungen --aus ihm allein stammt die Halfte der Kriterien: Thematisiert werden hier der jeweilige dialektale Hintergrund (ost- vs. westlivisch), quantitative Besonderheiten des Lautsystems und ihre Notation (z. B. Halblange des Vokals in 2. Silbe, Uberkurze und Lange von diund triphthongischen Komponenten, was mit der Frage verknupft ist, ob bestimmte Bestandteile als vokalische oder halbvokalische/konsonantische Elemente zu interpretieren sind, Lange von Konsonanten im Wortauslaut), qualitative Charakteristika (z. B. Umfang des sehr reichen Vokalsystems: phonematischer Status vs. distribuierte Varianten; palatalisierte Konsonanten und ihre Notation nach lettischem Vorbild oder nach finnougristischer Transkription, ihre Notation in Konsonantenverbindungen) und prosodische Merkmale (Stosston). Im morphologischen Bereich (funf Kriterien) geht es um zwei Fragen, namlich zum einen darum, nach welchem Prinzip (phonologisch vs. morphologisch) durch Flexion und Derivation entstandene Verbindungen aus stimmlosen und stimmhaften Konsonanten notiert werden, zum anderen um die Verwendung oder Ersetzung seltener Flexionssuffixe: Nomen agentis, abessivisches Supinum und aussere Lokalkasus. Im Bereich des Wortschatzes steht die Frage im Vordergrund, auf welche Weise die notwendige Erweiterung der livischen Lexik vorgenommen wird--also ob durch einheimische Mittel (wie Derivation, Komposition, Ruckgriff auf Dialektworter) oder durch sprachliches Material aus dem Lettischen und Estnischen. Auch die aus dem Lettischen ubernommenen Verbprafixe sowie Konjunktionen und Prapositionen spielen dabei eine grofie Rolle. Die Frage nach der Schreibung fremder Namen rundet diesen Bereich ab. Syntaktische Kriterien liefi der Autor--zu Recht--mit dem Hinweis auf fehlende Vorarbeiten zur livischen Syntax unberucksichtigt.

Die Auswahl der Kriterien fur diese Matrix ist nicht willkurlich: Sie mussten nicht nur aussagekraftig, sondern auch durchgangig und ausreichend in allen Quellen reprasentiert sein. Freilich ist die Aussagekraft mancher Kriterien fur sich, ausweislich der Uberblickstabellen am Ende des Buches, nicht sehr grofi (z. B. die erwahnten seltenen Flexionssuffixe), aber im Zusammenspiel mit den ubrigen tragen sie zur Prazisierung des Befundes bei.

4. Naturlich gab es schon vor dieser Dissertation kleinere Arbeiten zur livischen Schriftlichkeit, so von Eduard Vaari, Tonu Karma und dem Liven Petor Damberg, so dass sich die Frage anschlieit, was nun die besonderen Verdienste der vorliegenden Arbeiten sind. Neben der Darstellung der soziokulturellen Hintergrunde von den Anfangen bis zur Gegenwart, die an sich schon von groiem Wert ist und die in den Vorarbeiten weitgehend fehlt, und neben vielen kleinen Einzelergebnissen zu den einzelnen Quellen und ihrer Sprache, die aufzuzahlen hier zu weit fuhren wurde, sollen hier einige wenige kurz genannt werden.

a) Die lange und bis dato unentschiedene Kontroverse uber die sprachliche Basis des Puva Matteus Evangelium lihbischki (St. Petersburg 1880), des ersten den Liven selbst zuganglich gemachten religiosen Textes, der deshalb von groiter Bedeutung fur die livische Sprachgemeinschaft war, konnte hier mit einem klaren Ergebnis abgeschlossen werden. An der Beurteilung dieser Ubersetzung, der jegliche Angabe zum Ubersetzer oder Herausgeber fehlt und die als einziges Werk des livischen Schrifttums in Fraktur gesetzt war, hatten sich fast alle namhaften Erforscher des Livischen beteiligt und ihre Sprache entweder als Ost- oder als Westlivisch bezeichnet. Ernstreits folgert aus seiner Analyse (42), dass "die in der Quelle verwendete Sprache das Ostlivische ist, dessen Schreibung im Hinblick auf einen allgemeineren Gebrauch fur die Sprecher aller livischen Dialekte angepasst wurde, wodurch diese Quelle als erster Versuch angesehen werden kann, eine einheitliche livische Schriftweise und Schriftsprache zu schaffen".

b) Eduard Vaari (1970 : 299) hatte in sei nem Artikel "Liivi kirjakeel ja kirjandus" resumiert, dass "aus dem Vorangehenden ersichtlich ist, dass die Ausbildung der livischen Schriftsprache und Literatur bruchstuckhaft und zufallig verlief". Dagegen konnte der Autor zeigen, dass die Entwicklung zumeist stringent war und die einzelnen Quellen aufeinander aufbauten, dass die spatere Quelle eine logische Fortsetzung und Weiterentwicklung der vorangehenden darstellte und dass die dabei verwendeten Prinzipien wohlbegrundet waren, sie in der Arbeit auch dingfest gemacht werden konnten.

c) Weit verbreitet war fruher auch die Ansicht, dass sich die livische Schriftsprache von Anfang an auf die lettische Orthographie gestutzt hatte. Ernstreits konnte dagegen zeigen, dass sie sich zu Beginn --noch unter der Obhut Wiedemanns--auf die damalige finnougristische phonetische Schreibung stutzte, die spater dann allmahlich der lettischen angepasst wurde.

d) Die verschiedenen Periodisierungen der Ausbildung der livischen Schriftsprache von Eduard Vaari, Petor Damberg und Tonu Karma erwiesen sich im Lichte der hier gewonnenen Ergebnisse als sehr oberflachlich, zum Teil als gar nicht zutreffend. Dagegen ist die hier vorgelegte Periodisierung--(1) die Tradition des 19. Jahrhunderts, (2) eine Ubergangsperiode zu Beginn des 20. Jahrhunderts, (3) die "gross" Zeit im 20. Jahrhundert und (4) schliesslich die letzte Periode, die dem allmahlichen Aussterben der livischen Sprachgemeinschaft Rechnung tragt, wohl begrundet.

5. Jede Arbeit hat auch ihre schwachen Punkte. Drei sollen hier genannt werden.

a) Bei der Interpretation der Merkmale der ersten Quelle "Das Evangelium Matthai" (1863) stosst der Verfasser immer wieder auf fur ihn uberraschende Nota tionen (so bei Merkmal 3, 7, 13, 22). Da bekannt ist, dass F. J. Wiedemann diese Quelle redigierte, ware es nahe gelegen, diesen Befund mit der Schreibung der von ihm redigierten und herausgegebenen Arbeiten Sjogrens zu vergleichen. Dieser Vergleich zeigt namlich ziemlich klar, dass Wiedemann offensichtlich diese Quelle nach der Schreibung in Sjogrens Arbeiten vereinheitlicht hat.

b) Ausweislich der Ubersichtstabelle am Ende des Buches (206) spielt das Krite rium "Stosston" eine marginale Rolle. Bei manchen Quellen hat sich beim Rezensenten der Eindruck eingestellt, dass eine etwas scharfere Sensibilitat fur "unscharfe" Notationen ziemlich sicher zu besseren Ergebnissen und damit zu einem starkeren Stellenwert dieses Kriteriums gefuhrt hatte. Dass sich der Stoiton oftmals an Notationen segmentaler Elemente zeigt, wurde in Winkler 2010 dargelegt. Auch hatte man gerne Auskunft daruber bekommen, warum ein solch wesentliches Charakteristikum des Livischen in der Schriftsprache praktisch keine Rolle spielt.

c) Dem mit den lettischen Verhaltnissen nicht vertrauten Leser bleibt nicht selten verborgen, was implizit bei einigen livischen Schreibweisen einen lettischen Hintergrund haben konnte. Dies lasst sich z. B. bei der eben genannten Nicht-Schreibung des Stosstons oder z. B. auch bei Schreibung des livischen Diphthongs [uo] mit o annehmen. Diese Zusammenhange explizit zu benennen, ware vorteilhaft gewesen.

6. In einem abschliessenden Teil zeichnet der Autor auch noch die Entwicklungen von 1982 bis zur Gegenwart nach, die durch den nahen Untergang der Sprachgemeinschaft vor dem Hintergrund vollig neuer politischer Verhaltnisse gekennzeichnet ist. Der Autor war an diesen Entwicklungen maigeblich beteiligt, so dass der Leser hier aus erster Hand vieles Wichtige uber die letzten drei Jahrzehnte erfahrt.

Der Aufbau der Arbeit ist transparent und klar strukturiert, mit ihren zahlreichen Anhangen auch sehr benutzerfreundlich. Ein angekundigter zweiter Druck soll auch die hier schmerzlich vermissten Proben in Faksimile aus jeder Quelle umfassen--damit bekame man dann das Handbuch zur livischen Schriftsprache schlechthin. Fazit: Eine wichtige und gute Arbeit!

LITERATUR

Vaari, E. 1970, Liivi kirjakeel ja kirjandus. --Toid eesti filoloogia alalt III, Tartu (TRUT 259), 293-299.

Winkler, E. 1998, Uber die Anfange der Erforschung des Livischen.--Latvijas Zinatnu Akademijas Vestis. A dala 52:3, 1998, 46-55.

-- 2010, Katketooni markimisest vanades laanemeresoome allikates. --Vaikuq keeleq mitmokeelitsen utiskunnan, Voro (Voro instituudi toimondusoq 24). 68-78.

EBERHARD WINKLER (Gottingen)

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Eberhard Winkler

Georg-August-Universitat, Gottingen

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Author:Winkler, Eberhard
Publication:Linguistica Uralica
Article Type:Book review
Date:Jun 1, 2011
Words:2256
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