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Bellum Persicum (171-168 V.CHR). Quellen und moderne historiographie.

Bellum Persicum (171-168 B.C.) Sources and Modern Historiography. Emmanuel Mora Iglesias

1. Einfuhrung

Das Problem der Ursache des Dritten Romisch-Makedonischen Krieges ist komplex. Adalberto Giovannini erkennt bereits vor dreissige Jahren in seinem Artikel uber das Thema, dass die Forschung dies bisher nicht eigentlich in einer erfolgreichen Weise erklart hat.

On n'a jamais se expliquer de faon vraiment satisfaissante pour quoi le Senat ne se decida qu'en 171 a abattre une puissance que pendant si longtemps il avait laisse a reveler sans manifester ni mecontentement ni inquietude (Giovannini, 1969: 858).

Nach E. S. Gruen sind die Ursachen fur diesen Krieg nur schwer zu erschliessen und konnen nur komplex im Groben bestimmt werden..

The reasons for the Third Macedonian thereby become the more difficult to assess. The origins of this conflict are as complex and almost as often discussed as those of the war with Philip (Gruen, 1984: 408).

Im Vergleich mit dem Ersten und Zweiten Makedonischen Krieg sind relativ wenige Werke zum Problem geschrieben worden:

Around the Bellum Persicum there is less tradition of fundamental questions and answer (Raditsa, 1972: 547).

Das Hauptproblem liegt darin, dass die zur Verfugung stehenden Quellen von widerspruchlichem Wesen sind. Es gibt die Quellen, die die Verantwortung fur den Krieg in Rom sehen und andere, die Makedonien fur verantwortlich erklaren. Die Mehrheit der modernen Historiker ist der einen oder der anderen Tradition gefolgt.

Gerade die Antworten auf das Problem der Ursachen des Dritten Makedonischen Krieges sind ein wichtiges Instrument zum besseren Verstandnis der Aussenpolitik und des Expansionsprozesses der Romischen Republik. Harris nahm ganz richtig die Begrenzungen der traditionellen Geschichte hinsichtlich des Problems wahr, die Logik des romischen Imperialismus zu verstehen:

Few subjects could illustrate the danger inherent in histoire evenementielle better than Rome's expansion under the Republic. The failure of narrative history to explain why the Romans behaved as they did, or even to give a coherent description of what they did, should be plain to any reflective person (Harris 1984: 1).

Uber den Bellum Persicum wurde im Vergleich zum Bellum Philippicum nicht so viel geschrieben. Die Werke uber Romische Geschichte enthalten selbstverstandlich eine obligatorische Referenz zu diesem Krieg (1), aber nur wenige Bucher oder Artikel behandeln uberhaupt die Ursachen dieses Krieges, den Krieg selbst (2) oder das Konigsherrschaft des Perseus (3). Die meisten dieser Werke wurden im 20. Jh. Geschrieben (4). Es gibt auch Werke, die sich den gesellschaftlichen und diplomatischen Aspekten des Konfliktes widmen (5) und auch solche, die biographischen Interessen (6), Kritische Untersuchungen (7), und militarische und Numismatik verfolgen (8).

2. Historiographie

2.1. Die Aufklarung

Schon in der Zeit der Aufklarung finden wir eine Geschichte, die wir als eine kritische bezeichnen konnen, gekennzeichnet durch freies Denken und den Kult der Vernunft. Die Geschichte aus dem 18. Jh., beeinflusst von Kartesianische Ideen, war eine Kritik der Autoritat und Tradition. Dennoch bemerkt M. Rollin in der Einfuhrung seiner Allgemeinen Romischen Geschichte zu seiner Nutzung der Quellen:
   J'entrepens d'ebranler les Fondements, sur lesquels
   l' Histoire de ces premiers Siecles est appuiee.
   Je me suis contente de me munir de l'Autorite de
   Ciceron, de Tite Lyve, de Polybe,etc.


Rollin folgte eigentlich derselben Erklarung, die Polybios gibt. Die Ursachen des III. Makedonischen Krieges sind in der Regierung Philipps zu suchen. Perseus ubernimmt den Krieg mit den Romern als ein Erbstuck von seinem Vater.

La guerre que les Romains continent quelque temps apres contre Persee & les Macedoniens, eut, selon Tite-Live, une autre origine que celle lui donnoient communement les Histories Romains avant lui. Et ce ne fut pas Persee qui en conut le dessein, mais son pere Philippe, qui l'auroit commence lui-meme, fi la mort ne l'eut prevenu (Rollin, 1741: 438).

2.2. Neuzenhten Jahrhunderts

Die Anfange der wissenschaftlichen Geschichtsschreibung Anfangs des 19. Jh. lagen in Preussen (Berliner Universitat). Ein Mitglied dieser Bewegung war B. G. Niebuhr. Er plante seine Romische Geschichte als Parallele zur preussischen Abhangigkeit nach der Napoleonischen Herrschaft. Niebuhr ist der erste moderne Historiker, der an der polybianischen Tradition zweifelte. Niebuhr reiste nach Agypten, Syrien, Arabien, Palastina und Persien und lebte auch in England und Rom. In Kiel studierte er Philosophie, Jura und Geschichte. Er war Professor in Bonn. 1811 und in diesem Jahr bereitete er sein Buch vor, das dem preussischen Konig gewidmet war. Niebuhr war Begrunder der romischen Geschichte als ein Fach und gab der Geschichte den Status einer unabhangigen Wissenschaft.

Niebuhr zog die Kenntnisse der Romer, die er sonst als staatsmannisches Volk auf das Hochste bewunderte, uber die realen Absichten von Perseus in Zweifel.

Die Romer mussten die Uberzeugung haben dass er kein anderes Ziel hatte, als sich zu starken bis er seine Macht wieder herstellen konnte: aber Philippus war bei allen Rustungen zu vorsichtig, um gegen den Vertrag anzustossen (9)."; "vielleicht war es auch eine Komoedie von Eumenes selbst um den Romern Anlass zum Kriege zu geben: indessen ware diess doch gar zu arg.(Niebuhr, 1847:202)

Es ist klar, dass fur Niebuhr Makedonien nicht eindeutig der Angreifer war. Etwa zehn Jahre spater, publizierte Theodor Mommsen (1817-1903) seine Romische Geschichte als ein Resultat der Ereignisse von 1848. Mommsen ist bekannt als ein sehr kritischer Historiker. Im Fall der Ursachen des III. Makedonischen Krieges, folgt er fraglos Polybios. Er schreibt uber Perseus:

so erbte er von seinem Vater mit dem Reich seine Drangsale, seine Erbitterung und seine Hoffnungen (Mommsen, 1876: 733 (10)).

Mommsen begreift den Kampf von Perseus gegen Rom als einen "Befreiungskrieg". War diese Idee eine Widerspiegelung der Freiheitskampfe von 1848 und der Bildung einer Staatsmacht, die Mommsen unterstutzte?

Mit Stolz sah die stolze makedonische Nation auf den Prinzen, den sie an der Spitze ihrer Jugend stehen und fechten zu sehen gewohnt war; seine Landsleute und viele Hellenen aller Stamme meinten in ihm den rechten Feldherrn fur den nahen Befreiungskrieg gefunden zu haben (Mommsen, 1856: 733).

Andere Historiker des 19. Jh. folgten auch der polybianischen Tradition. Carl Peter schrieb eine sehr populare Geschichte Roms in drei Banden (den ersten Anfang 1853). Als ein Nachfolger von Niebuhr dachte er, Mommsen sei konservativer als Niebuhr. Er war ein Bewunderer des patriotischen und moralischen Lebens der Republik und sah die Verantwortung auch bei Philipp und Perseus:

Ware Philipp nicht gestorben, so wurde ohne Zweifel der Krieg schon in dieser Zeit wieder zum Ausbruch gekommen sein11." "Sein Sohn Perseus konnte sich nicht verhehlen, dass er von den Romern Alles zu furchten habe. Er setzte deshalb die Vorbereitungen seines Vaters zum Kriege aufs Eifrigste fort (Peter, 1853: 516).

Wir finden dies auch in einem englischen Abriss der romischen Geschichte:

Unable to recall the dead or retreive the past, defrauded of the fruit of his labours, the victim of his own schemes and passions, the king died of a broken heart (179 B.C.), leaving to the detected but unpunished Perseus the inheritance of revenge (How & Leigh, 1896, 275).

W. W. How (Merton College, Oxford) und H. D. Leigh (Corpus Christi College, Oxford) folgen der polybianischen Tradition, lassen aber einen wichtigen Teil den Verantwortung fur den Krieg in romischen Handen.

Philip of Mace don had gained little by the war. Vexed by hostile neighbours, harried by Roman commissions, put continually on his defence before the Senate, and forced to surrender his conquests in Thessaly, AEtolia and Thrace, he stiffed his resentment, and cloaking his purpuse with submission, resolutely prepared for a defensive struggle (How & Leigh, 1896: 273-274 (12))

2.3. Zwanzigsten Jahrhunderts

Zu Beginn des 20. Jh., umriss Benedictus Nissen in seiner Geschichte der Griechischen und Makedonischen Staaten das Problem und glaubte offensichtlich, dass die Schuld des Krieges kein Produkt der Gefuhle Philipps oder Perseus' war, sondern eine Folge der Ubereinstimmung von Interessen zwischen Eumenes von Pergamon und der romischen Politik.

Die Worte des Eumenes bewegten sich ganz in der bisherigen Richtung der romischen Politik und waren daher von grosser Wirkung. Sie gaben der romischen Gesinnung den entscheidenden Ausdruck und brachten den Entschluss zum Kriege zur Reife (Niessen, 1903: 108).

Fur B. Nissen, ist es klar, dass die Romer gegen die Makedonier aus psychologischen Grunden reagierten. Das romische Dolmetschen der politischen Situation konnte die Makedonier zum Angreifer machen, wenn sie in der Realitat Opfer waren.

Freilich nicht alle Senatoren waren der gleichen Ansicht; viele sahen hier nur eine Machination des Eumenes, der aus Furcht oder Neid die Romer in einen schweren Krieg treiben wollte (Niessen, 1903: 108).

Fur G. Colin (Mitglied der Franzosische Schule in Athen) will Philip sich an Rom rachen,

Tout d'abord pour ce que regarde Philippe nous admetrons voluntiers quil avait le dessein parfaitement arrete de reprendre un j our la lutte contre Rome, et que su condescendence momentanee aux ordres du Senat couvrait chez lui une haine des plus violentes (Colin, 1905: 377).

Perseus wollte eine gleichberechtigte Beziehung mit Rom, (Colin 1905, 380)

Persee lui-meme declare qu'il ne veut plu s'en tenir au pacte accepte jadis par son pere: il est dispose a en conclure un autre, mais a la condition expresse de traiter d' egal a egal! De telles paroles semblent indiquer chez lui l' intention d' engager a bref delai la guerre contre Rome; mais comme la suite de sa conduite dement une semblable resolution!"

was diese Stadt wegen seiner neuen, anmassenden Haltung (13) nach dem siegreichen Krieg gegen Antiochus nicht akzeptieren wollte (14).

Rom liess keine Konkurrenz seiner Hegemonie auf dem griechischen Gebiet zu (15). Makedonien musste als ein faktischer Rivale niedergeschlagen werden (16). Guglielmo Ferrero, ein Nachfolger von Lombroso und Mitglied der sozialistischen Partei, studierte die Welt des Altertums aus einer soziologischen Perspektive. Er versuchte die Vergangenheit mit Hilfe von Analogien mit der zeitgenossischen Welt zu verstehen. Ferrero ist in seinem Buch von 1908 der erste Historiker, der den Krieg gegen Perseus als ein Resultat wirtschaftlicher Interessen versteht (17).

Trotz der neuen Perspektiven und Vorschlagen folgten viele Historiker noch immer der polybianischen Version, so z. B. W. E. Heitland (18) und L. M. Hartman & J. Krommayer (19).

1914 wurde in New York ein Hauptwerk fur das Studium des romischen Imperialismus publiziert, das Buch von Tenney Frank. Frank spricht von der Romischen Aussenpolitik auch als einem Resultat des innenpolitischen Spiels zwischen Fraktionen (20). Der Anlass zum Krieg war die negative Stellung moderater Senatoren (ohne hegemoniale Absichten in Griechenland) zur stolzen Haltung des Perseus gegenuber Rom (21). Die Rede von Eumenes provozierte nur einen Krieg, dass nur nimmt eine Ausflucht zu erklaren (22).

Willy Strehl schrieb, in demselben Jahr, die Ursache des Krieges sei die Bedrohung der romischen Herrschaft in Griechenland gewesen (23).

Ulrich Kahrstedt ist in seinem Artikel von 1911 (dem zweiten speziell zu diesem Thema publizierten Artikel) der Meinung, Rom habe keinen rechtlichen Grund gehabt, Makedonien den Krieg zu erklaren (24) und Perseus habe "das Ausserste getan, um den Frieden zu erhalten (25)."

Paul Heiland folgt in seiner Dissertation an der Philosophischen Fakultat der Universitat Jena einer gerichtlichen Erzahlung. In seinen Untersuchungen zur Geschichte des Konigs Perseus von Makedonien (179-188), stimmt er der polybianischen Uberlieferung zu (26), beklagt jedoch, dass die Quellen, die, wie Posedonius, ein Freund und Zeitgenosse des Konigs Perseus, den Standpunkt Makedoniens darstellen, verloren sind.
   Ausser Flathe sehen alle in Perseus den Anstifter
   und stutzen sich auf Polybius und Livius' Berichte.
   Im Interesse seiner Verteidigung ist es hochst
   beklagenswert, dass uns nur die romisch gefarbten
   Berichte erhalten sind, die den Konig fur schuldig
   halten, ob mit Recht, soll genauer gepruft werden (27).


Der bekannte italienische Historiker, Gaetano de Sanctis, ist auch ein "Anhanger" von Polybios. In seiner Romischen Geschichte von 1923, schreibt er, dass Perseo "si chiare, subito come il continuatore della politica di Filippo e berede de suoi sentimenti (28)" Nach De Sanctis war Perseus auch schuldig aufgrund seiner Gefuhllosigkeit gegenuber der Politischen Situation im Mittelmeerraum. "Perseo mostro di non aver chiarezza sufficiente di idee per intender cio e per rendersi ben consapevole del contrasto profundo e insanibile tra la sua politica nazionale e la politica romana d' impero (29)"

Tadeusz Walek, ein polnischer Wissenschaftler, der in Paris studierte, schrieb 1924 sein Buch uber den Verfall der makedonischen Dynastie. Das Ziel des Perseus sei es gewesen, die Selbstandigkeit seines Konigtums zu bewahren und seinen Einfluss und sein Prestige zu vergrossern (30). Seine Politik aber brachte den Konflikt mit Rom und dadurch die Vernichtung des makedonischen Staats. Perseus war schliesslich nicht imstande, den Frieden zu erhalten wenn auch er den Krieg offen nicht wollte (31).

Das Jahre 1930 erschein die erste Edition von "The Cambridge Ancient History". P. V. M. Benecke glaubt in seinem Kapitel auf eine unkritische Weise, dass es wenig Grund gebe, die Autoritat von Polybios anzuzweifeln. "Polybius (XIII,3) formed the opinion that Philip had decided on a fresh war against Rome so soon as circumstances were favorable, that this preparations were ready by the time of his death, and that his successor Perseus only carried into execution the plans which his father had formed. It may seem rash to question the authority of Polybius on such a matter (32)." Der Romer waren mit anderen Problemen zu sehr beschaftigt, um sich auf Makedonien zu konzentrieren (33).

Viele Werke aus den dreissiger Jahren des 20. Jh. fanden sich mit der "offiziellen" Version der polybianischen Tradition. Andre Piganiol (Faculte des Lettres de Paris) schreibt 1930 in seinen Buch "La Conquete Romaine" uber Perseus:
   "Il fut l'executeur de la politique de Philippe,
   comme Hannibal avait ete celui de la politique
   d'Hamilcar (34)" Ettore Pais sieht die Ursache
   des Krieges in dem Problem von Aenos und
   Maronea und auch in dem romischen Einfluss auf
   Demetrius (35)


E. Kornemann, Professor fur alte Geschichte an der Universitat Tubingen, stellt in seiner Romischen Geschichte die Tatsache uberspitzt dar: "Jedermann wusste aber, dass auch der neue Konig ein Romerfeind war (36)." "Ein Attentat auf den aus Rom zuruckgekehrten Eumenes gelegentlich eines Besuches in Delphi trieb die Dinge in der Richtung auf den Krieg weiter (37)."

Eine interessante Idee finden wir bei Michael Rostovtzeff. Fur ihn, war der Krieg kein Resultat aggressiver Absichten der Romer oder der Makedonier (38), sondern eine irrige Wahrnehmung Roms hinsichtlich seiner eigenen Sicherheit (39). Niessen hatte schon, zu Beginn des Jahrhunderts, geschrieben, dass Rom den Krieg "aus Furcht oder Neid erklarte." Giuseppe Corradi charakterisierte die romische Aussenpolitik in dem Zeitabschnitt seit dem Frieden von Apamea bis zum Anfang des III. Makedonischen Krieges (188-172 v. Chr.) als hegemonial, doch ohne Absicht einer direkten Intervention in Makedonien (40). Perseus sei schuld gewesen, indem er diesen Krieg plante (41). Corradi gibt freilich zu, dass die erhaltenen Quellen sich zu Gunsten der Sieger aussern (42).

Auch L. Pareti folgt, in seiner Storia di Roma, zweifellos der polybianischen Version: "sicche, per quanto Perseo rimanesse sempre della stessa mente, e ardesse dal desiderio di riprendere la guerra con Roma, per piu anni, fino al 174, dovette considerarse fortunato di aver saputo, al principio del suo regno, dissimullare il suo pensiero, chiendo anzi l'amicizia dei Romani, e il loro riconiscimento della sua nomina a re (43)."

Im Jahre 1952 publizierte Piero Meloni sein Buch "Perseo e le fine della monarchia Macedone (44)." Es stellt bis jetzt ein wichtiges Referenzwerk uber diesen Krieg dar. Meloni zahlt zwei historiographische Tendenzen zu diesem Problem auf: 1. Eine polybianische und auch romisch annalistische, die den III. Makedonischen Krieg als eine Revanchekrieg betrachtet. 2. Eine "antiromische" Tendenz, die besagt, der Senat habe eine imperialistische Politik durchgesetzt und Perseus habe den Krieg keineswegs gewollt.

Melonis eigene Meinung ist, dass in Rom die Konsuln Reichtum und Macht wollten und als Emporkommlinge (beide Konsuln waren (45) Plebejer), ehrgeizig waren, Rom reagierte auf die Aussenpolitik des Perseus (46) und entschied sich Ende 173 (47). fur den Krieg aus defensiven Grunden (48) Die Politik von Perseus war nicht entgegen nach den Krieg mit Rom aber Rom (49) empfand sie als gefahrlich und der Besuch von Eumenes vergrosserte die romischen Angste noch und diente als letzter Beweis fur eine berechtige Entscheidung fur den Krieg (50). Nach P. Meloni ist nicht klar, ob die ganze Armee den Krieg befurwortete (51) oder es nur eine Gruppe von "Kapitalisten" gab, die ihre wirtschaftlichen Interessen in Makedonien bewahren wollten (52). Nach Bickermann bestand die Ursache dieses Krieg vor allen in der Defensive von Seiten der Romer (53). "Abattire la Macedone avant que le roi de Syre ne devient trop redoubtable, tel etant le dessein du Senat en 171 comme en 200 av. J.C (54)."

Die Theorie Melonis, eine Gruppe von plebejischen "nobiles" habe den Krieg durchgesetzt, wird drei Jahre spater in einem Artikel von Livia Bivona wiederholt: "in effete essi rappresentavano quella parte del Senato nettamente ostile a una politica di intervento in Oriente. Questo indirizzo era piuttosto seguito da un gruppo di nobili plebei i quali sperava non forse di supplire alle deficienze di censo o di nascita con facili campagne in Oriente (55)."

Nach Eduard Badian, war der Anlass zum Krieg ein starkes romisches Ressentiment gegen Makedonien wegen der fruheren Kriege (56) und auch erneutes Misstrauen der dynastischen und Aussenpolitik des Perseus gegenuber (57). Zehn Jahre spater, ausserte Badian noch einmal seine Meinung, dass es ein Defensivkrieg fur die Romer war, aber es blieb fur ihn offen, ob Perseus tatsachlich fur Rom gefahrlich war.
   When Macedon became more powerful and began
   to intrigate among the Greek states, the Senate-rightly
   or wrongly came to the conclusion that
   another war would have to be fought. Questionable
   diplomacy was used, yet in the end there was again
   no annexation (58).


In den sechziger Jahren, trifft man haufiger auf die Ansicht, die Romer hatten nicht Krieg gefuhrt, um sich vor Gebietsverlusten zu schutzen, sondern um ihre hegemonialen Interessen durchzusetzen. Pierre Grimal (Professor an der Franzosischen Schule von Rom und den Universitaten von Caen, Bordeaux und Paris), W. Hoffman und Hermann Bengson (o. Professor an der Universitat Munchen) sind derselben Meinung (59). Adalberto Giovannini schreibt in seinem Artikel uber diesen Krieg, Perseus habe eine Bedrohung des status quo nach Kynosephalai dargestellt.
   Mais si elle ne pouvait remettre en question la
   suprematie militaire de Rome en Orient, l' offensive
   diplomatique de Persee menaait bouleverser
   completement l' ordre que l' Senat, par l' intermediaire
   Flamininus, avait etabli en Grece avant d' evacuer le
   pays en 194 (60).


Fur einige Historiker, waren es die Klassenkampfe in Griechenland, die eine Ursache des Konflikts darstellten. Diese Kampfe wurden auf beiden Seiten von Rom bzw. von Makedonien unterstutzt. Fustel de Coulanges war der erste, der in seinem Buch Questions Historiques von 1893 bemerkte, dass Rom offenbar die herrschende Klasse in griechischen Stadten unterstutzte. Nach Briscoe, unterstutzte die makedonische Politik die unterdruckten Klassen (61), wahrend die romische die herrschenden Klassen begunstigte, womit aber der Senat sich vor allem die romischen Eigeninteressen zu sichern bemuhte (62).

Nach Arnold Toynbee, war die Ursache des Krieges die schlechte Behandlung Philipps durch Rom in den Jahren 185-184 v. Chr., die eine wenig gunstige psychologische Atmosphare und Empfindlichkeit auf Seiten Philips provozierte (63). In dieselbe Richtung geht auch der profilierte Artikel von Leo Raditsa "Bella Macedonica (64)." Kynoskephala und Magnesia verursachten einen Zustand von Intoleranz und Unbestandigkeit in dem Gebiet (65). Die Romer fuhlten sich immer verraten, wenn der schwache stark wurde oder zu werden schien (66). Es gab in Rom eine Gruppe von Politikern, die die Kriegserklarung gegen Makedonien wollten: das sei durch die Tatsache belegt, dass sie im Jahr Makedonien als Provinz forderten. Der Klassenkampf ist als Faktor des Kriegs belanglos, weil nicht alle Reichen in Griechenland pro-romisch und nicht alle Armen pro-makedonisch waren (als Antwort an Giovannini). Nach dem Besuch von Eumenes war der Krieg unvermeidlich (67). Die Furcht konnte ein tatsachlicher Grund fur die romische Entscheidung zum Krieg gewesen sein (68).

In den siebziger Jahren bezog eine Menge von Historikern eine gunstige Stellung zu Perseus. Charles F. Edson schriebt:
   ... the vilification of Perseus I our tradition shows
   only what desparate expedients the Roman and
   Romanizing historians were forced to adopt in
   order to justify Rome's attack on Macedon in 172 (69).


Ahnlich auch Lucca De Regibus in seinem Buch uber die Romische Republik, wenn er auch Polybianos' Bericht nicht so viel Vertrauen schenkt, wenn er die Geschichte des letzten Konigs von Makedonien behandelt. Viele Ereignisse, die als Grund fur die romische Kriegserklarung genannt wurden, waren ubergetrieben (70) und mussen als Teil der romischen Propaganda gesehen werden (71). Perseus wollte die Unabhangigkeit seines Konigtums bewahren und von neuem ein Gleichgewicht der Machte schaffen (72) Die Romer befurchteten aber die Moglichkeit einer Erneuerung der makedonischen Macht (73). Der Krieg kam mitten in diplomatischen Spannungen. Nach De Regibus scheint es, dass die Makedonier sich nur schutzen wollten, ohne jede Aggressivitat zum Schein zu geben.

Nach Harry Dell, wollte Perseus nur die Restaurierung des alten makedonischen Prestiges, aber Rom konnte eben dies nicht zulassen, besonders wenn es sich um ein Land handelte, mit dem Rom bereits zwei Kriege gefuhrt hatte (74). Nach Lindsay Adams der Ursache der Uberlieferung von eine Einfall kommt von eine faktische Moglichkeit eine reale in der Zweite Punische Krieg und von der romische Propaganda uber den II. Makedonischen Krieg (75). Die Zwei Faktoren, die zu dem III. Makedonischen Kriege fuhrten, waren das Misstrauen gegenuber Philip, und das Misstrauen gegenuber Perseus (76). Perseus versuchte erfolglos, den Krieg zu verhindern (77). Die Anfange des Kriegs hingen mehr mit der Veranderung der Verhaltnisse im hellenistischen Osten und mit neuen Tendenzen in der Haltung der nobiles Rom gegenuber zusammen. Perseus wurde in eine Sackgasse hineingetrieben (78).

Nach F. W. Walbank, nimmt Polybios eine bequeme Stellung ein, wenn er schreibt:
   "wie Philip II den Perserkrieg geplant und
   Alexander der Grosse ihn ausgefuhrt hat, so plante
   und bereitete Philip V den Krieg gegen Rom vor,
   und Perseus wurde nur zum Vollstrecker seines
   Willens." Diese Losung konnte nutzlich sein bei
   den ersten verirrten Schritten des Kriegs (79).


Die provozierenden Ereignisse, die zum Krieg fuhrten, sind einander im II. und III. Makedonischen Krieg so ahnlich, dass die polybianische Erzahlung recht glaubwurdig ist (80). Im Jahr 1993 ist Walbank emphatischer und schreibt, den Romer habe Perseus von Beginn an nicht und 172 habe der Senat endlich entschieden, ihn zu beseitigen (81).

Erhard Meisner kommt in seinen Monographie uber Aemilius Paulus (82) zu dem Schluss, Rom und Pergamon hatten sich zu einen Krieg gegen Makedonien verschwort.
   Den Hauptanlass fur den Beginn des Dritten
   Makedonischen Krieges hatte der Senat im
   Einvernehmen mit Konig Eumenes konstruiert,
   indem man fur einen Attentatsversuch auf den
   Herrscher von Pergamon den Makedonenkonig
   verantwortlich machte, obwohl keinerlei Beweise
   vorlagen (83).


Nach Malcolm Errington, verfolgten die Reformen von Philipp nur die Konsolidierung der Grenzen von Makedonien (84), aber Rom wollte dieses Konigtum kontrollieren (erstmals durch Demetrius (85)). Eumenes hat dann die notigen Vorwande fur die Romer gebracht und der Krieg konnte erklart werden; dies wurde dann zur offiziellen Version formuliert (86). Spater, verstarkten die romischen Historiker diese Vorwande weiter, um die Bella Iusta besser zu begrunden. Nach J. W. Rich, bestand der Grund der Verzogerung der Kriegserklarung darin, dass die Romer anfangs keine rechtmassigen Grunde fur einen Krieg hatten (87). Es ware ein Fehler zu glauben, dass die Ursache dieses Kriegs ein Standekampf war (88).

Die Grosse der romischen Armee ist ausschlaggebend fur Sherwin-White. Er schlagt diesbezuglich folgenden Aspekt vor: die zu geringe Truppenstarke als ein Motor des Angriffs auf potentielle Feinde wie Makedonien, Rom griff Makedonien aus psychologischen Grunden an (89). Harris aussert Kritik an diesem Fall, meint aber schliesslich, ohne wirkliche Beweise anzufuhren, es sei ein neuer Kriegsschauplatz benotigt worden (90). Er unterstreicht auch die Tatsache, dass die Konsuln 172 nach Ruhm strebten. Sie waren neue Amtsinhaber mit frischem Ehrgeiz. Nach William V. Harris (Columbia University) war Perseus keinesfalls aggressiv gegen Rom. Polybios rechtfertigte diesen Krieg mit einen bequemen Losung: Die Ursache dieses Kriegs existierte vor den man der Bescheidet (91). Die wirkliche Ursache war, dass die Romer ein neues Schlachtfeld brauchten.

H. H. Scullard (King's College, University of London) ist der Meinung, dass die Absicht Makedoniens friedfertig sein konnte, im vorsichtigen Rom aber feindlich wahrgenommen wurde. Trotzdem, folgt er hauptsachlich der polybianischen Uberlieferung und er erkennt diese an (92).

fdouard Will (Professor der Universitat von Nancy), aussert in seiner "Histoire politique du Monde Hellnistique (93)" antecedent seine Skepsis gegenuber der romischen historiographischen Tradition, d.h, auch Kritik an Perseus (94). Der makedonische Krieg war, seiner Meinung nach, ein "Produkt" der homines novi, die nach militarischen Siegen strebten und ihre finanziellen Bedurfnisse durch Kriegsbeute saturieren wollten, aber, "On comprend que les tetes le plus froides de Rome aient alors recul devant une aventure macedonienne don't les consequences etaient rigoureusement imprevisibles (95)."

Gruen bietet in seinem Werk, "The Hellenistic World and the coming of Rome" eine sehr interessante Analyse der Kriegsursachen an. Fur ihn, hatten die Griechen ein unklares Bild von Rom, was die Kompliziertheit der Verhaltnisse nur noch vertiefte. Die Romer haben, nach dem II. Makedonischen Krieg, Philippus nicht zum Klient gemacht und respektierten seine Selbstandigkeit (96). Die Idee, Rom habe Demetrius als makedonischen Thronanwarter gefordert, ist eine zeitgenossische Erfindung (97). Die traditionelle Idee, Perseus sollte den Hass seines Vater erben, verdient keine Aufmerksamkeit (98). Die Klagen von Pergamon gegen Makedonien wurden von den Romern Mitte 170 nicht als Kriegsgrunde verstanden, aber die Handhabung von Eumenes stellte dieselben Falle als antiromische Taten dar (99). Rom versuchte sein Bild und seine Reputation in Griechenland zu verbessern und zugleich den Einfluss des Perseus zu beschneiden ,doch beide Machte sind zu weit gegangen (100).

Nach M. Errington, ist die Ursache des Krieges ganz klar das Interesse, Beute zu machen und Sklaven zu bekommen:
   Die langjahrige Gewohnheit, unbekummert Beute und Sklaven zu
   sammeln, und der immanente politische Druck im Senat, den
   jahrlichen Konsuln eine Provinz zuzuweisen, wo auch sie die fur
   eine einflussreiche Stellung im Staate notwendigen militarischen
   Ehren gewinnen konnten, fuhrten dazu dass, unmittelbar nach Eumenes
   Besuch--seine Kontakte beschrankten sich selbstverstandlich nicht
   auf den formellen Auftritt im Senat--, den Livius darstellt, schon
   die Konsuln des Jahres 172 Makedonien als Provinz verlangten." "Die
   Prozedur ist so direkt, so verbluffend brutal gewesen, dass man
   folgern muss, dass schon im Jahre 172 die Entscheidung, Makedonien
   zu zerstoren, im Grundsatz gefallen war (101).


Nicht so starke Grunde finden N. G. L. Hammond und F. Walbank in "A History of Macedonia102." Die Romer wollten Makedonien zum Klient Staat machen. Polybios uberlieferte eine pro-romische Erzahlung (103).
   The Senate was determined to dip the wings of
   Macedonia as short as possible, and Flamininus
   and others were hoping to see Filip replaced by
   Demetrius, whom they expected to behave as a
   client king (104).


N. G. L. Hammond ein Jahr ist spater in seinem Buch "The Macedonian State (105)" noch emphatischer:
   As we have noted already, the evidence of the
   facts is rather that the Senate was the agressor and
   behaved with arrogance in the Second Macedonian
   war and in the war against Antiochus. And we must
   bear this in mind, as we consider the events leading
   to the outbreak of the Third Macedonian War (106).


David Golan (Universitat von Haifa) schreibt, in seinem Artikel uber Polybios und den III. Makedonischen Krieg (107), dass Polybios' Standpunkt der einer Geisel war (108), der Historiker aber uberliefert solche Details (109), die seiner eigenen Erzahlung widersprechen und legt die Verantwortung fur den Krieg eigentlich in romische Hande (110). Ziel der Romer war am Anfang , den Konig zu zwingen, mehr Respekt vor Rom zu beweisen (111).

Nach J. Bleicken war der Krieg nur eine Konsequenz der neuen hegemonialen Stellung Roms im Mittelmeerraum, wo ein Konflikt unvermeidlich war (112). William Reiter publizierte seine Biographie von Aemilius Paulus im Jahre 1988. Fur ihn rechtfertigte die polybianische und livianische Tradition einen ungerechten Angriff Roms gegen Makedonien (113). J. S. Derow scheint in seinem Kapitel uber den Niedergang des makedonischen Konigtums in der zweiten Auflage der CAH eine ahnliche Meinung wie Gruen zu vertreten. Rom wurde nach Apamea immer intoleranter gegen jeden Zweifel an seiner Autoritat und Hegemonie in seiner hellenistischen Umgebung.
   The reassertion of Macedon's position in Greece was quite simply
   incompatible with Roman supremacy there-with, that is, the
   supremacy of Roman orders and the closely related desire, displayed
   clearly by the Senate in the 180s, that all matters of contention
   should be referred to Rome. There could not be two arbiters. As
   Perseus became more and more an alternative focus, the possibility
   grew apace that there would be two. As had been the case with
   Antiochus from 197, Roman control of affairs was felt to be at
   risk. The answer would be the same (114).


Pavel Oliva (Akademie ved Ceske Republiky) sieht in Perseus einen Konig ohne aggressive Absichten, dessen Politik freilich nicht dem romischen Geschmack entsprach. Die Uberlieferung ist also fur Oliva nicht vertrauenswurdig.
   Perseus, jenz roku 179 po smrti Filipa V. vstoupil na makedonsky
   trun, obnovil pratelstvi s Rimany a ihned usiloval o tom, aby se
   zaHbil Rekum. Poskytoval ochranu tem, kteff uprchli pro dluhy, ci
   byli odsouzeni k vyhnanstvi, anebo byli stihani pro provinern proti
   krali. Jeho postup vzbudil vsak podezrem Rimanu a jejich stoupencu
   v reckych obcich a spolcich (115). V roce 172 se jiz schylovalo k
   3. Makedonske valce. Ramane svadeli vinu na Persea. Nern vsak sporu
   o tom, ze Perseus-prave tak jako Filip na sklonku sve vlady-nemel
   zajem vyvolat stretnutL Byl se dobre vedom mocenske prevahy nmske
   rise. Iniciativa byla na strane Rimanu a oleje do ohne prileval
   jejich nejvernejsi spojenec ve vychodmm Stfedomori, Pergamon (116).


H. Heftner folgt in seinem Buch von 1997, einer psychologische Erklarung der Ursachen des Krieges. Seiner Ansicht nach, instrumentalisierte Eumenes in psychologisch hochst raffinierter Weise die typischen Angste und Vorurteile der romischen Senatoren zu seinen Gunsten (117)." Nach Valerie Warrior, folgte Rom in der hellenistischen Welt einem wohlbedachten Eroberungsplan: "Rome had achieved a cunning means of initiating overseas war which she was to reapeat in her wars against Antiochus of Syria and Perseus of Macedon: diplomacy backed by threat of military force (118)." R. Vishnia gibt uns eine Beschreibung der romischen Szene in der Zeit nach dem Zweiten Punischen Krieg (119). Zwischen 172 und 170 gab es in Rom viele Falle von Korruption aus dem Verwalter der Provinzen gemacht (120). Scheinbar wuchs der Ehrgeiz in Rom und die Armee wartete darauf, sich auf der Suche nach neuen Abenteuern, nach Beute und Reichtum einschiffen konnen.

3. Zusammenfassung

Abschliessend konnen wir unseren Uberblick uber den Forschungsstand folgendermassen zusammenfassen:

1. Es gibt drei verschiedene Theorien uber die Ursache des Bellum Persicum: A. "Aggressiv". B. "Defensiv" C. "Psychologisch"

2. Die Mehrheit der Autoren vertritt die "defensive" oder "aggressive" Tendenz. Die defensive steht an erster Stelle, gefolgt von der aggressiven und endlich der psychologischen.

3. Eine grosse Mehrheit der Autoren, die diesen Theorien zustimmt, stimmt auch darin uberein, dass die Grunde fur den Makedonischen Krieg in den "Intrigen" Konig Perseus' zu finden sind. In der dynastischen Allianz ist Seleukos IV, Expansionsplane nachNord-Griechenland, Probleme mit Aetolia, Lykia und Kreta. Sie versuchten sogar, Konig Eumenes von Pergamon, der ein Freund Roms war, zu ermorden. Ausserdem weisen einige Historiker auf den Besuch des Konigs in Delphos hin. Die "Aggressiv"-Theorie ist der Meinung, Rom habe Krieg fuhren wollen (es gibt verschiedene Grunde) und Perseus habe das nicht verhindern konnen. Diese Theorie stimmt detailliert mit die Uberlieferung von Appian uberein121 Die Historiker, die die Makedonische Geschichte behandeln, unterstutzen diese Theorie ebenfalls (122).

4. Die "Defensiv"-Theorie besagt im Grunde, dass Perseus nicht nur den makedonischen Thron von seinem Vater erbte, sondern auch den Hass auf die Romer und die Bereitschaft zu einem Rachefeldzug gegen Rom. Diese in Rom sicher als offiziell geltende Meinung wird in der livianischen und polybianischen Uberlieferung dargestellt (123).

5. Die Theorie, die wir als psychologische bezeichnen, besagt, dass die Romer Opfer ihrer eigener Furcht waren. Die Romer hatten friedliche Absichten, aber ihre irrige Wahrnehmung der politischen Schritte der Makedonier hatte den Krieg zur Folge (124).

6. Einige Historiker haben Zweifel, ob auf der Grundlage des gegenwartigen Informationsstandes uberhaupt eine realistische Einschatzung moglich ist (125).

7. Die "defensive" Erklarung ist die alteste und wurde meistens im 19. und im grosseren Teil des 20. Jh. vertreten. Nach dem Zweiten Weltkrieg erreichte sie ihren Hohepunkt.

8. Es gibt noch keine Forschungsarbeit, die in tieferer Weise die Politik innerhalb des romischen Senats und die Interessen fur oder gegen den Bellum Persicum analysieren wurde. Fragen, die offen bleiben, sind zum Beispiel.

Waren die Makedonischen Kriege ein Kampf zwischen zwei Regierungsformen, der Republik und der Monarchie (126)? Welche wirtschaftlichen Interessen standen hinter diesem Krieg? Ist dieser Krieg ein Beispiel von aggressiver Politik oder von Verteidigungspolitik? Diesen Fragen und Problemen werden wir auf den folgenden Seiten nachgehen.

Notas

(1.) Besonders: Benecke, P.V.M 1930. The Fall of the Macedonian Monarchy. In: Cook, S.A., Adcock, F.E. and Charlsesworth, M.P. The Cambridge Ancient History. Vol. VIII. Rome and the Eastern Mediterranean 218-133 B.C. Cambridge, und: Derow,J.S. Rome, the Fall of Macedon and the sack of Corinth. In: Astin, A.E., Walbank, F.W., Frederiksen, M.W., & Ogilvie, R.M.1990. The Cambridge Ancient History. Vol VIII. Rome and the Mediterranean to 133 B.C. Cambridge.

(2.) Kahrstedt, U 1911. Zum Ausbruche des dritten makedonischen Krieges". In: Klio. Bikerman 1953. "III Initia belli Macedonici." In: Revue des Etudes Grecques. Tome LXVI. Paris. Giovannini, A 1969."Les origines de la 3e. Guerre de Macedoine." Bulletin de Correspondance Hellenique. XCIII. II. Paris. Walbank, F.W 1977. "The Causes of the Third Macedonian War. Recent views." In: Ancient Macedonia II. Thessaloniki. Raditsa, L.1972. Bella Macedonica. In: Aufstieg und Niedergang der romischen Welt. I. 1972. New York. Adams, W.L. 1982. "Perseus and the Third Macedonian War." In: Philip II. Alexander and the Macedonian Heritage. Washington.

(3.) Gerlach 1857. Perseus und Lucius Aemilius. Paulus. Bonn. Gerlach 1857. Perseus, Konig von Makedonien. Basel. Walek, T 1924. Dzieje Upadku monarchji macedohskiej. Krakow. Meloni, P 1953. Perseo e la fine della monarchia Macedone. Roma. Regibus, L 1972. La Reppublica Romana e gli ultimi re di Macedonia. Roma.

(4.) Flathe.1834. Geschichte Makedoniens und der Reiche. Vol II. Leipzig. Ginouves, R 1994. Macedonia. From Philip II to the Roman Conquest. Princeton. Errington,M 1986. Geschichte Makedoniens. Munchen. Hamond, N.G.L und Walbank, F.W 1988. A History of Macedonia. Oxford. Hammond, N.G.L 1989. The Macedonian State. Origins, Institutions and History. Oxford. Oliva, P 1995. Recko mezi Makedonii a Rimem. Praha.

(5.) Farwell, Ch. 1935. "Perseus und Demetrius." In: Harvard Studies in Classical Philology. Vol.XLVI. Harvard. Walbank, F.W. 1941. "A note on the embassy of Q.Marcius Philippus." In: The Journal of Roman Studies.Vol. XXXI. Bivona, L. 1956. Sui rapporti fra Perseo e la Reppublica Romana" In: [TEXTO IRREPRODUCIBLE EN ASCII.]. II. Briscoe, J. 1964. Philippus and the Nova Sapientia." In: JRS. IV. London. Palermo. Briscoe, J. 1967. Briscoe, J. 1967. "Rome and the class struggle in the Greek States." 200-146 B.C. In: Past and Present. 36-38. Oxford. Mendels, D. 1978. "Perseus and Greece." In: Ancient Society. 9. Leuven. Dell, H. 1977. The Quarrell between Demetrius and Perseus. A note on Macedonian National Policy." In: Ancient Macedonia III. Thessaloniki. Gruen, E. 1976. "Class, conflict and the Third Macedonian War" In: American Journal of Ancient History. Vol 1. 196. Borza, E. 1967. Timber and Politics in the Ancient World: Macedon and the Greeks." In: Proceedings of the American Philosophical Society. Vol.132. Number 1. March. Errington, M. 1974. Senatus consultum de Coroneis and the Early Course of the Third Macedonian War.In: Revista di Filologia e di Instruzione Classica.Torino.

(6.) Meisner, E 1974. Lucius Aemilius Paulus Macedonicus und seine Bedeutung fuer das Roemische Reich (229-160 V.Chr). Bischberg. Reiter, W 1988. Aemilius Paulus. Conqueror of Greece. London.

(7.) Werner, R. 1977. Quellenkritische Bemerkungen zu den Ursachen des Perseuskrieges In: Grazer Beitrage Zeitschrift fur die Klassiche Philologie 6.

(8.) Meyer, E. 1924. Die Schlacht von Pydna. In: Kleine Schriften 2. Halle. Kromayer, J 1907. Antike Schlachtfelder in Griechenland. II. Band. Von Kynoskephalae bis Pharsalos. Berlin. Vulic, N. 1935. Guerre du Roi de Macedoine, Persee avec Rome den dans les environs d' Orchid en 170-169 ab. J. C. In: Bulletin de L' Academie des Lettres. Belgrade. Botre, C. 1997. "Roma ed il regno di Macedonia. Il loro conflitti nello studio di alcune documentazioni numismatiche." In: Rivista Svizzera di Numismatica. Berna.

(9.) (Niebuhr, 1847:202).

(10.) "Perseus spann weite und seine Plane und verfolgte sie mit unermudlicher Beharrlichkeit; aber wenn die St unde schlug und das wasangelegt und vorbereitet hatte, ihm in der lebendigen Wirklichkeit entgegentrat, erschrak er vonseinem eigenen Werke. Wie es beschrankten Naturen eigen ist, ward ihm das Mittel zum Zweck; er haufte Schatze fur den Romerkrieg und als die Romer in Lande standen, vermochte er nicht von seinen Goldstucken sich zu trennen." (Niebuhr 1847:734). "Es lag in der Natur der Sache, dass Makedonien jetzt die Plane von Hannibal und von Antiochos wieder aufnehmen und versatile musste sich and die Spitze einer Coalition aller unterdrucken Staaten gegen Roms Suprematie zu stellen; un allerdings gingen die Faden vom Hofe zu Pydna nach alle Seiten." Niebhuhr (1847:734).

(11.) (Peter, 1853: 516).

(12.) Den Krieg brach schliesslich wegen des Einflusses von Konig Eumenes von Pergamon im romischen Senat aus (wie bei Polybios)."The flame was fed by the assiduous complaints of Eumenes who in 172 B.C. persuaded the Senate, in spite of Perseus remonstrances, to prepare secretly for war" (How&Leigh, 1896 :276).

(13.) "C'etat bien son intention, en eff et; mais la responsabilite en revient, convenons- en a l' attitude des Romains a son egard" (Colin, 1905: 378).

(14.) (Colin, 1905: 236).

(15.) "... ;et c'est ainsi qu' elle s' est resolue a precipiter la crise coute que coute; a refuser tout arrangement, et a poursuivre les hostilites jusqu'a la ruine definitive de Persee. " (Colin, 1905:384).

(16.) (Colin, 1905: 385).

(17.) "Der Krieg gegen Perseus (172-168), den Sohn Philipps von Mazedonien, der die Wiedereroberung der seinem Vater von den Romern entrissenen Provinzen versuchte, schien eine Reaktion gegen den merkantilen Geist zu bedeuten." (Ferrero, 1908:39)

(18.) "While he sought and procured recognition as king and Friend of Rome, it seems that he tried to induce some northern barbarians to invade Italy. Nothing came of this, but the Senate heard of the design." (Heitland, M.A., 1911:180)."There was trouble in Aetolia, in Crete, in Lycia; and Rome, engaged in wearisome western wars and afflicted with plague in the city, was in no mood for another Macedonian war. (...) Disorders were spreading, Perseus meant war, and was fast gaining popularity in Greece (...) Thus in 172 the Senate could delay no longer. They declared the king of Macedon a public enemy and began openly to prepare for war." (Heiland, 1911:181).

(19.) "Perseus trat nun in die Fussstapfen seines Vaters, knupfte uberall Verbindungen mit den benachbarten Fursten, mit Bithynien, Syrien, den griechischen Demokraten an und erschien und war auch wirklich der Mittelpunkt aller Rom feindlichen Bestrebungen im Osten, die sich zu einer antiromischen Liga auszugestalten drohten. Das war auf die Dauer ein unleidlicher Zustand." (Hartmann, L.M. und Kromayer, J., 1919: S.76).

(20.) "The general withdrawal of Rome's Eastern armies in 188 seemed for the moment to prove that the Scipios had succeeded in completely reforming Rome's foreign policy." (Frank, T 1914:190). "He hated their policies because he was a narrow minded and practical farmer of the type that instinctively favors expansion only if it pays and does not involve a breach of a legal code." (Frank, T 1914: S.192).

(21.) "What Philip failed to understand was that Cato, although neither philhellenic enough to desire a foothold for Rome in Greece, was too much of a patriot to let an insult to the state pass unchallenged." (Frank, T 1914: 196).

(22.) "When finally Eumenes came to Rome in 173 with an overall catalogue of Perseus suspicions acts, the senate was convinced that it was wise openly to counteract act the King's influence in Greece." Frank, T 1914: 204). Es scheint dass Frank wunschte dass Perseus hatte eine starkere Reaktion gegen die Romisches Imperialismus."Of course this open activity against Perseus was intolerable to that King, but instead of meeting it with arms as it deserved, he began to quail before the contest, and merely asked what was desired of him." (Frank T: 205).

(23.) "Mazedonien drohte die romische Vorherrschaft in Hellas zu verdrangen. Den Anstoss zum Kriege gab die Anklage des Eumenes in Rom (172), der Ausbruch erfolgte 171." (Strehl, 1914: 210).

(24.) "Man kann es nun einmal nicht vertuschen, dass Rom ohne eigentlichen Grund den Krieg vom Zaune gebrochen hat, dass der Krieg beschlossen wurde, ehe ein Grund dazu vorlag und man also vor sich selbst zugab, dass man einen Vorwand wunschte, um uber Makedonien herzufallen, dass Rom immer noch die Miene des nur die notige Genugtuung fur erlittenes Unrecht Heischenden zur Schau trug, der offentlichen Meinung Sand in die Augen streute mit der Beteuerung man ruste nur fur den Fall, dass diese ausbliebe, als man langst entschlossen war, den Krieg auf jeden Fall--mochte an Genugtuung geboten werden, was da wollte--zu eroffnen, dass Rom endlich den letzten Friedensversuch, der erfolgte als Sicinius'Landung schon den Krieg eroffnet hatte, abwies und doch noch den Mut fand, durch zwecklose Harte der privaten Makedonen revenuer den Beleidigen zu spielen." (Kahrstedt, U.1911:429).

(25.) (Kahrstedt, 1911:4).

(26.) "An diesem von Hass gegen die romischen Bedrucker erfullten Hofe wuchs der Kornprinz Perseus auf. Da er ungefahr 212 geboren war, nahm er als selbstandiger Beobachter an den wechselnden Schicksalen seines Vaters teil. Er hatte anfangs mit Philipp auf Festigung und Erweiterung der wankenden Herrschaft hoffen konnen, dann erfuhr er, wie diese Hoffnung durchs Roms Eingreifen verteilt wurde." Heiland, P 1913:8). Auch "In seinem Verhalten gegen Rom beobachtete Perseus wie sein Vater zunachst eine ablehnende Haltung und unterdruckte in Makedonien zuerst die romisch gesinnte Partei, dahin gehort die Beseitigung des Antigonus, der eben von, den Bastarnern zuruckkehrte." (Heiland, 1913:13).

(27.) (Heiland, 1913:32).

(28.) (De Sanctis, 1923: 266). In das Enciclopedia Italiana einige Jahre spater er wiederholt diese Idee. "Alla morte di Filippo (179), P. ebbe cura di rinnovare il trattato con Roma, ma nello stesso tempo continu la preparazione politica e militare della riscossa." (De Sanctis, 1929: 803). Perseus war schuldig des Attentats gegen Demetrius "di cui senza prove fu ritenuto istigatore P." (De Sanctis: 803). Der Artikel von Geyer in PW zustimmt die Quellen "Seine Rede hat im Senate den Entschluss zum Kriege gezeigt; denn die Romer trauten dem Perseus dieselben feindlichen Plane zu wie Eumenes." (Geyer. Perseus. In: Paulys 1928. Makedonien: 760.)

(29.) (De Sanctis, 1923: 274).

(30.) In der franzosichen Zusammenfassung seines auf polnisch verfassten Buches schreibt Walek: "Persee voulait conserver lindependance de son royaume et meme augmenter son influence et son prestige, surtout chez les Grecs, mais d' autre part il tremblait devant les consequences de cette politique surtout devant la plus redoutable, la rupture inevitable avec Rome." (Walek, 1924:336).

(31.) "Perseus byl rowniez wolny o porywcyosci I brutalnosci, posunietej nieraz do okrucienstwa, jaka znamionowala jego ojca. Spokoj I panowanie nad soba, powaga I godnosc w wystepach na zewnatrz, gorliwosc I sumiennosc w pelnieniu oboiazkow krolewskich, zdawaly sie cechowac Perseusa jako urodzonego wladce. " S.195. "Il avait decide la perte definitive de la royaute macedonienne et preparait methodiquement, par une action diplomatique admirable, l'ouverture des hostilites. Devant la volonte inflexible du senat, tous les efforts de Persee pour conserver la paix furent vains." (Walek, 1924:336).

(32.) (Benecke, 1930: 246).

(33.) "But it is not all likely that the Romans wished to promote friction or to provide themselves with frequent opportunities for interference: they had quite enough to occupy their attention without having to fight in the East. Diplomatic missions had to be sent frequently: the object was generally to prevent the incipient quarrels from growing so serious as to make it necessary for Rome to intervene by force..." Benecke, 1930.S.242.

(34.) (Piganiol, 1930: 228).

(35.) "Dopo la soluzione data alle faccende d'Eno e di Maronea e l'umiliazione fattagli patire per mezzo del figlio Demetrio, il re decise piu che mai di rompere aperta guerra contro I Romani, tanto piu che i suoi intenti erano stati chiariamente compresi dall'ambasciata che ne aveva riferito in Senato." (Pais, E. 1931: 236).

(36.) (Kornemann, E 1938: 335).

(37.) (Kornemann, E:336).

(38.) "Nach dem syrischen Kriege begann Philipp V. energisch an der Wiederherstellung seines Landes zu arbeiten. Ein Krieg mit Rom war nicht sein Ziel, aber er strebte danach, Bedingungen zu schaffen, unter denen Makedonien weiter als selbstandiges Reich bestehen konnte" (Rostovtzeff, M. 1942: 100).

(39.) "Es ist nicht zu verwundern, dass Rom unter diesen Umstanden von der wachsenden Starke Makedoniens beunruhigt wurde. Sie musste fruher oder spater zur vollstandigen Ausschaltung Roms aus den griechischen Angelegenheiten fuhren; und das konnte nach Ansicht des Senats eine Lage schaffen die dem Osten den Versuch eines Angriffs auf Rom ermoglichte. In Anbetracht dieser Gefahr moglicher zukunftiger Verwicklungen entschied sich Rom im Jahre 171, den Krieg gegen Makedonen aufzunehmen" (Rostovzeff, 1942. S. 101).

(40.) "... mantenere il predominio romano senza occupazioni territoriali (prottetorato e non anessione), indebolire gli stati piu forti nel mondo greco (Macedonia e Acadia, Siria ed Egitto), servirsi del regno di Pergamo come strumento della politica romana di fronte alla Macedonia e alla Siria, sviluppare gli elementi interni di disgregazione degli stati greci, procurandosi in essi degli amici sicuri mediante il favore accordato ai ceti piu ricchi, springere gli stati greci a seguire i desideri di Roma nelle loro decisioni de carattere politico; proteggere gli stati minori" (Corradi, G. 1945: 179). Auch "I Romani non aspiravano a conquiste ne nella Macedonia ne in altre parti del mondo Greco, ma prestarono ascolto ai reclami di Eumene.." (Corradi 1945:180). "Tutto quello che Perseo aveva fatto negli ultimo anni non poteva certamente non preoccupare il Senato, che avebbe fata volentieri la guerra al re di Macedonia, se questi ne avesse dato il pretesto, e se Roma non fosse stata troppo impegnata altrove;..." (Corradi, 1945:193).

(41.) "Nessun dubbio poteva esservi ormai sulla politica romana verso la Macedonia, ne sui sentimenti di Filippo verso Roma. Ma Filippo non era pronto ad una Guerra, e doveva guadagnar tempo per aver agio di preparare la rivincita." (Corradi, 1945:181).

(42.) "La tradizione a noi pervenuta e ostile a Perseo, com'e naturale preche fu l'ultimo re di Macedonia e fu un vinto." (Corradi, 1945:190).

(43.) (Pareti, 1952:38). Andere Historiker dieses Jahrzehnts wiederholen noch die Version von Polybios. "Podporovali Filipova syna Demetria, kter" jim byl naklonen. Ale Perseovi, druhemu synu Filipovu, nepriteli Rdmanu, podarilo se odstranit bratra a po smrti otcove se stal Perseus makedonskym kralem." (Maskin, 1952: 208)."Als Perseus 179 die Nachfolge seines Vaters antrat, erneuerte er zunachst das Bundnis mit Rom, aber auf beiden Seiten glaubte man nicht mehr recht an die Freundschaft. Perseus setzte im Sinne seines Vaters die militarische und finazielle Rustung seines Landes fort." (Vogt, 1959: 150). "Die Rustungen, die Philipp noch begonnen, hatte sein Sohn und Nachfolger Perseus fortgesetzt. Ein zwanzigjahriger Frieden hatte die Lucken ausgefullt, die der voraufgegangene Krieg geschlagen. Eine neue Generation war herangewachsen, das Heer war im Kampf gegen die benachbarten Barbaren geschult und die Kasse gefullt. Sogar in Griechenland fand Perseus Sympathien. In Rom erkannte man, dass ein neuer Krieg unvermeidlich ist." (Altheim, 1956: 117-118). Auch A.Heuss: "Man hatte von ihm die Fortsetzung der politischen Linie seines Vaters zu erwarten." (Heuss, 1960:109).

(44.) (Meloni 1953)

(45.) "... ma due consuli designati plebei, i quali non avevano prima d'allora avuto responsabilita belliche di qualche rilievo; stessa estrazione e stessa esperienza di Guerra avranno i primi consoli che condurranno le operazioni: P. Licinio Crasso nel 171, A. Ostilio Mancino nel 170" (Meloni, 1953: 443).

(46.) "Cosi anche nei riguradi degli stati ellenistici la diplomazia di Perseo si sforzo di stringere amicizia e rapporti dinastici con quelle potenze che la Guerra siriaca aveva lasciato deluse nelle loro aspirazioni, irritate contro Roma e contra il solo grande profittatore, il regno di Pergamo. La Macedonia fu in tal modo indirizzata verso una politica estera sommamente pericolosa;.." (Meloni 1953:448).

(47.) "Alla fine del 173 era gia a Roma chi attendeva la guerra e la desiderava: i consoli designati per il successivo 172, C. Popilio Lenate e P.Elio Ligure." (Meloni, 1953:150).

(48.) "... il senato si senti confermato nella sua decisione di non tollerare pio a lungo il pericolo macedone" S.449. "Il fato nuovo dal quale scaturi la decisioni di fare la guerra fu la relazione di Eumene al Senato nei primi mesi del 172, la quale mostro in tutta la sua gravita un pericolo prima solo intuito: cosi notevole fu l'allarme suscitato che non si senti neppure il bisogno di attendere il ritorno dell[acute accent]ambasciata dall'oriente prima di prendere una risoluzione tanto grave." (Meloni, 1953: 151)." La guerra fu cosi decisa; il timore che Perseo potesse prendere l'iniziativa di operazioni le quali avrebbero messo in difficolta le posizioni romane e fors'anche il desiderio di non allarmare troppo presto l'opinione pubblica, persuasero a circondare tutto quanto fosse connesso con la missione di Eumene con la massima segretezza." (Meloni, 1953:58-159).

(49.) "Questa cura di non provocare la reazione romana fu viva per tutto il suo regno anche quando l'urto armato era, agli occhi di chiunque avesse esaminato serenamente la situazione, inevitable;..." (Meloni 1953: 446).

(50.) "Pure probabilmente Roma avrebbe ancora atteso qualche anno prima di decidersi a prendere le armi, se non fosse intervenuto un fatto nuovo nei primi del 172: la denuncia portata al Senato da Eumene." (Meloni, 1953: 450-451).

(51.) "Ne si pud dire che le aspirazioni dei soldati ad avere una ricca parte del bottino siano state soddisfatte, se fu proprio la loro aspettativa delusa a constituire il principale motivo di opposizione al trionfo di Emilo Paulo. Questo dimostra che l'unita e la potenza della classe militare, indicata come fautrice ed istrigatrice della nuova guerra contro Perseo, in realta erano ben modeste e di scarsa influenza." (Meloni, 1953:443).

(52.) "Non e ugualmente da credere che una parte di primo piano sia stata giuocata da capitalisti ed appaltatori, prevalenti nel senato: la prova evidente la si pu trovare nella decisione presa dal senato dopo Pidna di proibiri lo sfruttamento delle miniere e dei latifondi regi" (Meloni 1953: S.443).

(53.) "Le complexe de securite, le souci de ne pas avoir "des voisins trop puissant et redoutables", tel etait, selon Polybe, le ressort secret de la politique romaine." "Et si la guerre menee dans son propre pays est devastatrice, la guerre conduite sur le territoire d'autrui rapporte. Des veterans s'enrolent pour la guerre contre Persee en songeant a la richesse des soldats qui on fait la guerre contre Philippe ou la campagne d' Asie contre Antiochos." (Bickermann, 1953 :481-482).

(54.) (Bickermann, 1953: 504). Bickermann spricht in seinem Artikel uber zwei Tendenzen. Eine folgt Polybios, sie besagt: "L'origine des malheurs irreparables de la maison royale de Macedoine "c[acute accent]est le depit de Philippe V. Il avait aide les Romains contre Antiochos III et les Etoliens, loyalement et effectivement (191-181 av.J.C). Frustre des recompenses attendues, il ne songea qu'a la revanche. "Le soleil ne s'est pas encore couche pour la derniere fois" Heritant de toute la haine de son pere contre Rome, Persee fut l[acute accent]executeur docile de la volonte de Philippe." (Bickermann 1953 :479-480). Die andere folgt Appian und besagt, Rom habe diesen Krieg erklart "..pour n' avoir pas sur le flanc "ce roi verteux, sage et populaire, cet ennemi hereditaire, si soudainement devenu puissant" (Bickermann 1953 :480). Fur die Ratgeber des Perseus war der Anlass dieses Kriegs von der romische Seite nicht Appetit auf Geld oder Land, sondern die Ungewissheit der Zukunft "Voici quelle etait, selon les conseillers de Persee, la raison veritable de la guerre: les Romains n[acute accent]ont pas besoin d' argent ni de territories. Mais ils savent que les Empires son exposes a mille chances." (Bikermann 1953:504-505). Der Vergleich zwischen den polybianischen und der appianischen Version ergibt ein paradoxes Resultat: "tandis que Polybe est l' advocat des Romains, les annalistes condamnent la politique du Senat." (Bickermann, 1953: 481).

(55.) (Bivona, 1956: 61).

(56.) "In Macedon matters were different. The Romans never quick to forget such things, had not forgotten the two bitter wars against Philip, and his help against Antiochus had failed to pacify them completely." (Badian, 1958: 92).

(57.) "It is clear that, suspect from the beginning as the enemy of Demetrius, he increased Roman suspicions by his dynastic policy and by taking the other side in the class struggles in Greece; he may also have been guilty of intrigues in Illyria, though our evidence proves only that he was willing to cultivate useful friendships there. When Eumenes finally paid a personal visit to Rome in order to accuse the king, the Senate decided to act. Troops were sent to Illyria, and a mission was dispatched to Greece to ensure the supremay of the pro-Roman party in all states." (Badian, 1958: 95).

(58.) (Badian, 1968: 3).

(59.) "No parece, desde luego, que Perseo quisiera obtener de Roma mas que una igualdad de derecho, una especie de reparto equilibrado del mundo, tal como se practicaba en el Oriente Helenistico. Pero los romanos por su parte no aceptaban las relaciones de fuerza mas que en beneficio propio ..." (Grimal, 1996 :44). "Die Romer wollten kein starkes Makedonien, so blieb z.B. die Peloponnesos hinfort jedem makedonischen Einfluss entzogen. Anstatt dessen aber hatte der Makedonenkonig nicht nur in Eumenes II, mit den er wegen der Stadte Ainos und Maroneia in Thrakien in Streit geraten war, sondern auch in Tessalien erbitterte Feinde, die um die Hilfe der Romer nachsuchten (186/5)." (Bengtson, 1967: 126).

(60.) (Giovannini, 1969: 860).

(61.) "In the fourth century Philip II of Macedon supported the upper classes, and this continued to be the policy of the rulers of Macedon down to Antigonus Doson. The policy was reversed by Philip V, who came to the throne of Macedon in 221 B.C. He is known to have encouraged civil strife and to have attempted to won popular favour by wearing common dress and portraying himself as a man of the people." (Briscoe, 1967: 3).

(62.) "I believe that in the 190's Rome's natural preference was for oligarchic governments-other things being equal- but she was prepared to take support from whatever source it came and never dreamed of pressing her ideological predilections to the point where they endangered her own best interests." (Briscoe 1967: 7)."Rome's object was to win the wars in which she was engaged and to maintain the control over Greek affairs which her military success bestowed on her. To this end the senate was glad to accept support from those who were willing to give it to her, irrespective of their position in the internal politics of their own states." (Briscoe, 1967:19).

(63.) "Rome was consistently pursuig her policy of managing the Greeks by playing them off against each other, but, by this time, she had stripped off the velvet glove from the iron hand. Rome's temper, in her dealings with the Greeks, had changed from mild contemptuosness to nervous grimness. This change in the psychological atmosphere of Romano-Greek relations had been a consequence of the Roman Government's mishandling of Philip V in 185-184 B.C. Philip's bitterness over this had made him resolve to try conclusions with Rome against;..." (Toynbee, 1965: 471).

(64.) (Raditsa, 1972).

(65.) "In the larger perspective, it appears that Cynoscephalae and Magnesia by simplifying and therefore rigidifying the political arrangements in the Mediterranean created a situation of increased intolerance to sovereignty, to independent movement and initiative and therefore of increasing instability." (Raditsa, 1972: 582).

(66.) "Full of pity for the weak, the Romans felt betrayed when the weak grew stronger." (Raditsa: 584).

(67.) (Raditsa: 94).

(68.) "If we speak of fear as reason for the Bellum Persicum, we must speak of a fear which increased after great victories. " (Raditsa:578).

(69.) (Edson, 1935: 202).

(70.) "La tradizione liviana-polibiana illustra gli eventi degli ultimi anni di Filippo V quali precedenti della guerra contro Perseo: insiste, cioe, sul motivo che ogni azione di Filippo V, negli ultimo anni di regno, fosse esclusivamente determinata dal suo desiderio di rivincita contra Roma e dal suo bisogno di preparare i mezzi per tale guerra e dalla sua abilita nel saper attendere il momento opportuno per scatenarla. Forse c'e dell'esagerazione; e, per la parte attendibile, va tenuto conto che i Romani, a quanto sembra, non hanno fatto nulla per distogliere il sovrano macedone da tale stato d'animo." (De Regibus 1972: 160-161).

(71.) "Nel periodo della tensione diplomatica alcuni episodi furono intenzionalmente prospettati in una luce atta ad essere sfruttata dalla propaganda sulle responsibilita di guerra." (De Regibus: 172-173). "Per meglio risolvere il problema dei suoi rapporti coi vicini Dardani, Filppo V svolse abile ed intensa attivita diplomatica cogli Scordisci e coi Bastarni; ma ch' egli stimolasse costoro ut in Italiam irrumperent e forse una semplice ipotesi della tradizione polibiana-liviana impostata sul tema della progettata guerra di rivincita contro Roma." (De Regibus:164).

(72.) "ora il partito nazionale macedone, se non anche la causa della liberta greca, poteva lusingarsi di tentare una nuova politica di indipendenza e di equilibrio tra Occidente ed Oriente." (De Regibus: 171).

(73.) "Erano forse ancora solo delle precauzioni (come sempre tra nazioni, finitime o non, quando le relazioni diplomatiche he sono troppo tese); ma rivelavano piu una volonta di guerra che di accomodamenteo. Alla guerra tuttavia Perseo non sembrava ancora deciso. Fu il consiglio della corona che pose un limite alla sua arrendevolezza? O fu quella dignita e quella fierezza che saltuariamente pur traspaiono anche dalla tradizione sistematicamente avversa? Il Romani temevano il rifiorire del regno di Macedonia" (De Regibus, 1972:174-175).

(74.) (Dell, 1973:71).

(75.) "The origin of the invasion tradition probably results from the real possibility of such a thing in the Second Punic war and from their own propaganda of the Second Macedonian War. The Roman populace had become accustomed to this threat as part of the traditional Macedonian menace." (Adams, 1982: 242).

(76.) "The two major factors the influencing the origins of the Third Macedonian War have nothing to do with the actual events leading up to the outbreak of hostilities: the aura of distrust left by Philip from two previous wars, and the specific distrust of Perseus. When Philip died in 179, Perseus came to the throne amid preconceived Roman suspicions and prejudices." (Adams, 1982: 245).

(77.) "His actions reverse that portrait and instead show a king desperately trying to avoid conflict at almost any cost." (Adams, 1982: 245).

(78.) "The origins of the Third Macedonian war lie not so much in the actions of Perseus, or of Rome, but in the changing nature of Rome's relations to the Hellenistic East and the change in the attitudes of the nobilitas. Perseus was merely caught up between them." (Adams, 1982: 256).

(79.) "These "long term" explanations were perhaps a healthy reaction against the superficial confusion of the first actions of a war with its causes: but in Perseus' case the theory is not convincing. In the first place, it is very unlikely that during his last ten years Philip V was planning a war on Rome; and secondly our sources show Perseus doing all he could to avoid fighting the Romans." (Walbank, 1973: 81).

(80.) "History can of course repeat itself; but rarely as soon, and so precisely." (Walbank, 1973:83).

(81.) "... Perseus (179-168) was disliked by the Romans from the start-they had backed his younger brother Demetrius for the succession but Philip had executed him for treason- and regarded with suspicion because he tried to recover influence and win good will in Greece. In 172 the Senate decided to eliminate him.." (Walbank, 1973: 238).

(82.) (Meisner 1974).

(83.) (Meisner 1974:72).

(84.) "In practice all this amounted merely to consolidating Macedon against the constant threats from the tribes of the Northern Balkans." (Errington, 1974: 197)

(85.) "Demetrius' presence in Rome had merely given the Senate a new idea about how Macedon might be controlled." "This was Rome's first, but by no means last, attempt to weaken a client kingdom by interfering in its dynastic affairs;and it seemed to be working well." (Errington, 1974: 199).

(86.) "... but by then Eumenes' catalogue of charges had already become the standard Roman justification of the war, a justification which appeared in much subsequent diplomacy and propaganda both during and after the war, and which became enshrined in the Roman historical tradition." (Errington, 1974: 207).

(87.) "We know from Livy that the consuls did not leave for their provinces in 172 until some time after Eumenes' fateful appearance before the Senate. The postponing of this war does pose something of a problem, for there is good evidence that the Romans were apprehensive that Perseus might steal a march on them in the long months which must elapse before a consul of 171 could arrive in the Balkans. Livy's annalistic narrative provides one reason: the consuls of 172 had fallen out with the senate. This alone is not an adequate explanation. Perhaps the senate was embarrassed by the thiness of it case against Perseus and thought that to begin a war straightaway would create a bad impression in the Greek world and strenghthen the hand of the anti-Roman factions there. It would be better, it may have felt, to postpone the war till the new consular year and use the remaining months for an intensive diplomatic effort." (Rich, 1976: 26).

(88.) "It is unfortunate that a scholar of Scullard's calliber chose to base his annalysis of Paulus and the Third Macedonian War on such a shaky thesis as the plebeian-patrician confrontation." (Rich, 1976:71).

(89.) "... the reader is left unware that the legionary army was doubled by a second army of Italian regiments, or that the resources of available manpower were steadily declining, for economic reasons, in the second century, while the military commitment increased. Here too lies a neglected clue to the increasing aggressiveness shown towards Macedonia, Carthage and Achaea, in the middle years of the second century, interpreted by H. as the final revelation of the ruthleness of Rome. If these actions are related to the increasing dispersal of Roman military resources, which remained at best static in quantity during this period, they appear more rational. Faced by multiple demands on the same or dwindling resources, the Senate might well have developed a neurosis of fear, as Polybius indicates, though not much of Carthage or Perseus themselves as of their own diminishing balance of strength, and hence sought to compensate for their lack of surplus power by pre-emptive blows against irreconcilable enemies." (Sherwin White, 1980: 179).

(90.) "By 175 the Spanish war had visibly reached a natural end, and in the case of Liguria the end was probably thought to be within sight in 174. A new theatre of war in a sense was needed, and Perseus made Macedonia the obvious choice." (Harris, 1985: 231-232).

(91.) "Perseus had not behaved at all belligerently towards Rome, as Polybius knew; yet the historian could not write, by the late 140s could probably not even allow himself to think, that the Senate had purposefully destroyed the equilibrium. Hence it had to be a Macedonian, and since Perseus was an implausible culprit, it had to be his father, who was widely believed to have been planning a Roman war in the last years of his reign. Some tortured logic resulted: the causes of the war must have existed before the death of the man who decided on it." (Harris, 1985: 228).

(92.) Nach Scullard war das Ziel Philipps vielleicht nicht aggressiv. "His object may have been entirely pacific, but to Rome this presaged war. Indeed Polybius believed that Philip had decided to renew the war with Rome when his preparations were complete and that his successor Perseus merely followed in his father's footsteps." (Scullard, 1980: 276).

(93.) (Will 1982)

(94.) ... c[acute accent]est la une interpretation qui derive de la these developpee ulterieurement a Rome selon laquelle Persee etait resolu a la guerre des 179, comme l[acute accent]aurait ete son pere." (Will, 1982: 256). "... l[acute accent]accusation portee contre Philippe de preparer secretement la guerre contre Rome n[acute accent]est que brevement indiquee, cependant qu[acute accent]est developpee l[acute accent]idee de l'inquietude de Rome devant le renforcement de la puissance macedonienne, et que la troisieme guerre de Macedoine apparait surtout comme une guerre defensive et preventive voulue par Rome ou tout au moins par certains milieux romains." (Will, 1982: 247-248).

(95.) (Will, 1982: 266).

(96.) "Rome had not made Macedonia a dependency or Philip a client. During the decade after closing of the Second Macedonian War the Republic treated Philip with circumspection and welcomed his assistance. She never issued him directives or commandeered his support. The King was an amicus and an independient agent." (Gruen, 1984: 401-402)

(97.) (Gruen, 1984:402).

(98.) "That notion does not withstand examination and commands no support." (Gruen, 1984: 408).

(99.) (Gruen, 1984: 404-406, 409).

(100.) "The Republic had little reason to fear Perseus' power. But Romans were sensitive, as always, to their reputation. Eumenes met resistance from those in the curia who rejected the plunge into a war for the advantage of Pergamum. A majority, however, saw the value of demonstrating that Rome was but a helpless, pitiful giant. The Romans sent deputations throughout Hellas and they rattled sabers to wrench concessions from Perseus. The majesty of Rome would be put on display again, sufficient to dazzle the Greeks and cast Macedonia in the shade. So it was thought. Yet when Perseus, hitherto compliant, was forced to choose, he choose resistance. And Rome had gone too far to retreat." (Gruen, 1984: 419).

(101.) (Errington, 1986: 193).

(102.) (Hammond and Walbank 1988).

(103.) "Thus his version of events was from the viewpoint of Rome and not from that of Macedonia." (Hammond and Walbank, 1988: 488).

(104.) (Hammond and Walbank, 1988: 458).

(105.) (Hammond 1989).

(106.) (Hammond, 1989: 363).

(107.) (Golan 1989).

(108.) "This official Roman view which Polybius had to voice, was certainly of the detenee, the free Polybius scattered various remarks and pieces of information which treated Perseus with more justice." (Golan, 1989: 119).

(109.) "He even cited a question that seemed to undermine his own formally pronounced view: how could a dead king decide on a war that broke out only years later." (Golan, 1989: 122).

(110.) "Polybius in his own way, leads us to conclude that Rome's attitude towards Perseus had been hostile long before he ascended the throne." (Golan, 1989: 118).

(111.) (Golan, 1989: 118).

(112.) "Rom operierte schon nicht mehr wie eine politische Macht, die sich als Teil einer grossen und komplexen Volkergemeinschaft fuhlt, sondern setzte seinen Willen absolut und verlangte Gehorsam; antiromische Gesinnung war, demnach jetzt ein Kriegsgrund. Die Praliminarien des Krieges zeigen, dass Rom den Osten bereits als seinen Herrschaftsraum ansah." (Bleicken, 1988: 54).

(113.) "In order to justify the Roman position in the war against Perseus, Polybius strives to vilify the king and show that the final Roman victory and establishment of empire was the best of all possible outcomes." (Reiter 1988:50) ."Moreover, the image of Perseus is blackened by a barrage of calumnies. Livy's motives and tactics in the effort to defame Perseus are very like those of Polybius. That is, to justify the blatant Roman aggression against Macedon, the most expedient method is to cast Perseus in the part of the implacable enemy against whom Rome had no other choice but to fight." (Reiter, 1988: 86).

(114.) (Derow, 1990: 303).

(115.) (Oliva, 1995: 219).

(116.) (Verfassung) "In Macedonia Philip's son Perseus who came to the throne in 179 tried to improve relations with the Greeks, but his active policies were not welcomed by the Romans. Hostility towards him was also fostered in Rome by the ruler of Pergamum, Eumenes II. Much of what was said about the Macedonian king was certainly slander, but in 171 the Romans instigated yet another war against Macedonia. This Third Macedonian War, however, turned out to be a less simple affair than the Romans expected." (Oliva, 1995: 220).

(117.) (Heftner 1997).

(118.) (Warrior 1996: 94).

(119.) "The most striking feature about the Roman scene in the period that followed the Second Punic War is the dramatic change of atmosphere; the state of emergency that had encouraged self-sacrificy and cooperation between the different orders of society, the pessimistic mood, the anxiety and the sense of isolation and betrayal following the defection of many important allies-all these disappear almost overnight and give way to an entirely different ambience. Instead we encounter a contended and self-assured nation, whose citizens served overseas for long years while its inhabitants were becoming familiar with the riches of the newly conquered nations which were paraded in numerous triumphs. Rome was gradually turning into the crowded capital of a worldwide empire which attracted a growing tide of delegations from all over the Mediterranean who came either to appeal for aid or to request arbitration." (Vishnia, 2001:116).

(120.) "Between 172 an 170 Livy records a relative plethora of charges brought against magistrates who had abused their powers in the provinces assigned to them to the detriment of the local population. The accumulation of so many cases within such a short period of time is a striking phenomenon, especially in view of the fact that we hear of no previous arraingments against Roman magistrates or similar grounds." (Vishnia, 2001: 132).

(121.) (Flathe 1834), (Colin 1905), (Frank 1914), (Kahrstedt 1911), (Rostovzeff 1942), (Meloni 1953), (Briscoe 1964), (Bengtson, 1960), (Dell 1977), (Adams1982), (Walbank 1973), (Errington 1974), (De Regibus 1972), (Harris 1979), (Rich 1976), (Scullard 1980),(Gruen), (Errington 1986), (Hammond 1988), (Hammond 1989), (Golan 1989), (Oliva 1995), (Vishnia 2001).

(122.) (Flathe 1834), (Errington 1974), (Hammond 1988) (Hammond 1989).

(123.) (Rollin 1741), (Mommsen 1856), (Peter 1853), (Niese 1903), (Strehl 1914), (Heiland 1911), (Hartmann 1919), (De Sanctis 1923), (Benecke 1930), (Piganiol 1930), (Ferrero 1908), (Pais 1931), (Corradi 1945), (Pareti 1952), (Vogt 1959), (Altheim 1934), (Heuss 1960) , (Badian 1958), (Badian 68), (Giovannini 1969), (Kornemann 1938), (Bengtson 1960).

(124.) (Bickermann 1953), (Raditsa 1973), (Sherwin-White 1980), (Heftner 1997).

(125.) (Niebuhr 1847), (Heitland 1911), (Will 1982).

(126.) "In the pursuit of facts which have not survived, much material which lies at very surface of our sources has been neglected. For instance, to my knowledge, no one has studied the Bellum Philippicum as a conflict between two rival political systems. I mean the theme of the inveterate hatred of republics for monarchies, favoured in the propaganda of the times. An investigation of this real historical problem might lead one to viewing the conflic in terms of contrasting characters and attitudes-for different constitutions imply, as the ancients used to know, different characters." (Raditsa, 1972: 574).

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Emmanuel Mora Iglesias,

Universidad de Costa Rica, Escuela de Filologia, Linguistica y Literatura, Costa Rica.

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Recepcion: 13/08/13. Aceptacion: 29/07/14.
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Author:Mora Iglesias, Emmanuel
Publication:Kanina
Date:Jul 1, 2014
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