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Finnisch-ugrische Benennungen der Kaurimuscheln im Vergleich zu denen in indoeuropaischen und Turksprachen/[TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII].

0. Von den Muscheln der tropischen Meere sind die Kaurimuscheln fur Kollektionare wohl die begehrtesten (Oliver 1983 : 90). Schon zu Urzeiten waren die Kauris in Eurasien, Afrika und Ozeanien als Schmuck oder Zahlungsmittel weit verbreitet (Schilder 1926 : 316-321). Ausserdem spielten sie in der Religion eine wesentliche Rolle. Wegen ihrer Ahnlichkeit mit Schlangenkopfen hat man sie als Ausdruck des Schlangenkultes fur die Absicherung der weiblichen Fruchtbarkeit, gegen Schmerzen und gegen das bose Auge verwendet ([TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII.] 1962 : 46; Lehtinen 1979 : 29, 43). Andererseits liesse sich der Fruchtbarkeitskultus infolge der Ahnlichkeit der Kaurimuscheln mit der Scham in Verbindung bringen. Um ehrlich zu sein, gibt es solche Angaben nur uber das antike Griechenland und das mittelalterliche Italien; so z. B. wurde die italienische Benennung porcellana 'Kaurimuschel', von der auch die Benennung fur Porzellan abstammt, mit lat. porous und porculus 'Scham' (aus 'Schwein' und 'Schweinlein') verglichen (Schilder 1926 : 322-324).

Schon in grauer Vorzeit gab es die Kaurimuscheln auch im Baltikum. Auf dem Territorium Estlands wurden sie als Schmuck mehrfach im 10-13. Jahrhundert und im Mittelalter benutzt (Jaanits u. a. 1982 : 397; Moo pa 1960 : 19, 21). So fanden sie auch bei lettischen Stammen in Lettland, besonders im ostlichen Teil (Latgallien) im 7.-18. Jahrhundert ihre Verwendung. Eine sehr intensive Einfuhr nach Lettland gab es im 12.-13. Jahrhundert. Hingegen in den Grabern der Liven und Litauer waren sie zur gleichen Zeit kaum anzutreffen (MyrypeBKi 1962 : 37, 39, 42). Eine Seltenheit stellen Kaurimuschelfunde in den vorgeschichtlichen Grabern Finnlands dar (Kivikoski 1962).

In Russlands wurden die Kaurimuscheln als Zahlungsmittel (offiziell im 11.-12. Jahrhundert) und als Schmuck gebraucht ([TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII.] 1977 69). Ihre Geldfunktion war auch bei den Udmurten bekannt (Be.rlHuep 1951 : 72). Als Bodenaltertumer der finnisch-ugrischen Stamme sind sie in Ingermanland, in den Wolga--und Uralgebieten registriert ([TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII.] 1952 220; [TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII.] 1965 : 59).

Von den finnisch-ugrischen Volkern haben die Ersanen, Mokschanen, Mari und Udmurten sowie von den turksprachigen Volkern die Tataren, Baschkiren, Tschuwaschen u. a. die Kaurimuschel als Schmuck getragen ([TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII.] 499, 531, 580-581; [TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII.] 1951 : 72; [TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII.] 1977: 127, 131, 133). In vorgeschichtlicher Zeit trugen sie auch die Ungarn als Halsschmuck, spater taucht sie nur als Schmuck am Pferdegeschirr auf ([TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII.] 1962 : 48).

Mit dem vorliegenden Aufsatz wird ein analysierender Uberblick zu den Benennungen der Kaurimuscheln und ihre Herkunft in den finnischugrischen Sprachen vorgelegt und das Material mit Angaben aus den in doeuropaischen und Turksprachen verglichen. Das Ziel der Untersuchung liegt in der Feststellung der Lehnrichtungen fur die Bezeichnung dieser Muscheln. Zu oft beschrankt man sich in etymologischen Worterbuchern auf die Konstatierung der Lehnquelle ohne eine nahere Betrachtung der eigentlichen Herkunft vorzunehmen. Der Globalisierung Rechnung tragend ware es angebracht, die Herkunft jedes Lehnwortes nicht nur in der Vermittlersprache, sondern auch die Urquelle unter die Lupe zu nehmen. 1.0. Die Bedeutung der Worter, die die Kaurimuscheln bezeichnen, hat F. A. Schilder (1926) in den verschiedenen Sprachen der Welt zusammenfassend behandelt. Leider hat er kein Beispiel aus den finnisch-ugrichen Sprachen angefuhrt.

Es kann allgemein festgestellt werden, dass die Benennungen der Kaurimuscheln in den obengenannten Sprachen von dem Vergleich mit dem Kopf oder seinen Teilen ausgehen. Einerseits hat man sie mit den Kiefern (s. 1.1), anderseits mit dem Schlangenkopf (s. 1.2) verglichen. Nur die Udmurten gebrauchen fur ihre Benennung das Wort, das auch die Bedeutung 'Backenzahn' hat (1.3). Alle diese Bezeichnungen gehen von der Ahnlichkeit der Muscheln mit den erwahnten Objekten aus. Die volkstumlichen Benennungen sind aus dem Estnischen, Livischen, Finnischen, Wepsischen und anderen finnisch-ugrischen Sprachen verschwunden. In der wissenschaftlichen Literatur verwendet man das Wort, das das Element kauri enthalt (s. unter 2).

1.1. Die Urbedeutung 'Kinn; Kiefer'

Mit dieser Bedeutung ist wot. tsivilouka 'Kaurimuschel' (wortlich 'Steinkiefer') verbunden. Dies hat zum ersten Mal der Literat Fjodor Tumanski am Ende des 18. Jahrhunderts in Form von [TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII.] registriert (Opik 1970 : 88, 87). Dasselbe Wort ist auch spater aufgetaucht. Paul Ariste hat 1942 notiert: ommoltii [--] tsiviloukkoikaa 'es wurde mit den Kaurimuscheln verziert, d. h. diese wurden auf den Kleidungsstucken angenaht' (Ariste 1974 : 65, 72).

Die Bedeutung 'Kinn; Kiefer' hilft die Herkunft des russischen Etymons [TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII.] im etymologischen Worterbuch der russischen Sprache von Max Vasmer zu erklaren. Der Ver fasser hat es als ein Wort unbekannten Ursprungs angesehen ([TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII.] 309). Dasselbe Wort hat auch Vera Belitzer mit der Bedeutung [TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII.] bei den Terjuchanen, die ethnisch zu den Mordwinen gehoren, entdeckt (Beinxuep 1973 : 211). Aus dem Worterbuch des russischen Sprache von Vladimir Daf konnen wir eine genauere Auskunft uber lia6KU bekommen: [TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII.] ([TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII.] IV 580).

In russischen Dialekten gibt es zwei ahnliche Worter, die man mit russ. [TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII.] vergleichen konnte, namlich im Kalugaer Dialekt [TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII.] und im Pskower Dialekt [TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII.], die das Maul bezeichnen; beide Worter sind mit dem onomatopoetischen [TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII.] 'schmatzen' verbunden ([TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII.] IV 580; (Dacmep 309). Der abweichende Akzent gibt keinen Anstoss, die obengenannte Vergleichung ausser Acht zu lassen. Es ist moglich, dass die Entstehungsmodelle des sowohl wotischen, als auch russischen Wortes selbstandig und ohne fremden Einfluss entstanden sind, denn das russische Dialektwort wurde fur die Aufzeichnung der Kaurimuscheln weit vom Siedlungsgebiet der Woten entfernt aufgeschrieben. Onomatopoetischen Ursprung hat auch die russische Benennung fur denselben Schmuck [TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII.] (s. [TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII.] 1973 : 211), vgl. vgl. russ. [TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII.] 'klingen, schallen'. V. Belitzer hat in ihrem Werk vermengt mit mordwinischen Bezeichnungen auch russische Worter erfasst, so das moderne Kaypu (s. Beinxuep 1973 : 211).

1.2. Die Urbedeutung 'Schlangenkopf'

Diese Bedeutung kommt in den Benennungen der Kaurimuscheln bei den Volkern des Ingermanlandes und Wolgagebiets vor.

Das im einstigen zu Estland gehorenden Teil Ingermanlands gebrauchliche kyypain (gewohnlich in der Mehrzahl kyypaimet) 'Schmuck aus Kaurischnecken' ist mit wot. cuupaimet 'eraanl[aiset] valkeat simpukat, ir gendeine weisse Muschel' und nach seiner Bedeutung auch mit mord. kumbra 'eras simpukka, irgendeine Muschel' in Zusammenhang gebracht worden (SSA 1 : 468; SKES II 257; Matikainen 1962 : 42). Es ist bekannt, dass auch im sudwestlichen Karelien die Kaurimuscheln die Bedeutung 'Schlangenkopfe' hatten (Kivikoski 1962 : 259).

Im Ishorischen hat F. Tumanski [TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII.] 'Kaurimuscheln' registriert. Elina Opik meinte, dass sich hierbei die Worter kuunpaa 'Schlangenkopf' und helmet 'Perlenreihe' vereinigt hatten. Sie hat auch das von Samuli Pau laharju aus dem Hevaha-Dialekt aufgeschriebene kyippavet helmet beigefugt (Opik 1970 : 72, 127; s. auch IS 228). Die Vermutung von E. Opik scheint wahrscheinlich. Am letzten Beispiel ist zu ersehen, dass spater-met unverstandlich und somit zu -vet (< * met) reduzierte wurde. Zur besseren Verstandlichkeit hat man wiederum das Wort helmet angefugt. Die Wortform von F. Tumanski zeigt, dass spatestens zum Ende des 18. Jahrhunderts aus dem Kompositum das einfache Wort entstanden war. Auf dieselbe Weise ist wahrscheinlich auch das obenerwahnte Wort im estnischen Teil Ingermanlands entstanden, obwohl auch ein Suffix-in (Plural-imet) nicht ubersehen werden kann (s. Hakulinen 1979 : 131).

In der Kodavere-Mundart des Estnischen taucht das Wort ussikarp 'Muschel' (< uss 'Wurm' + karp 'Muschel) in derartigen Komposita auf. Die wotischen Zuge dieser Mundart berucksichtigend konnte dieses Wort auf die Verbindungen mit dem ostlichen Gebiet verweisen, was jedoch nicht sicher ist, wie anhand turksprachiger Worter mit der analogischen Bedeutung zu schlussfolgern ware. Alles deutet auf einen Zusammenhang mit aus Glaubensgrunden entstandenen Uberzeugungen hin, wonach sich in den Muscheln verschiedene Tierarten entwickeln konnen. So gibt es ausser den gewohnlichen Benennungen teokarp, tigukarp und tigukoda 'Schneckenhaus' in den estnischen Dialekten und Mundarten auch kaanikarp (kaan 'Egel'; Nord-Tartumaa), konnakarp, konna-koda (konn 'Frosch'), kurekarp (kurg 'Kranich'; Westestland und Inseln), vareskarp (vares 'Krahe'; Saaremaa), wahja-karbikene, wahja-karp (vahk 'Krebs') (Wied. 208, 213; EKMS 587; VMS I 320; 11268, 499, 503). Anderseits liegt auf der Hand, dass das Volk nicht immer kleine unwesentliche Wesen differenziert hat, vgl. z. B. est. nilwa-madu 'Regenwurm; glatte Schnecke', tigu 'Wurm, Made, Raupe, Schnecke, Bauchfussler, Gastropod', sea-tigu 'kleiner, weisser Kornwurm; nackte Schnecke', uss 'Schlange; Wurm (Raupe, Made, Schnecke)', libe uss 'Schnecke' (Wied. 562, 1152, 1153, 1191, 1262). Dieselbe Erscheinung kennen auch die Turksprachen (s. 3.2). (1)

Aus den Kaurimuscheln gefertigte Schmucksachen hatten bei den Ersanen die Benennungen: [TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII.] bei den Mokschen Kyu npAT (BeJ1Huep 1973 211), kumbra, kumbra u. a. (< kujin pra 'Schlangenkopf'), eine Art Muschel', kumbra-n cotkat 'Zierband aus aufgezogenen Muschelschalen', kujali todu 'Muschel, Schnecke (klein, spiralformig)'. Bei kumbran u. a. wurde die Bedeutung 'eine Muschelart, die bei den mordwinischen Weibern als Schmuck sehr beliebt ist; sie gleicht in der Tat einem Schlangenkopfe, was auch das Wort kumbra (= kujin pra) urspr[unglich] bedeutet (Paasonen 932, 1800). Bei den Teriuchanen ist die Wortform [TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII.] aufgeschrieben worden ([TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII.] 1973 : 211).

Das Volk der Mari trug reichlich Schmucksachen aus den Kaurimuscheln, die die Benennungen kiskavujan arsas, arsas, kiskevujan sujes pides,, kiskavuj ongo haben; dabei bezeichnet kiskavuj den Schlangenkopf (Lehtinen 1994 : 64, 65).

Alle obengenannten Worter mit der Bedeutung 'Schlangenkopf' kann man zu Recht fur Lehnubersetzungen aus russ. [TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII.] halten (SSA 1 : 468).

1.3. Die Urbedeutung 'Backenzahn'

Die Udmurten, darunter die Besermanen bezeichnen die Kaurimuschel mit dem Namen [TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII.], was auch Backenzahn bedeutet (Be.riKuep 1951 72, 103, 138 u. a.). Wahrscheinlich ist auch diese Benennung auf Grund der ausserlichen Analogie entstanden.

2. Kauri

In den finnisch-ugrischen Literatursprachen, besonders in biologischen und archaologischen Texten benutzt man den Neologismus kauri(-), so z. B. est. kauri, kaurikarp,-tigu, fi. kaurit, kaurisimpukat (im Plural), ung. kauri 'Cypraea moneta' (OS 274; Kivikoski 1962; RN 590; USS 327). In den kleineren Schriftsprachen gibt es keine umfassenden Worterbucher und Nachschlagewerke. Aus der Literatur des 19. Jahrhunderts entstammt offensichtlich est. Portselani-tigu 'Porzellanschnecke (Cypraea tigris)' (Wied. 1153).

Dt. Kauri-, engl. cowrie, cowry, courie 'shell of a small gastropod, Cypraea moneta' gehen auf Hindi kauri, das seinerseits von sanskrit kapardah 'eine gewundene kleine Muschel, Kauri' herruhrt; die letzte Form ist aus den drawidischen Sprachen entlehnt (vgl. tamilisch, malajamisch kavati 'cowrie' (WTN 526; EWF 199; ODE 223). Die Entwicklung des drawidischen Wortes (z. B. im Tamilischen) ist wahrscheinlich so verlaufen: tamil. kotu 'Muschel' < * kavatu < * kapatu < * kapardu (KEWA 154). Auf eine Zwischenform weist auch Hindi (dial.) kawari hin (EU 657). Franz. cauris entstammt entweder dem Bengalischen (EWF 199) oder Tamilischen (GR 408). Das sachgemeine Wort wurde zum ersten Mal in der Mitte des 17. Jahrhunderts im Englischen und im Jahre 1615 im Franzosischen registriert (NOD 424; GR 408).

3.0. Zur Verbreitung der Begriffe

Die nach Europa importierten Kaurimuscheln stammen von den im Indischen Ozean und im westlichen Teil des Stillen Ozeans lebenden Kaurischnecken. Einer der wichtigsten Fundorte fur Kaurimuscheln waren die Malediven, die sich unweit von Sri Lanka befinden. Dort wurden sie schon im 4. Jahrhundert n. Chr. als Zahlungsmittel gebraucht. Von dort gelangten sie dann als Ware nach Persien, Indien, China und Afrika (Regling 1926 210; Schroter 1930 : 301).

Im ersten Jahrtausend fanden die Kaurimuscheln uber Russland und Mittelrussland, wahrscheinlich aus Persien oder uber Zentralasien oder den Kaukasus ihren Weg nach Estland; so konnten sie wie auch arabische Munzen das Wolgagebiet erreichen ([TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII.] 1952 : 220-221; [TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII.] 1962 : 49; 1965 : 58, Verbreitungskarte). Anfanglich wurden die Kaurimuscheln von Arabern, spater von Europaern, vor allem von Englandern nach Westen befordert (UT 373-374). Ein wichtiger Transithafen war Aden in Jemen. Amsterdam gehorte im 17. Jahrhundert zu den bedeutendsten Zentren des Kauri-Handels in Europa (EU 657).

Ab dem 15. Jahrhundert gab es einen weiteren Transportweg dieser Muscheln uber das Baltikum nach Russland (MyrypesK'1 1962 : 51; Lehtinen 1994 : 118). Novgoroder Kaufleute bezogen die Kauris aus West europa und verkauften sie weiter an finnisch-ugrische und turksprachige Volker in Zentralrussland. Im Jahre 921 erwahnte der arabische Reisende Ibn-Fatal, dass reiche Bolgaren "jemenitische Muscheln" trugen (Benennung ist vom wichtigsten Transitland Jemen abgeleitet). Noch im 18. Jahrhundert tauschten russische Handler die Kaurimuscheln bei den Mari gegen Pelze ein. Die an der Wolga lebenden Volker und die Udmurten erwarben sie auch von tatarischen Hausierern, die sie entweder aus Moskau oder auch aus Westeuropa bezogen (Lehtinen 1994 : 118; [TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII.] 1951 86).

3.1. An erster Stelle interessiert die Frage, ob sich in den finnisch-ugrischen Benennungen der Kaurimuscheln die Benennungen eines Vermittlerlandes, namlich Persiens, bewahrt haben. Aus den von F. A. Schilder (1926 325) gesammelten Angaben geht hervor, dass im 13. Jahrhundert der Name charmuneh 'Eselsmuschel' und noch 500 Jahre spater khur-mohnu 'Pferdemuschel' gebraucht wurde. Die erstgenannte Bezeichnung ist eine Lehnubersetzung aus dem Arabischen, wo sie tatsachlich auch Eselsmuschel bedeutet, da sie als Schmuck fur Zugtiere Verwendung fand (UT 373374). Pers. khurmuhra (Schroter 1930 : 301) geht auf den Begriff Pferd zuruck.

Recht oft lassen sich in den persischen Worterbuchern Benennungen der Kaurimuscheln finden, die pers. hhar (2) 'Esel' enthalten, so z. B. har muhre 'Kauri-Muschel, schlechte oder kleine Muschel, Kopfschmuck fur Maulesel (aus kleinen Muscheln)' (TAP 1876 : 897), khar muhrah 'small shells, cogg-de-perle, or glass beads' (DPE 227), xar-muhre 'Glasperlen, kleine Muscheln (als Schmuck am Halse von Saumtieren); weisse Muschel (als Signalhorn)' (WPD 272), wobei das letzte Element mehrere Bedeutungen hat, darunter auch 'Kaurimuschel' ('the concha veneris'): muhrah 'a kind of small shell resembling pearls, the concha veneris; glass or coral beads; a stone found in the head of a serpent; a shell employed in giving a smoothness and glossiness to paper; a smith's hammer' (DPE 581). Das ahnliche Wort mit der Bedeutung 'Schneckenhaus' kommt auch im Arabischen vor (s. PAC 219). Das Lexem xar mohrah hat der Dichter Muslih-ad-Din Saadi schon im 13. Jahrhundert gebraucht (IlePC 288).

Entsprechende Benennungen sind auch in anderen iranischen Sprachen bekannt: Paschto xapmyhpa [TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII.] ([TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII.] 870); Urdu khar-mohra 'the small shell called cowrie, Cypraea moneta', vgl. mohra oder mohra 'a shell, a cowrie; a pebble; a small ball or pill; a bead (of glass, or coral); a stone found in the head of a serpent; bezoar stone; vertebra' (DUH 1 489; 11 1100). Ab dem 9. Jahrhundert teilten sich die Tadschiken mit den Persern die gemeine Schriftsprache. Darum verzeichnet das Worterbuch der tadschikischen Sprache diesmal in kyrillischer Schrift xapmyxpa [TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII.] 6eAble 6ycbl (TaPC 419) im Text von Muslih-ad-Din Saadi als tadschikisch ([PHI]3T 465). Beide Elementen des Kompositums sind in den iranischen Sprachen genuin ([??]ECK 535, 681).

Die gegebenen Tatsachen gestatten uns den Schluss, dass das Persische wahrscheinlich keinen Einfluss auf die heutigen Benennungen der Kaurimuscheln ausgeubt hat. Die alteren Benennungen sind allem Anschein nach in Vergessenheit geraten.

3.2. Da die Turksprachen die finnisch-ugrischen Sprachen beeinflusst haben, ware es interessant, auch die Benennungen der Kaurimuscheln in die2 sen Sprachen, insbesondere im Tatarischen, Tschuwaschischen und Baschkirischen zu erforschen.

In den Turksprachen kann die Benennung der Kaurimuscheln mit der Bedeutung 'Schlangenkopf' verbunden sein. F. A. Schilder (1926 : 325) hat in Form von Ghilan Bas 'Schlangenkopf' ein transkaukasisches Wort er wahnt. Tatsachlich befindet sich der erwahnte Ort (Ani) in der heutigen Turkei. Somit ist es ein turkisches Wort, das im Worterbuch der turkischen Sprache als yilanbasi (yilan 'Schlange' + bas 'Kopf') 'yxpaLUeHKe KB paxyLUex Ha copye' vertreten ist (TyPC 927). W. Radloff hat aus der altaischen Sprache [TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII.] (von [TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII.] ) 'kleine Muscheln, die als Zierath gebraucht werden' gefunden (VWT 483). Das chakassische Wort [TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII.] (XPC 326) hat auch denselben Ursprung. Alle diese Worter sind gleichsam indoeuropaische Lehnubersetzungen. Das Vorbild fur das turkische Lexem kann in einer westeuropaischen Sprache (Deutsch?) sein, aber die sibirisch-turksprachigen Worter lassen russischen Einfluss vermuten, denn in den Turksprachen Zentralrusslands, die Kontakte mit finnisch-ugrischen Sprachen gehabt hatten, sind die Benennungen der Kaurimuscheln etwas anders gebildet worden.

Bei der Bildung der Kaurimuschelbenennungen in den Turksprachen Zentralrusslands verwendet man fur den ersten Teil des zusammengesetzten Wortes nicht das Wort mit der Bedeutung 'Schlange', sondern das Wort kurt 'Wurm'. Es scheint, dass in mehreren Turksprachen die Begriffe 'Schlange' und 'Wurm' strikt verschieden sind.

Im Tschuwaschischen findet man in der Bedeutung 'Kaurimuscheln' folgende Worter: [TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII.] 'Auge' kann dabei sekundar und aus ny(7 entstanden sein (vgl. auch [TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII.] 'Augen; Gesicht' ([TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII.] 198)). Jedoch gibt es hier keine Sicherheit, denn beispielsweise in einigen afrikanischen Sprachen ist die Benennung fur die Kaurimuschel aus dem Augenbegriff entstanden (Schilder 1926 : 325). In diesem Fall ware die tschuwaschische Benennung genuin.

Dagegen heissen die gewohnlichen Schneckenhauser im Tschuwaschischen [TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII.] wobei das letzte Wort auch einen Kessel fur die Zubereitung von Speisen bedeutet. Es ist klar, dass man den Ursprung des ersten Wortes auf Grund von Glaubensuberzeugung erlautern kann, da * kurt 'Wurm' in den Benennungen der Schneckenhauser auch in jenen Regionen vorkommt, wo die Kaurimuscheln nicht verbreitet waren. Dabei ist der letzte Wortteil nicht mit dem Kopf, sondern mit der Schale oder Hulse verbunden, so z. B. jakutisch Kyp0 a66a xa: Ta (vgl. in derselben Bedetung [TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII.] 'Futteral') und tuwinisch [TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII.] 'Schale des Hirsekorns') [TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII.] . Jakutisch xa6a xaaTa liesse sich mit Wortern vergleichen, die mit der Bedeutung 'Wurm' verbunden sind, vgl. [TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII.] ('Wurmstich'). Auch in estnischen Dialekten wurden nicht immer Wurmer und Schnecken differenziert (s. 1.2). Dasselbe gilt auch fur andere Sprachen und Sprachfamilien, vgl. beispielsweise mit kalmykisch [TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII.] 'Schneckenhaus' und xopxa 'Wurm; Motte' (KaPC 600).

Im Tatarischen hat der Verfasser dieser Zeilen auch ein mit 'Wurm' verbundenes Lexem, jedoch in mehreren Formen gefunden, namlich [TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII.] (TTA 161), [TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII.] ([TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII.] 1968 : 224). Der m-Laut in den Wortformen [TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII.] und [TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII.] ist offensichtlich sekundar (vgl. mit [TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII.] aus der altaischen Sprache, s. oben).

Es scheint, dass sich in den meisten turksprachigen Benennungen der Kaurimuscheln die eigenen Worter mit russischen Lehnubersetzungen verflochten haben. Die Angaben des vorliegenden Aufsatzes lassen kei nen Einfluss auf die gegenwartigen finnisch-ugrischen Benennungen vermuten.

3.3. Nun wenden wir uns den Kauribenennungen mit der Bedeutung 'Schlangenkopf' in den ubrigen indoeuropaischen Sprachen zu (die iranische Gruppe s. 3.1).

Die Bedeutungen 'Schlangenkopf' und 'Schlangenkopfchen' kommen in der russischen Sprache vor, namlich in [TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII.] ([TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII.] I 687; II 476). Das erste Lexem ist durch Vermittlung der russischen Kaufleute auch in Ingermanland und im Wolgagebiet bekannt geworden und als Lehnubersetzung in mehrere finnisch-ugrischen Sprachen eingedrungen.

Analoge Worter existieren in den germanischen Sprachen: dt. Schlangenkopf Schlangenkopfchen (DW 465; HDS 704) und engl. serpent's head (HWD 704; MS 1183), Snake's or Serpent's Head Cowrie (Eisenberg 1984 61), norw. ormehode (< orme 'Wurm; Schlange', hode 'Kopf' (NTO 593)). (3) Nach aus dem 18. Jahrhundert stammenden Angaben wurden die Kaurimuscheln auch im Lettischen 'Schlangenkopfe' genannt (MyrypeBK'l 1962 46). So konnte es auch im Estnischen sein.

Die Bedeutung von Schlangenkopf ist in der Mitte des 18. Jahrhunderts in die lateinische Terminologie gelangt: Cypraea caput serpentis, Anomia caput serpentis (DW 465; UT 375). Der erste Terminus geht schon auf die Bestimmung des schwedischen Naturwissenschaftlers Karl Linne im Jahre 1758 zuruck. Auf Grund dieser Benennung bekam im 19. Jahrhundert eine neue Kauriart aus der Nahe der Osterinseln den Namen Cypraea caputdraconis, das heisst 'Drakonenkopf' (Oliver 1893 : 100, 120). Es ist durchaus moglich, dass solche Benennungen eigenstandig bei verschiedenen Volkern entstehen konnten. Jedoch die Handelswege der Kauris berucksichtigend ware eher zu vermuten, dass diese Benennung ursprunglich in Westeuropa aufkam. Folglich ist glaubwurdig, dass sie von den grosseren westgermanischen Volkern (Kaufleuten) als Lehnubersetzung ins Russische eingedrungen ist. Die alten hollandischen Benennungen klipkoussen (aus dem Jahre 1705) und couwers (Schilder 1926: 324) zeigen, dass die Kaufleute des bedeutenden Handelszentrums Amsterdam (s. 3.0) an der Vermittlung der Kauribenennungen mit der Bedeutung

'Schlangenkopf' nach Russland kaum beteiligt waren. Im Ergebnis der Vermittlung der russischen Sprache haben mehrere finnisch-ugrische und turksprachige Volker in Russland analoge Benennungen erworben (s. 1.2). 4. Abschliessend kommen wir nicht umhin zu konstatieren, dass keine Kenntnisse daruber vorliegen, welche Namen die Kauris, die einst uber Persien nach Russland und ins Baltikum importiert wurden, getragen haben. Die spateren finnisch-ugrischen Benennungen sind selten genuin. Meistens handelt es sich um mittels der russischen Sprache zustandegekommene Lehnubersetzungen und von den grosseren westgermanischen Volkern ubernommene Lehnworter. Es ware begrussenswert, wenn dieses Thema durch Erforscher der ostlichen finnisch-ugrischen Sprachen eine Fortsetzung fande, weil sie den besseren Zugang zu den Dialektkartotheken dieser Sprachen und engere Kontakte mit Turkologen haben.

Abkurzungen

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ENN ERNITS (Tartu)

(1) Die Benennungen der Schnecken und ihrer Hauser im Estnischen und in seinen verwandten Sprachen ware ein interessantes Forschungsthema (so z. B. wares-king 'Schneckenhaus' (Wied. 286) bestehend aus vares 'Krahe' und king 'Schuh').

(2) Die unterschiedliche Transliterationen des arabischen Alphabets in verschiedenen Werken (Worterbuchern u. a.) werden nicht unifiziert.

(3) Die ubrigen Benennungen der indoeuropaischen Sprachen haben wahrscheinlich keinen Einfluss auf die finnisch-ugrischen Sprachen ausgeubt, darunter die Worter mit den Urbedeutungen: a) 'Schlangenschadel', wie engl. serpent's skull 'species of cowry' (OUD 1848), schwed. ormskalle 'Kaurimuschel' (ESO 154; STO 884); b) 'Otterkopfchen', wie dt. Otterkopfchen, engl. viper's head id. (HDS 325); c) 'Ringelnatter', wie russ. [TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII.] ([??]C 771; TC>K 11 476; YPE 256).

ENN ERNITS (Tartu)
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Author:Ernits, Enn
Publication:Linguistica Uralica
Date:Mar 1, 2004
Words:4045
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