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In memoriam Eduard Vaari: 26. Juni 1926-17. Mai 2005.

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Aus der Familie der finnisch-ugrischen Sprachwissenschaftler ist wieder ein Mitglied von uns gegangen. Am 17. Mai 2005 verstarb Prof. em. Eduard Vaari, der jahrzehntelang in den Diensten der Universitat Tartu gestanden hat, ein vielseitiger Sprachforscher und Padagoge gewesen ist. Obwohl bekannt war, dass er schon langere Zeit an einer schweren Krankheit litt, kam der Tod doch unerwartet. Kollegen wie Schuler hofften auf seine Genesung, auf einen Sieg uber die Krankheit, aber nun hat er uns verlassen, der begabte und erfolgreiche Wissenschaftler, der sich nicht nur in Estland und Finnland einen Namen gemacht hatte, sondern auch in den anderen finnisch-ugrischen Landern bekannt war.

Der Geburtsort von Eduard Vaari gehort heute zur Gemeinde Rongu im Landkreis Tartumaa, wo er als erstes Kind in der Familie von Feldarbeitern zur Welt kam. Die Eltern verdienten den Lebensunterhalt saisonbedingt auf Bauernhofen, was jedes Jahr im April einen Wohnungswechsel mit sich brachte. Die sich laufend andernde dialektsprachliche Umgebung scharfte bereits von klein an das Ohr des zukunftigen Philologen. Eingeschult wurde er in die angesehene und traditionsreiche Patkula-Grundschule der sudestnischen Stadt Torva. Dort vernahm der spatere Erforscher des Livischen erstmalig etwas uber diese Sprache und ihre Sprecher die Liven. Nach Beendigung der Grundschule wechselte er in die dortige Mittelschule. Seine weitere Schulausbildung war durch den tragischen Verlust des Vaters von finanziellen Schwierigkeiten begleitet.

Die Mittelschule konnte Eduard Vaari mit der hochsten Auszeichnung abschliessen und 1945 begann er mit dem Studium des Estnischen und der finnischugrischen Sprachen an der Universitat Tartu. Nebenbei war er auch sehr aktiv, betatigte sich im Sprachzirkel der Gesellschaft fur Muttersprache und in der wissenschaftlichen Studentenvereinigung. Neben den fur das Studium vorgesehenen Pflichtsprachen Latein, Deutsch, Russisch, Finnisch, Ungarisch, Livisch, Wotisch und Mordwinisch widmete er sich noch dem Englischen, Schwedischen, Franzosischen, Spanischen, Polnischen, Lettischen und Sanskrit. Es wird wohl kein Zufall gewesen sein, dass er spater als Lehrkraft an der Universitat nicht nur fur Vorlesungen in den Fachern der Finnougristik, sondern auch fur allgemeine Sprachwissenschaft zustandig war. Sein erwachtes Interesse fur die indoeuropaischen Sprachen hielt auch noch nach Studienabschluss an. Im Fernstudium absolvierte er weitere vier Jahre an der Abteilung fur franzosische Philologie.

Seine wahrend des Studiums verfassten und fur Wettbewerbe bei der Gesellschaft fur Muttersprache eingereichten Abhandlungen wurden mit Preisen bedacht. So kamen auch noch zwei unter Anleitung von Prof. Paul Ariste geschriebene und ausgezeichnete Arbeiten uber die Entwicklung des Livischen ("Liivi keele arenemine", 1948) und uber Doppelkonsonanten im Wortanlaut in den ostseefinnischen Sprachen ("Sonaalguline kaksikkonsonant laanemeresoome keelis", 1949) zustande.

Seit dem Jahre 1946 konnte sich Eduard Vaari von den verwandten Sprachen nicht mehr trennen. Im Sommer 1947 war er zusammen mit Prof. P. Ariste und seinem Studienkameraden Karl Kont bei Feldforschungen im wotischen Sprachgebiet. Wahrend seiner Anstellung als Laborant fertigte er im Lehrstuhl Wortzettel fur ein diesbezugliches Worterbuch. Uber russische Lehnworter im Wotischen schrieb er seine Diplomarbeit ("Vene laensonad vadja keeles", 1950), die aber leider bei dem grossen Brand in der Universitat 1965 vernichtet worden ist. Als Student forschte er noch in den estnischen Dialekten, im Livischen und in der ValdaiMundart des Karelischen.

Sein Studium konnte er 1950 erfolgreich beenden. Wahrend der sich anschliessenden Aspirantur untersuchte er im Ostseefinnischen den die Verwandtschaft betreffenden Wortschatz und verfasste daruber seine 1953 verteidigte und von Prof. P. Ariste betreute Kandidatenarbeit "Sugulusalane sonavara laanemeresoome keeltes". Als Opponenten wirkten dabei Prof. J. V. Veski und Prof. V. Lytkin (Moskau).

Von nun an war er befahigt Vorlesungen zu den Fachern des Lehrstuhls der finnisch-ugrischen Sprachen und des Estnischen zu halten. 1955 erhielt er den damaligen Titel eines Oberlehrers, ab 1956 war er Dozent.

Wahrend seines Wirkens an der Universitat hatte er Vorlesungen zur Einfuhrung in die Sprachwissenschaft, zur allgemeinen Sprachwissenschaft, zur historischen Grammatik der ostseefinnischen Sprachen, zur estnischen Gegenwartssprache, zum Wotischen, Livischen, zur finnischen Sprache und Literatur gehalten sowie seinen Studenten beim Schreiben von unzahligen Arbeiten zur Seite gestanden. 1951 begann seine Tatigkeit als Organisator und Leiter von Feldforschungen und Expeditionen zu den Liven, Woten, Wepsen und Mordwinen, um ihre Sprachen zu untersuchen. Zur besseren Betreuung von padagogischen Praktika arbeitete er jahrelang im heutigen Hugo-Treffner-Gymnasium und an der Estnischen Landwirtschaftsakademie in Tartu und gab Unterricht in estnischer Sprache und Literatur sowie in Finnisch. Eduard Vaari verfasste ein herausragendes Schullehrbuch fur Estnisch, das insgesamt zehn Auflagen erlebte, die letzte 1980.

Seine vielseitige wissenschaftliche Tatigkeit begann in der Studentenzeit mit dem Abfassen von Wettbewerbsbeitragen und setzte sich wahrend seiner Aspirantur mit Forschungen fur das Jahrbuch der Gesellschaft fur Muttersprache fort. Mit der Erstellung der Wortzettel fur das von P. Ariste geplante wotische Worterbuch entwickelte sich diese Sprache zu einem Lieblingsthema, was er mit diesbezuglichen Vorlesungen unter Beweis stellte.

Als die 1948 begonnenen Reisen in das livische Sprachgebiet deshalb abgebrochen werden mussten, weil es Paul Ariste nicht mehr moglich war, an der Spitze aller Feldforschungen zu stehen, teilte man die Bereiche im Lehrstuhl so auf, dass sich P. Ariste ab nun dem Wotischen und Ishorischen, Paula Palmeos dem Karelischen und Wepsischen und E. Vaari dem Livischen widmeten.

Die Arbeit von Eduard Vaari als Forscher und Lehrkraft war sehr breitgefachert und verlief in verschiedene Richtungen. International errang er sich einen Namen als Erforscher des Ostseefinnischen und insbesondere des Livischen, uber das er allein uber 200 Untersuchungen, Aufsatze und livischsprachige Texte zu Papier brachte. Die Ergebnisse seiner Forschungen machte er damals in der Sowjetunion auf Konferenzen der Finnougristen und ab 1965 vor internationalem Fachpublikum bekannt. In dem Jahre erhielten estnische Wissenschaftler erstmalig von sowjetischen Behorden die Genehmigung fur eine Fahrt zum Internationalen Finnougristenkongress nach Helsinki. Schriften von ihm erschienen auch in Finnland, Deutschland und Frankreich.

Im Jahre 1975 verteidigte Eduard Vaari seine Doktorarbeit uber ursprungliche Ableitungssuffixe im Livischen ("Alguparased tuletusliited liivi keeles"). Opponiert wurde dieses Werk von den Professoren M. Rudzite (Riga), G. Kert (Petrosavodsk) und I. Galkin (JocskarOla). Danach war er kommissarisch als Professor eingesetzt und 1980 wurde er in diesem Amt bestatigt. Dazwischen (1976-1978) arbeitete er als Lektor fur estnische Sprache und Literatur an der Universitat in Helsinki, wo er auch Vorlesungen uber das Livische hielt.

Grosses Interesse brachte er auch den Problemen der estnischen Gegenwartssprache entgegen. Auch hierfur lag der Anfang in seiner Aspirantenzeit, als er in Zeitungen, in Jahrbuchern der Gesellschaft fur Muttersprache, in Sammelbanden und anderen Ausgaben daruber Aufsatze verfasste. Eduard Vaari hatte Standpunkte und Erinnerungen von J. V. Veski, von denen die meisten im Druck erschienen sind, aufgeschrieben. Er ausserte sich auch zur Entwicklung sprachwissenschaftlicher Standpunkte von J. Aavik, unterzog dessen Grammatik einer eingehenden Analyse und befasste sich mit der Verfestigung der maks-Form in der Schriftsprache ("Uuendusliku maks-konstruktsiooni tulek eesti kirjakeelde"--Keelereform ja raamat, Tallinn 1993 (Eesti Rahvusraamatukogu toimetised 3.)). In den Jahren 1988-1989, d.h. nur kurze Zeit vor dem Wiedererlangen der Unabhangigkeit der Republik Estland (1991), hat es eine beim Prasidium des Obersten Sowjets der Estnischen SSR gegrundete Arbeitsgruppe, der auch Eduard Vaari angehort hatte, gegeben, die sich mit dem Status der estnischen Sprache auseinander setzte und fur die Erarbeitung eines Sprachgesetzes zustandig war. Aus seiner Feder stammen grundlegende Aufsatze uber die Sprachpolitik, so wie etwa "Eesti keele ja rahva kriitilistest hetkedest" (KK 1988), "Keelteoskus on kultuuri koostisosa" (Ausalt ja avameelselt, Tallinn 1988), "Eesti kirjakeele ohud" (KK 1994). Fortlaufend hatte er sich mit Vorschlagen zur Losung von Einzelproblemen der estnischen Schriftsprache zu Wort gemeldet. Einen guten Uberblick uber das Eindringen und die Heimischwerdung von Fremdwortern im Estnischen beinhaltet der Artikel "Voorsonade liikumine eesti keelde" (KK 2000).

Sehr am Herzen lagen ihm Fragen der allgemeinen Sprachwissenschaft, so las er 45 Jahre lang Vorlesungen zur Einfuhrung in die Sprachwissenschaft und uber die allgemeine Sprachwissenschaft am Lehrerbildungs-Institut, am Lehrerseminar und an der Universitat seiner Heimatstadt Tartu. Er war auch der Verfasser von Lehrbuchern fur Studenten, wie etwa "Keele tekkimine ja arenemine" (Tallinn 1962) und "Loenguid keeleteadusest I" (Tartu 1981; 2. Auflage 1983).

Aufmerksamkeit verdienen ebenso seine Lehrbucher und sein Wirken im Bereich der Lehrmethodik. Lediglich mit kurzzeitigen Unterbrechungen war er neben seiner Arbeit an der Universitat schon seit 1959 als Schullehrer und Methodiker tatig gewesen. Seit den sechziger Jahren war er Mitglied des Fachausschusses fur estnische Sprache und Literatur beim hiesigen Bildungsministerium und auch im Republikanischen Ausschuss fur Orthologie gewesen. In beiden Ausschussen ging es um Probleme der Sprachpflege und unter dem Einfluss der dort erhaltenen Impulse kam das Schullehrbuch der estnischen Sprache "Eesti keele opik keskkoolile" (Tallinn 1968) zustande, das wegen seiner systematischen Abhandlung der Sprache allgemeine Anerkennung erlangte und den Fachlehrern uber viele Jahre als Handbuch diente. Zu diesem Lehrbuch war ausserdem verschiedenes Unterrichtsmaterial erschienen. In logischer Fortsetzung war er auch der Verfasser des Estnischlehrbuchs fur Finnen "Viron kielen oppikirja" (Helsinki 1975). Im Schulgebrauch war noch ein weiteres Lehrbuch uber die Geschichte des Estnischen "Eesti keele ajaloost. Keskkoolile" (Tallinn 1969).

Zu den Interessengebieten von Eduard Vaari gehorte auch die Lexikologie und seit seiner ersten Dissertation hatte es ihm der Wortschatz angetan. Seine Grundkenntnisse in vielen Sprachen und das Unterrichten in Sprachwissenschaft bildeten die Voraussetzungen dafur, warum ihn die Lexikografen Richard Kleis und Johannes Silvet als Mitautor gewonnen wollten. So konnte das Autorentrio im Ergebnis einer funfjahrigen anstrengenden Arbeit 1961 in Tallinn das Fremdworterlexikon "Voorsonade leksikon" auf dem Markt bringen, dessen sechste, im Jahre 2000 herausgebrachte und uberarbeitete Ausgabe mit insgesamt 1972 Seiten Eduard Vaari noch um 14 000 Stichworter erganzt hatte.

Wiederholt widmete sich Eduard Vaari verschiedenen Problemen der Sprachwissenschaft, aber auch der Geschichte der Universitat. Sein in der Schulzeit gepragtes Interesse fur die Geschichte fand von Zeit zu Zeit in sachbezogenen Forschungen seinen Ausdruck, die in der Ausgabe des Lehrstuhls "Fenno-Ugristica" oder in Publikationen des historischen Museums der Universitat Tartu abgedruckt worden waren. In unterschiedlichen Veroffentlichungen finden sich seine Jubilaumsschriften oder Nekrologe, wie beispielsweise uber P. Ariste, P. Palmeos, J. Silvet, Pent Nurmekund, Hans Ruubel, R. Kleis, Hilda Cerbach-Griva, Paulin, a Kl,avin, a und andere. Langere Aufsatze schrieb er uber Feldforschungen zu den finnisch-ugrischen Sprachen, uber die Finnougristikschule in Tartu, uber J. V. Veski in seiner Rolle bei der Entwicklung der estnischen Schriftsprache, uber die Erforschung des Livischen an der Universitat Tartu wahrend der Schwedenzeit sowie uber die Geschichte des finnisch-ugischen Lehrstuhls der Universitat Tartu von den Anfangen bis zum Jahre 1955, uber das philologische Seminar 1948 in Leningrad, uber die 1947 in der Newa-Stadt abgehaltene Beratung zum Thema Finnougristik und schliesslich noch uber die gegen Lehrkrafte der Humanitarfacher und Studenten gerichteten ideologischen Angriffe in den Zeitungen "Postimees" und "TRU" zwischen 1945-1955.

Jahrzehnte war Eduard Vaari aktiv in der Gesellschaft fur Muttersprache, als Sprachberater in diesbezuglichen Fachausschussen, in Fachzirkeln usw. tatig gewesen; gehorte der Finnisch-Ugrischen Gesellschaft an, war auswartiges Mitglied der Finnischen Literaturgesellschaft und Ehrenmitglied der Johannes-Aavik-Gesellschaft. Im Jahre 2001 hatte man ihn fur seine Verdienste um die estnische Sprache mit dem nach F. J. Wiedemann benannten Sprachpreis und 2004 aus Anlass des estnischen Nationalfeiertags mit einer hohen staatlichen Auszeichnung, dem Weissen Stern IV. Klasse der Republik Estland, bedacht.

Zum 31. Oktober 1993 hatte ihm die Universitat das Arbeitsverhaltnis gekundigt, aber aus Missionsgefuhlen heraus hielt er weiter Vorlesungen und Seminare uber die livische Sprache, unternahm Forschungsreisen zu den Liven und veroffentlichte in Riga mehrere Studien. Aus Anlass des Internationalen Finnougristenkongresses in Jyvaskyla erschien aus seiner Feder eine ausfuhrliche Darstellung uber die Liven und ihre Sprache "Liivilaiset ja liivin kieli" (Itamerensuomalaiset. Heimokansojen historiaa ja kohtaloita, Jyvaskyla 1995); die spater genauso in der russischsprachigen Ausgabe des Sammelbandes erschien.

In seinen letzten Lebensjahren hatte er viel Kraft und Energie fur die erganzte und verbesserte Neuauflage des vorn genannten Fremdworterlexikons, fur die Bearbeitung und Redigierung verschiedener Manuskripte aufgewandt. In der zunehmenden Sehnsucht und Vergotterung von sprachlichem Fremdgut sah Eduard Vaari eine grosse Gefahr fur eine ausgewogene Entwicklung der estnischen Schriftsprache. 1999 hatte er die Gesellschaft zum Schutz der estnischen Sprache ins Leben gerufen und deren Leitung ubernommen.

Viele Jahrzehnte war sein wesentliches wissenschaftliches Schaffen auf die Liven und die livische Sprache ausgerichtet. Resultate seiner fleissigen und zielstrebigen Arbeit waren seine vorn erwahnte Doktorarbeit

und zahlreiche herausragende Einzelforschungen, von denen insbesondere der livische Teil zu seinem 1969 in Helsinki veroffentlichten Buch "Lahisukukielten lukemisto" und das 1998 in Goteborg verlegte Uberblickswerk "Liverna och deras sprak" hervorgehoben werden mussen.

Eduard Vaari fand am 20. Mai 2005 auf dem Tartuer Raadi-Friedhof seine letzte Ruhestatte. In den Herzen und in den Erinnerungen seiner Freunde, Kolleginnen und Kollegen sowie der allgemeinen Sprachoffentlichkeit Estlands hat Eduard Vaari fur immer seinen Platz als vielseitiger, aufrichtiger und gradliniger Forscher, Lehrer und Mensch eingenommen.

PAUL ALVRE (Tartu)

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Author:Alvre, Paul
Publication:Linguistica Uralica
Date:Dec 1, 2005
Words:2216
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