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Valter Tauli. His Life and Linguistic and Language Planning Activities/ Valter tauli: sein leben und wirken in der sprachwissenschaft und in der sprachplanung.

In diesem Jahr beging man den 100. Geburtstag des international bekannten estnischen Sprachwissenschaftlers Valter Tauli, der am 13. November 1907 in Tallinn geboren wurde und bis zur Estonisierung seines Namens im Jahre 1935 Valter Evald Poissmann hieB. Im Fruhjahr 1926 absolvierte er das Stadtische KnabenGymnasium seines Heimatortes und begab sich im Herbst nach Tartu, um an der dortigen Universitat ein Studium an der Fakultat fur Philosophie aufzunehmen, das er funf Jahre spater in den Fachern estnische Sprache, estnische und allgemeine Literatur, Padagogik und Folklore erfolgreich abschlieBen konnte. Danach fand er am Jakob-Westholm-Privatgymnasium in Tallinn fur acht Jahre eine Stelle als Lehrer fur Estnisch und Literatur. Neben der Arbeit an der Schule blieb ihm Zeit fur die Beschaftigung mit der Sprachwissenschaft. Hauptsachlich in den Sommerferien schrieb er an seiner Magisterarbeit zum Thema "Grundsatze und Methoden der Orthologie und Sprachplanung", die er 1936 verteidigen konnte. Zwei Jahre spater wurde diese Arbeit auch in gedruckter Form in Tartu herausgegeben (Tauli 1938). In den folgenden Lebensjahren war er wiederum mit der Universitat Tartu verbunden: 1939--1940 als Stipendiat des Prasidenten der Republik Estland, 1940--1941 als Assistent am Lehrstuhl fur Estnisch und 1941--1944 war sein Einkommen erneut durch ein Stipendium abgesichert. Im Schicksalsjahr 1944 floh er mit seiner Frau Selma nach Schweden.

In Schweden arbeitete Valter Tauli anfangs als so genannter Archivangestellter der Universitat Uppsala. Dies war ein vom schwedischen Staat finanzierter Posten fur Intellektuelle, und spater, d.h. von 1949 bis 1962, konnte er seinen Lebensunterhalt mittels Stipendien und durch seine Arbeit als Sprachforscher absichern. Das Jahr 1955 brachte ihm den wissenschaftlichen Grad eines Philosophielizentiaten der Universitat Lund und im folgenden Jahr promovierte er an gleicher Stelle mit seiner Doktorschrift uber die phonologischen Tendenzen in der estnischen Sprache (Tauli 1956a). 1962 ernannte ihn die Universitat Uppsala zum auBerordentlichen Dozenten fur Estnisch und er begann an der Universitat Vorlesungen zum Estnischen zu halten. Diese Stelle verlieB er zwolf Jahre spater aus Anlass seiner Pensionierung. Valter Tauli verstarb am 3. Januar 1986 im Alter von 79 Jahren in seiner schwedischen Wahlheimat in Uppsala. Akademisch gesehen gehorte er dem Estnischen Studentenverband "Concordia" an.

Im Jahre 1930 erschien in der Zeitschrift "Eesti Keel" der erste wissenschaftliche Aufsatz des 23-jahrigen Valter Poissmann. In den folgenden 56 Jahres vermochte er mehr als hundert Schriften, darunter elf Bucher, zu Papier zu bringen. Vieles davon wurde in angesehenen Fachzeitschriften abgedruckt bzw. von namhaften Verlegern sprachwissenschaftlicher Publikationen herausgegeben. Valter Tauli veroffentlichte seine Bucher entweder in estnischer oder in englischer Sprache. Kurzere Abhandlungen verfasste er noch auf Finnisch, Ungarisch, Deutsch, Russisch, Spanisch und Schwedisch. Somit finden sich Werke von Valter Tauli in insgesamt acht Sprachen, wobei seine Muttersprache einen festen Platz einnahm. Uber die internationale Verbreitung seiner Schriften konnte der Verfasser zu Recht stolz sein.

Noch viel zu selten machen sich die Forscher daruber ernsthafte Gedanken, dass ihre Werke auch auBerhalb des beschrankten Kreises ihrer Fachkollegen ausreichend Verbreitung fanden. Valter Tauli selbst sorgte dafur, dass sich auch seine Landsleute an der anderen Ostseekuste mit seinen wichtigsten Werken in ihrer Muttersprache vertraut machen konnten. So erschien beispielsweise das international Aufmerksamkeit erregende Buch "Introduction to a Theory of Language Planning" (Tauli 1968a) fur den sprachinteressierten estnischen Leserkreis in der etwas angepassten Ausgabe "Keelekorralduse alused" in ein und demselben Jahr (Tauli 1968b). Ahnlich war es beim estnischsprachigen Buch "Eesti grammatika" (Tauli 1972; 1980) dem die englischsprachige Ausgabe unter dem Titel "Standard Estonian Grammar" folgte (Tauli 1973a; 1983).

Valter Taulis wissenschaftlicher Forschungsbereich bezog sich auf die estnische Sprache und auf die Theorie der Sprachplanung. AuBerdem stammen aus seiner Feder Arbeiten uber allgemeine sprachwissenschaftliche Probleme und Forschungen uber die uralische Sprachwissenschaft. Von den Schriften, die sich auf das Estnische beziehen, hat zweifellos die von ihm verfasste Grammatik herausragende Bedeutung und sie ist in jeder Hinsicht ein beeindruckendes Werk, das im Ergebnis jahrelangen zielstrebigen Belegmaterialsammelns und Systematisierens zustandegekommen war. In zahlreichen Punkten kritisiert der Autor die offiziell geltenden Sprachnormen und legt seinerseits Anderungsvorschlage vor. Er konnte sich jedoch keine besonderen Hoffnungen machen, dass man im damaligen Sowjetestland die Standpunkte und Vorschlage eines estnischen Exilforschers akzeptieren wurde, aber Jahre spater wurde einiges dennoch offiziell anerkannt. Obwohl es bei der Einfuhrung von gewissen Veranderungen zumindest keinen direkten Verweis auf die Ansichten von Valter Tauli gab, konnte man sich dessen sicher sein, dass die damaligen Sprachpfleger uber die von Tauli dargelegten Meinungen Bescheid wussten. Valter Tauli legte groBen Wert darauf, dass seine Arbeiten von den Fachkollegen in Estland studiert werden konnten und dass sie auch Kenntnis von seinen geauBerten Ansichten hatten.

Bedeutungsvoll sind ebenso die Abhandlungen von Valter Tauli uber den estnischen Stufenwechsel (Tauli 1968c; 1973b). Seiner Ansicht nach sollte man kurze und lange Silben unterscheiden, wobei die langen Silben entweder einen leichten Akzent (Q2) oder einen schweren Akzent (Q3) haben, der in der Aussprachespannung der Silbe zum Ausdruck kommt. Alle kurzen Silben weisen einen leichten Akzent auf (Q1).

Unbedingt zu erwahnen ware die erste, den estnischen Wortschatz statistisch erfassende Arbeit (Tauli 1964), die auf der Grundlage des Romans "Tee kaevule" von August Malk erfolgte und die dank der Initiative und unter der Anleitung von Valter Tauli realisiert werden konnte. Besondere Aufmerksamkeit schenkte man dabei der Differenzierung von Homonymen, was bei einer wortstatistischen Erfassung von entscheidender Bedeutung ist.

Von den Werken zu Fragen der Sprachplanung ist "Keelekorralduse alused" (Tauli 1968b) das wichtigste, dessen englischsprachige Ausgabe "Introduction to a Theory of Language Planning" (Tauli 1968a) in bedeutendem MaBe den internationalen Ruhm des Autors als Theoretiker auf dem Gebiet der Sprachplanung begrundete und forderte. Mit ausgesprochener Hingabe hat er die von Johannes Aavik im Estnischen eingefuhrten Sprachneuerungen sowohl der sprachwissenschaftlich interessierten Weltoffentlichkeit als auch seinen Landsleuten vorgestellt. Erinnert sei nur an die zahllosen Artikel in den im Exil herausgegebenen estnischsprachigen Zeitschriften "Mana", "Tulimuld" und in der Zeitung "Teataja", wobei auch nicht die fur das internationale Publikum gedachten Schriften, wie etwa "Johannes Aavik's Language Reform 1912--1962" (Tauli 1965) und "The Estonian Language Reform" (Tauli 1984a) vergessen werden sollten. Obwohl V. Tauli den Verdiensten von Johannes Aavik als Reformer der estnischen Sprache groBe Bedeutung beimaB, ware man auf dem Irrweg, wenn man annehmen wurde, dass Tauli Aavik blind Verehrung entgegengebracht hatte. Wenn man sich selbst ein Bild davon machen will, dann sollte man Taulis kritische Auseinandersetzung "Johannes Aaviku keeleuuendus. Kriitiline ulevaade" (Tauli 1982a) zur Hand nehmen und studieren.

Unter der allgemeinen oder der uralischen Sprachwissenschaft waren die Werke von Valter Tauli einzuordnen, in denen es um Veranderungen in der Sprache geht: "The Structural Tendencies of Languages" (Tauli 1958) und "Structural Tendencies in Uralic Languages" (Tauli 1966). Der dritte Teil dieser Reihe, in dem es um strukturelle Veranderungen im Estnischen gehen sollte, kam nicht zustande. Im Estnischen auftretende phonologische Tendenzen werden immerhin behandelt und zwar in der fur Tauli charakteristischen Grundlichkeit, Systemhaftigkeit und Wortkargheit in der vorn bereits genannten Doktordissertation und im ersten Teil seiner estnischen Grammatik, wo er ziemlich oft auf morphologische Tendenzen, besonders die Neigung zur Vereinfachung des morphologischen Systems, eingeht.

Recht bedeutsam, in mancher Hinsicht sogar programmatisch ist sein 1984 erschienener Aufsatz uber die Vorausbestimmung von strukturellen Veranderungen in Sprachen (Tauli 1984b), der in direkter Weise von den Standpunkten Mikko Korhonens, die dieser in seinem Plenarvortrag auf dem Internationalen Finnougristenkongress 1980 in Turku vorgetragen hatte, veranlasst wurde. Im Kern ging es darum, ob Drift die Entwicklung der Sprachen im Wesentlichen vorantreiben konne, und die weit verbreitete Ansicht, dass die estnische Sprache aus der Sicht der morphologischen Typologie den flektierenden Sprachtyp reprasentiere (s. Korhonen 1980).

Grundlegenden allgemeinlinguistischen Fragen widmete sich Valter Tauli in einer Vielzahl von Abhandlungen, so wie beispielsweise der Herkunft von Affixen und Verben (Tauli 1956b; 1956c; 1982b). Um die Kontakte der uralischen Spra chen mit anderen Sprachen geht es in "On Foreign Contacts of the Uralic Languages" (Tauli 1955).

Selbstverstandlich gehorte Valter Tauli mehreren Fachorganisationen an und vertrat diese mit Vortragen auf ihren Konferenzen, Kongressen und anderen fachbezogenen wissenschaftlichen Veranstaltungen. Er war Mitglied folgender Gesellschaften: Opetatud Eesti Selts (Gelehrte Estnische Gesellschaft), Suomalais-Ugrilainen Seura (Finnisch-Ugrische Gesellschaft), Societas Uralo-Altaica, The Linguistic Society of America, Societas Linguisticae Europae, Sprakvetenskapliga Sallskapet i Uppsala, Eesti Teaduslik Selts Rootsis (Estnische Wissenschaftliche Gesellschaft in Schweden) und Baltisches Institut (Stockholm). Im Jahre 1972 wurde er nach Johannes Aavik zum Vorsitzenden des in Stockholm wirkenden Instituts fur estnische Sprache und Literatur gewahlt. Diese Stelle hatte er bis 1985, ein Jahr vor seinem Tode inne, als er zum Ehrenvorsitzenden ernannt wurde. Und auBerdem gehorte er dem Redaktionskollegium zweier internationaler Fachzeitschriften an: "International Journal of the Sociology of Language" (seit 1974) und "Language Problems and Language Planning" (seit 1977). Uber Valter Tauli kann man sagen, dass er bis zu seinem Tode aktiv in der Wissenschaft und Forschung tatig war.

Valter Tauli sah sich selbst als Schuler von Andrus Saareste und Julius Magiste. Auch so mancher Name von Koryphaen der Sprachwissenschaft haben seinen Lebensweg gekreuzt: Ferdinand de Saussure, Otto Jespersen, Louis Hjelmslev, Einar Haugen. Der in den USA geborene Norweger Einar Haugen war der Mann, der Valter Tauli den Weg fur seine internationale Anerkennung als Theoretiker auf dem Gebiet der Sprachplanung ebnete. Uber Otto Jespersen pflegte Tauli zu sagen, dass er ihn wegen seiner logischen und klaren Ausdrucksweise bewundere. Otto Jespersens Werke "Language. Its Nature, Development and Origin" (1922) und "The Philosophy of Grammar" (1935) empfahl er eindringlich auch seinen Studenten zur Lekture.

Valter Tauli war ein sehr selbstandiger und zielstrebiger Mensch und Forscher, der sich mit absoluter Ernsthaftigkeit und groBtem Verantwortungsbewusstsein in seine Arbeit vertiefte. Sein Arbeitstag begann stets morgens um 9 Uhr und endete um 17 Uhr. Freitags begab er sich in den Lesesaals der Universitatsbibliothek von Uppsala, um sich anhand der neusten Fachzeitschriften und Fachliteratur auf dem Laufenden zu halten. So zeichnete er sich durch eine groBe Belesenheit aus und verfugte uber ein breites Blickfeld. Zu seinem Interessenkreis zahlte in erster Linie die Gegenwartssprache und somit alles, was mit der Sprachplanung im Zusammenhang stand. Er selbst hatte verlauten lassen, dass ihn sprachhistorische Themen weit weniger in Bann zogen. Aus diesem Grunde darf man auch vermuten, dass seine wenigen Abhandlungen mit sprachhistorischer Ausrichtung, wie uber die Entstehung des Stufenwechsels und der Verben, vor allem durch die Notwendigkeit der Erweiterung seines Forscherprofils fur eventuelle Stellenbewerbungen bedingt waren, denn in den Kreisen der Sprachwissenschaftler in Uppsala war die sprachhistorische Richtung zu der Zeit noch vorherrschend.

Ein Wesenszug von Valter Tauli waren seine neuen Ideen, sein Mut diese selbstsicher vorzutragen und seine klare Denkweise. Ohne zu zaudern und ohne nach Ausfluchten zu suchen auBerte er auch dann seine Ansichten und Einschatzungen, wenn es etwas zu bemangeln oder auszusetzen gab. Diese Aufrichtigkeit und grenzenlose Ehrlichkeit waren fur Valter Tauli als Mensch und als Wissenschaftler sehr charakteristisch. Gleichsam bescherten ihm diese Eigenschaften allerhand Arger. Genau aus diesem Grund kam es zu Konflikten mit Bjorn Collinder, dem Professor fur finnisch-ugrische Sprachen an der Universitat Uppsala, in deren Folge V. Tauli weder seine Lizenziat- noch Doktorarbeit in Uppsala verteidigen konnte. So blieb ihm der Ausweg, dies an der Universitat in Lund zu tun. Seine Dissertation erschien dank der Vermittlung von Louis Hjelmslev in Kopenhagen als Aus gabe der historisch-philologischen Reihe der Danischen Koniglichen Wissenschaftlichen Gesellschaft. Bei seiner Disputation in Lund trat B. Collinder als Opponent extra ordinem auf und erreichte damit, dass der Dissertation nicht die Hochstnote zugesprochen wurde. Zur damaligen Zeit bedeutete dies aber, dass V. Tauli keinen Dozententitel erhielt und somit seine Aufstiegschancen an der Universitat eingeschrankt waren.

Als Bjorn Collinder 1961 aus dem Universitatsdienst ausschied und Bo Wickman sein Nachfolger auf der Stelle des Professors fur finnisch-ugrische Sprachen sowie des Lehrstuhlleiters wurde, holte dieser Valter Tauli als auBerordentlichen Dozent fur Estnisch an den finnisch-ugrischen Lehrstuhl. Die Person von Valter Tauli hatte in der beruflichen Entwicklung des Autors der vorliegenden Zeilen maBgebliche Bedeutung, denn er fuhrte ihn auf den Weg zur estnischen Sprachwissenschaft, der er bis heute die Treue gehalten hat. Ich zahle mich zu seinen und zu Einar Haugens Zoglingen. Als Lehrkraft wirkte V. Tauli etwas trocken und kurzangebunden. Bei naherem Kennenlernen erwies er sich aber als herzlicher und gutwilliger Mensch.

Valter Tauli war aber nicht nur ein hingabevoller Sprachwissenschaftler. Neben seiner Forschungsarbeit interessierte ihn ebenso die Literatur, das Theater, die Musik und Kunst in der Weise, dass er zum Initiator, Mitbegrunder, ersten Vorsitzenden (1962--1968) und spateren Ehrenvorsitzenden von Eesti Kultuuri Koondis wurde, einer Vereinigung, die sich in Stockholm mit der Organisierung kultureller Veranstaltungen befasste. Valter Tauli ubersetzte auch Gedichte in die estnische Sprache. Lebendige Beispiele hierfur lieferten seinen eigenen Auftritten, so im Estnischen Haus zu Stockholm, als sein 75. Geburtstag begangen wurde, auf Veranstaltungen des estnischen Vereins in Uppsala oder auf Feiern mit Arbeitskollegen, Studenten, Bekannten und Freunden. Valter Tauli gehorte fast allen estnischen Vereinigungen in Uppsala an und diese gab es seinerzeit zwolf. Als Berufspadagoge wirkte er in den funfziger Jahren als Estnischlehrer an der Estnischen Samstagsschule in Uppsala, indem er gleichzeitig den dort ansassigen estnischen Studenten im Eesti Kodu (Estnisches Zuhause) Estnischlehrgange abhielt. Dazu verwendete er Lehrmaterialien, die von ihm selbst erstellt worden waren und somit eine Vorarbeit fur seine erst zwanzig Jahre spater im Druck erschienene estnische Grammatik waren. Das gleiche Lehrmaterial benutzte V. Tauli ab 1961, lange vor dem Erscheinen seiner estnischen Grammatik (1972) auch an der Universitat Uppsala.

Valter Tauli vertrat eine liberale Weltanschauung. Er gehorte der Estnischen Liberaldemokratischen Vereinigung und dem Estnischen Demokratischen Klub in Uppsala an. Aktiv wirkte er in dem in Stockholm ansassigen Estnischen Nationalrat (Eesti Rahvusnoukogu) mit, indem er in den ersten Jahrzehnten der Vorsitzende des Kulturausschusses war. Im Jahre 1955 erarbeitete Valter Tauli ein Dokument uber die Ziele der estnischen Kulturpolitik (Eesti kultuurpoliitika sihtjooni (1953); Eesti kultuurpoliitika sihtjooned (1955)), das breitangelegte Visionen uber estnische kulturelle Errungenschaften und Entwicklungsperspektiven vor allem im Exil, aber auch in Sowjetestland beinhaltete. Dieses Dokument ubersetzte man unter dem Titel "Estonian Culture in Exile" (1956) ins Englische und legte es sowohl der Organisation der Vereinten Nationen als auch der UNESCO vor, wo es auf ein positives Echo gestoBen sein soll.

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Raimo Raag

Uppsala University

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Phone: 018-471 13 19

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Author:Raag, Raimo
Publication:Linguistica Uralica
Date:Dec 1, 2007
Words:2679
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