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<>: der bildzyklus der romanischen Turflugel in St. Maria im Kapitol zu Koln.

<<Porta fidei salutisque>> The pictorial program of the Romanesque door of St. Maria im Kapitol (Cologne)

Die romanische Kirche St. Maria im Kapitol zu Koln ist fur die Geschichte der mittelalterlichen Architektur und Kunst Mitteleuropas von singularer Bedeutung. Ihr 1040-1065 neu errichteter Kirchenbau wurde vor 1065 mit zwei romanischen Turflugel aus Holz ausgestattet, die zu den bedeutendsten Werken der mittelalterlichen Kunstgeschichte zahlen. Aus nachantiker Zeit sind in Mitteleuropa mehrere Kirchenturen aus Bronze erhalten. Die Bildertur von St. Maria im Kapitol ist dagegen die einzige Tur aus Holz, die nordlich der Alpen aus dem Mittelalter erhalten ist, uberdies in nahezu vollstandigem Zustand (1).

GRUNDUNG UND BAUGESCHICHTE

St. Maria im Kapitol ist die alteste und ehrwurdigste Marienkirche Kolns. Mit 100 m Lange und 40 m Breite ist sie auch die grofite der zwolf romanischen Altstadtkirchen in Koln. Ihr Namenszusatz <<in Capitolio>> (<<im Kapitol>>), der erstmals 1189 bezeugt ist, verweist auf die im 1. Jahrhundert n. Chr. an dieser Stelle errichtete romische Tempelanlage, die den Gottern der Kapitolinischen Trias (Jupiter, Juno, Minerva) geweiht war. In den Ruinen und auf den Fundamenten des antiken Kapitoltempels wurde um 690 der Vorgangerbau der heutigen Marienkirche errichtet (2). Laut Quellen des 12. Jahrhunderts wurde dieser Grundungsbau von Plektrudis, der um 726 verstorbenen Gattin des frankischen Hausmeiers Pippin von Heristal, auf dem Gelande ihres Kolner Hofes beauftragt. Vermutlich war jener Bau zunachst eine kleine Eigenkirche oder Kapelle, in der Plektrudis auch bestattet wurde. Es ist nicht auszuschliessen, dass an diesem Grundungsbau bereits ein erster Frauenkonvent bestand, weil Plektrudis an jene Stelle fortan verehrt wurde, allerdings ist ein solcher nicht bezeugt (3).

Auf dem Areal des Plektrudis-Baus grundete der Kolner Erzbischof Bruno I. (reg. 953-65) ein Benediktinerinnen-Kloster, dem er testamentarisch 100 Pfund Silber zur Vollendung der Baumassnahmen fur Kloster und Klausur (<<monasterio et claustro perficiendo>>) hinterliess. Wie der Neubau des adelig gepragten Nonnenkonvents aussah, ist unbekannt, weil sich nur wenig Mauerwerk im heutigen Westbau erhalten hat (4).

Die Errichtung der heute bestehenden Kirche erfolgte 1040-1065 als salischer Neubau unter der Abtissin Ida (reg. 1015-1060), die mit dem ottonischen Herrscherhaus verwandt war. Als Tochter des rheinischen Pfalzgrafen Ezzo und der Prinzessin Mathilde war sie Enkelin Kaiser Ottos Il. und Theophanus. Ihr Bruder Hermann II. (Herimann) amtierte von 1036 bis 1056 als Kolner Erzbischof, zudem war er Erzkanzler fur Italien und enger Vertrauter Kaiser Heinrichs III. (1039-1056). Als Erzkanzler des papstlichen Stuhles besass Hermann seit 1052 das Kronungsrecht bei allen Konigskronungen innerhalb seiner Diozese, d. h. in Aachen (5). 1049 weihte Papst Leo IX. den Kreuzaltar von St. Maria im Kapitol. Teile des Langhauses des grosszugigen Neubaus waren vermutlich fertig gestellt. Die Schlussweihe der vollendeten Marienkirche vollzog Erzbischof Anno II. 1065 in Anwesenheit Kaiser Heinrichs III. und zahlreicher Bischofe (angeblich 72) (6).

Im 12. Jahrhundert wurde das bisherige Benediktinerinnenkloster in ein adeliges Damenstift mit uber 30 Kanonissen (Stiftsdamen) und zahlreichen Laienschwestern umgewandelt. Fur ihre Gottesdienste und seelsorgliche Betreuung waren 7 bis 13 Kanoniker zustandig, die durch 22 Vikare unterstutzt wurden (7). 1802 wurde das Kolner Damenstift aufgehoben, woraufhin die Pfarre Klein St. Martin die grosse, ehemalige Damenstiftskirche St. Maria im Kapitol als Pfarrkirche ubernahm, dagegen wurde die benachbarte, ehemals zum Stift gehorende kleine Pfarrkirche 1824 bis auf ihren Turm abgerissen. 1832-1834 wurde die Nordvorhalle teilweise abgebrochen, da sie vermutlich baufallig war, und von Johann Peter Weyer in einfacheren Formen zu einer Kusterwohnung umgebaut. Infolge der Bombardements im Zweiten Weltkrieg erlitt St. Maria im Kapitol 1942 und 1945 schwere Schaden (8). Dabei sturzte auch die Nordkonche ein. Der 1952 begonnene Wiederaufbau der Kirche in rekonstruierter Form des 11. Jahrhunderts konnte 1984 abgeschlossen werden (9).

ARCHITEKTONISCHES KONZEPT UND LITURGISCHE DISPOSITION DES SALISCHEN NEUBAUS

St. Maria im Kapitol ist eine dreischiffige Pfeilerbasilika mit einem dreiturmigen Westbau und einem monumentalen Ostbau in Gestalt einer Dreikonchenanlage. Deren Vorbild war vermutlich die Geburtskirche in Betlehem, deren trikonchialen Chorbau Kaiser Justinian nach 529 errichten liess. Der Ostbau der Kolner Marienkirche ist allerdings kein blofies Zitat der byzantinischen Choranlage Betlehems. Vielmehr sind beide Trikonchenanlagen in den Massen ihrer Grundrisse nahezu identisch (10).

Die Rezeption der spatantiken Geburtskirche berucksichtigte wahrscheinlich die liturgische Praxis im mittelalterlichen Koln. Der Patriarch von Jerusalem feierte die erste Weihnachtsmesse in der betlehemitischen Geburtskirche, der Papst in Rom in der Basilika Santa Maria Maggiore. Analog zelebrierte der Kolner Erzbischof die erste Messe des Weihnachtsfestes in St. Maria im Kapitol, die zweite in der Damenstiftskirche St. Cacilien und die dritte im Dom. Diese liturgische Tradition Kolns ist seit Ende des 10. Jahrhunderts bezeugt. Nicht zuletzt lasst sich auch die Weihe der Kolner Kapitolskirche an Maria als Theotokos, Mutter Gottes, auf die Geburt Christi beziehen. In diesem liturgischen Kontext erschliesst sich der programmatische Gehalt der Rezeption der Betlehemer Geburtskirche (11).

Die salische Dreikonchenanlage von St. Maria im Kapitol gilt als ein Schopfungsbau der rheinischen Romanik. Drei gleichgestaltete Apsiden (Chor, zwei Querschiffarme) gruppieren sich um die quadratische Vierung, so dass ein Zentralbau auf kleeblattformigem Grundriss entsteht. Die Einbeziehung weitraumiger Umgange ringsum der drei Konchen <<hat einen der schonsten Kirchenraume des Mittelalters entstehen lassen>> (12). In staufischer Zeit wurde der Trikonchos der Kapitolskirche zum Vorbild fur die Ostchore der Kolner Kirchen Gross St. Martin (Mitte des 12. Jahrhunderts) und St. Aposteln (um 1200). Wie das Langhaus ist der DreiKonchen-Chor in St. Maria basilikal gestuft.

Unter dem Trikonchos befindet sich eine dreischiffige, um 1060 fertiggestellte Hallenkrypta, deren Grosse fast die Ausmasse der Krypta des salischen Kaiserdoms zu Speyer umfasst, mit seitlichen Annexraumen in Langhausbreite. Fur die drei radialen Ostkapellen sind bereits im 11. Jahrhundert mehrere Altare bezeugt. In der Krypta, die u. a. als Taufkapelle diente, wurde die Abtissin Ida beigesetzt (13). Der ursprungliche Plan einer Grablege fur den 1056 verstorbenen Kolner Erzbischof Hermann II. wurde in Erwagung gezogen (14).

Trotz Veranderungen im 12. und 13. Jahrhundert und der Kriegszerstorungen und des rekonstruierten Wiederaufbaus im 20. Jahrhundert ist das ursprungliche Baukonzept der Abtissin Ida bis heute erkennbar (15). <<Westbau, Langhaus und Kleeblattchor bilden eine Raumfolge von sich steigernder Grossartigkeit, die von der Krypta noch betont wird>> (16). In schlichter Monumentalitat brachte ihre Architektur den gesellschaftspolitischen Anspruch der Auftraggeberin Ida zum Ausdruck, die mit dem ottonischen Herrscherhaus verwandt war. Die Ezzonen zahlten im 11. Jahrhundert zu den bedeutendsten Familien des Reiches. Die sieben Tochter Mathildes und Ezzos waren als Abtissinnen vornehmer Kloster und Stifte unternehmungsfreudige Bauherrinnen, nicht nur Ida und Theophanu, Abtissin des adeligen Kanonissenstifts in Essen (1039-1058), sondern auch die ubrigen funf Schwestern: Adelheid in Nivelles, Heylwig in Neuss, Richeza in Brauweiler und Mathilde in Dietkirchen und Bonn (17).

Der Westbau von St. Maria im Kapitol ahnelte in seinem ursprunglichen Ausseren dem Westwerk der Kolner Abteikirche St. Pantaleon, dessen Errichtung im spaten 10. Jahrhundert in enger Verbindung mit Theophanu, der Gemahlin Kaiser Ottos II., gesehen wird. Die ostliche Innenwand des Westbaus in St. Maria im Kapitol offnet sich zum Langhaus mit zwei grossen, ubereinander gestellten Arkaden. Die obere Bogenoffnung, eine doppelte Saulenstellung als architektonisches Gittermotiv, nimmt absichtsvoll auf die Wandgliederung der kaiserlichen Pfalzkapelle in Aachen (um 798-805) Bezug, auch in ihren antikisierend reich gestalteten Kapitellen. In der Empore hinter diesem reprasentativen Saulengitter stand vermutlich ein Thronsitz, auf dem die adelige Abtissin bei besonderen Anlassen Platz nahm (18). Die Deutung dieses Aachenzitats in der Kolner Kapitolskirche als Zeichen der Konigsnahe und des Kronungsrechts des Kolner Erzbischofs Hermann lasst sich in Erwagung ziehen (19).

Im westlichen Teil des Mittelschiffs stand das Chorgestuhl der Nonnen--bzw. seit dem 12. Jahrhundert das Chorgestuhl der Kanonissen--, das auf den 1049 geweihten Kreuzaltar ausgerichtet war. An der Stelle des heutigen Zelebrationsaltars stand der Kreuzaltar vor einer Querschranke, die den Nonnen--bzw. Kanonissenchor nach Osten abschloss. Anders als sonst im Mittelalter ublich diente der Kreuzaltar der Kolner Kapitolkirche fur die Konventliturgie. Diese abgeschrankte Positionierung der Benediktinerinnen bzw. Kanonissen im Langhaus war ungewohnlich, entsprach aber den Klausurvorschriften (20).

Die Ostteile der Kirche, ein monumentaler Dreikonchenchor mit allseitigen Umgangen, wurden erst nach Idas Tod vollendet und 1065 geweiht. Das Sanktuarium, wo das Gestuhl der zahlreichen Kanoniker und Vikare stand, mit dem Hochaltar in der Ostkonche war vermutlich bis zum Ende des 13. Jahrhunderts gegen den Umgang abgeschrankt. Ohne den Damenchor im westlichen Mittelschiff oder den ostlichen Kanonikerchor im Vierungsbereich betreten zu konnen, hielten sich auswartige Besucher der Kirche wahrend der Konventliturgie in den ostlichen Querarmen auf. Im Bereich der Ostkonche waren den Laien ausserdem drei Nebenaltare zuganglich. Die Umgange des Dreikonchenchores dienten im Mittelalter vermutlich auch als liturgische Prozessionswege (21).

DIE DREI PORTALE DER KIRCHE

St. Maria im Kapitol hatte im Mittelalter drei Eingange. Die Benediktinerinnen bzw. Stiftsdamen gelangten aus ihrem westlich stehenden Konventsgebaude in den Kanonissenchor durch ein einfaches Portal im Mittelteil des Kirchen-Westbaus. Der Zugang zur Empore war uber die seitlichen Treppenturme in der Flucht der Seitenschiffe moglich. Um 1150 wurde dieser Eingang in die Nordecke der West wand verlegt (22).

Zwei weitere Eingange befanden sich im Ostbau im Scheitel der nordlichen bzw. sudlichen Halbkreiskonche. Es waren romanische Rechteckportale in Rundbogenblenden. Durch diese Konchenportale betraten auswartige Besucher die Kirche. Der Hauptzugang war vermutlich das Portal der Nordkonche, der eine vor 1065 erbaute Vorhalle angeschlossen war. Die nordliche Eingangshalle war ein langgestreckter Korridor wie die Vorhalle des um 1150/60 errichteten Sudportals, deren originale Turflugel aus Holz mit Eisenbeschlagen bis zum 19. Jahrhundert im Scheitel der Sudkonche standen (23). Anders als die Sudhalle offnete sich die nordliche Vorhalle durch Saulenarkaden nach Osten, <<wahrend ihre geschlossene Westwand Aufienstehenden den Blick zur Klausur verwehrte>> (24). An diesem nordlichen Laienportal standen fast 900 Jahre lang die von Abtissin Ida beauftragten, vor 1065 geschaffenen Turflugel aus Holz. Ihre monumentale figurliche Ausgestaltung war dem Rang der Architektur durchaus ebenburtig. um 1935 wurde die Holztur in den Innenraum der Kapitolskirche ubertragen. Sie steht heute vor der Westwand des sudlichen Seitenschiffs (25).

DIE ZWEI HOLZTURFLUGEL DES EHEMALIGEN NORDPORTALS

Das stadtseitige Portal der Nordkonche bestand aus zwei Turflugeln aus Holz, deren Hohe 4,85 m betragt, die Breite beider Flugel umfasst 2,48 m. Beide Flugel wurden 1936 restauriert und 1937 im Kolner Museum Schnutgen ausgestellt. Ihr Erhaltungszustand ist sehr gut. Die Restaurierung von 1936 legte die Bilduberschriften und Reste zweier mittelalterlicher Farbfassungen frei. Die originalen Farben konnten sich erhalten, weil mehrere weifilich-graue monochrome Farbschichten im Laufe der Jahrhunderte aufgetragen wurden, zudem hatte die nordliche Vorhalle die Turflugel fast 900 Jahre lang schutzen konnen. In den oberen Partien der Turflugel sind die alten Harzfarben gut erhalten, unten im weniger geschutzten Bereich meist abgerieben (26).

Die dendrochronologische Datierung der Eichenbohlen (27) auf die Zeit um 1039/44 und der Befund einer ersten, fluchtig aufgetragenen Farbfassung lassen vermuten, dass die Turflugel 1049 zur Weihe des Kreuzaltares provisorisch fertiggestellt waren. Zur Schlussweihe von St. Maria im Kapitol 1065 wurde vermutlich die wertvollere zweite Fassung vollendet (28).

MATERIAL, AUFBAU UND INSCHRIFT DER TURFLUGEL, ANORDNUNG IHRER RELIEFS

Der Bildzyklus der Holztur besteht aus 26 Tafeln mit Szenen aus dem Leben und der Passion Christi (29). Die in Nussbaumholz geschnitzten Reliefs und die Rahmenleisten sind auf sechs harte, 5 cm starke Eichenholz-Bohlen genagelt. Ein kraftiger Wulst aus holzernem Akanthusblattwerk rahmt beide Turflugel am ausseren Seitenrand. Weiter innen umzieht eine flache Inschrift-Leiste die Bildfolge. Ihr aufgemalter lateinischer Text in weissen Majuskeln (und einigen Unzialen) auf dunkelrotem Grund ist in der Versform leonischer Hexameter formuliert. Uberschriftartig kommentieren die Tituli alle 26 Bildtafeln:
      ANGELUS AFFATUR. STERILIS CUI LETIFICATUR. HIC DEUS ARTATUR.
   PASTORIBUS INSINUATUR. REX IUBET. HII PERGUNT. STELLA DUCE MUNERA
   PRIMUNT. DISCIT UT IN SOMNIS. HOS DUCIT NON PEDE SEGNIS. REX
   DERIDETUR. SIBI VERUM SCRIBA FATETUR. PRECIPIT INSONENTES.
   P(UEROS?) ... VITE REDDIT. QUI CECO LUMINA LIVIT. EST ALIIS SOMNUS.
   DU (M?) PETRO PETRA PROFATUR. CUM PURIS CENAT. QUI IUDAM PECTORE
   CELAT (CECAT). HIC OBIT. EST POSITUS TUMULTO TUMULOQUE LEVATUS. DUM
   SCANDIT CELOS

      Ubersetzung: Der Engel verkundet/durch den die Unfruchtbare
   erfreut wird/der wird als Gott in die menschliche Enge
   eingeschlossen/er wird den Hirten verkundet/ der Konig gibt den
   Befehl/diese ziehen weiter/gefuhrt vom Stern spenden sie ihre
   Geschenke/so wie es ihm im Traum gelehrt wird/fuhrt er diese nicht
   saumigen Fufies/der Konig wird verspottet/ihm eroffnet der
   Schriftgelehrte die Wahrheit/er gibt den Befehl die Unschuldigen
   .../... diesen gibt er dem Leben wieder/er der den Blinden die
   Augen gesalbt hat/die anderen sind schlafbefangen/wahrend er zu
   Petrus sagt: Du Fels/mit den Reinen halt er Mahl/Der den Judas im
   Herzen verblendet/Hier stirbt er/Er ist in das Grab gelegt und aus
   dem Grab gehoben/wahrend er zum Himmel aufsteigt (30).


Was die Anordnung der Reliefs betrifft, sind die einzelnen Bildfelder beider Flugel im Wechsel von Quer-und Hochformat gestaltet. Die Rahmung der Relieffelder ist reich geschnitzt und besteht aus durchbrochenem Flechtwerk mit Perlstaben, was der Tradition spatantiker Kirchenportale bzw. der ottonischen Buchmalerei entspricht (siehe unten) (31). Stilistisch betrachtet erscheinen die Bilder und die Rahmungen wie <<auf die Unterlage aufgesetzt, wie der mittelalterliche Goldschmied Elfenbeintafeln und Schmuck auf die Metallflache eines Buchdeckels aufsetzt>> (32). Auf die Schnittpunkte des Flechtwerks sind vortretende Knaufe mit geschnitztem Blattwerk eingefugt, die <<wie bei kostbaren Buchdeckeln Edelsteine das geschnitzte Elfenbein vor Abrieb huten>> (33).

IKONOGRAPHIE UND REIHENFOLGE DER BILDTAFELN

Die gesamte Bilderzahlung verlauft von oben nach unten. Auf dem linken Turflugel beginnt sie mit Darstellungen der Kindheit und Jugend Christi (von der <<Verkundigung an Maria>> bis zur <<Taufe Christi>>, nach Mt 1,18-4,11; Mk 1,9-13; Lk 1,26-4,13). Oben zeigt das erste querrechteckige Feld die <<Verkundigung an Maria>> und die <<Heimsuchung>>. Es folgen vier kleine hochrechteckige Felder: <<Verkundigung an die Hirten auf dem Felde>>, <<Geburt Christi>>, <<Die drei Sterndeuter vor Herodes>> und <<Anbetung des Kindes>>. Das nachste querrechteckige Feld zeigt den <<Traum Josephs>> mit der <<Flucht nach Agypten>>. Es folgen wiederum vier kleine hochrechteckige Felder mit den Szenen <<Herodes erfahrt die Nachricht vom Abzug der Sterndeuter>>, <<Ein Bote des Herodes befragt die Schriftgelehrten>>, <<Lanzenausgabe an die Soldaten>> und <<Betlehemitischer Kindermord>> (Vorbereitung und Ausfuhrung des Kindermordes). Im letzten querrechteckigen Feld folgt die <<Darbringung im Tempel>> und die <<Taufe Christi im Jordan>>.

Die zwei untersten hochrechteckigen Bildfelder sind unvollstandig. Das linke Relief ist stark beschadigt--vermutlich durch das Anstofien und Betasten fruherer Kirchenbesucher (34)--und das rechte ganz verloren, allerdings visuell belegt durch die Lithographie von Sulpiz Boisseree (1833/44), die freilich fantasievolle Erganzungen enthalt, und die Lithographie von Bourel und Fafibender (um 18 3 8) (35). Die ursprunglichen Reliefs stellten die erste und zweite Versuchung Christi durch den Teufel dar. Das Thema ubergreift die gesamte Sockelzone beider Turflugel.

Der rechte Turflugel setzt die Bilderzahlung mit Darstellungen des offentlichen Lebens (zwei Wunderheilungen), der Passion und der Auferstehung Christi fort. Oben zeigt das erste querrechteckige Feld den <<Einzug Christi in Jerusalem>>. Es folgen vier kleine hochrechteckige Felder mit der <<Heilung eines Blinden>>, der <<Auferweckung des Lazarus>>, dem <<Gebet Christi am Olberg>> und der <<Berufung des Petrus (Verheissung des Primats)>>. Das nachste querrechteckige Feld zeigt das <<Letzte Abendmahl>>. Es folgen erneut vier kleine hochrechteckige Felder mit der <<Himmelfahrt Christi>> und der <<Kreuzigung Christi>>; die Szene <<Die Junger schauen zur Himmelfahrt Christi auf>> gehort inhaltlich zum Relief daruber; und schliesslich <<Die drei Frauen am leeren Grabe>>. Im letzten querrechteckigen Feld folgt die <<Erscheinung Christi vor den Jungern und deren Beauftragung>> (<<Johanneisches Pfingsten>>, Joh 20,19-23). Die zwei untersten hochrechteckigen Bildfelder, die stark beschadigt sind, zeigten ursprunglich die dritte Versuchung Christi durch den Teufel und die Huldigung Christi durch Engel. Wie am linken Turflugel bilden diese zwei Reliefs die Sockelzone, die beide Flugel thematisch ubergreift.

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Der neutestamentliche Bilderzyklus ist wie ein Text von links nach rechts und von oben nach unten zu betrachten. In der absteigenden Relieffolge gibt es allerdings inhaltliche Sprunge. Die Reihenfolge der Szenen entspricht nicht ganz dem chronologischen Verlauf der Evangelienberichte. Vermutlich gehen diese Abweichungen nicht auf spatere Veranderungen zuruck, sondern sind als originaler Befund zu deuten (36).

KOMPOSITIONELLE UND STILISTISCHE VORBILDER DER TURFLUGEL

Die Reliefbilder und Rahmen der Kolner Turflugel sind klar und harmonisch auf der Flache gegliedert. Als kompositionelle Vorbilder sind spatantike Kirchenturen zu vermuten, z. B. in Santa Sabina in Rom (um 430, Zypressenholz, rechteckige Relief-Felder mit ursprunglich 28 alt-und neutestamentlichen Szenen) (37) oder in Sant'Ambrogio in Mailand (um 390 bzw. 6. Jahrhundert, Zypressenholz, rechteckige Relief-Felder mit alttestamentlichen Jugendszenen des Konigs David) (38). Die Vermittlung formaler Anregungen nach St. Maria im Kapitol ist anzunehmen, <<zumal die Beziehungen Kolns zu Rom durch das Kanzleramt des Kolner Erzbischofs fur Italien eng gewesen sind>> (39).

Bezuglich der stilistischen Vorbilder fur die Bildtafeln hat die Forschung wiederholt auf mogliche Beziehungen zur zeitgenossischen Kleinkunst aufmerksam gemacht. Im Anschluss an die grundlegende Studie Wesenbergs (40) wurde auf den Figuren- und Gewandstil, die lebhafte Gebardensprache, die Rahmenornamente sowie auf kompositorische und ikonographische Details verwiesen. Parallelen finden sich in der Goldschmiedekunst und Buchmalerei sowie in der rheinisch-maaslandischen Elfenbeinschnitzerei (41). <<Dennoch lasst sich kein erhaltener Zyklus erkennen, der fur die Bildauswahl der Kolner Tur verbindlich gewesen sein konnte>> (42).

<<PORTA FIDEI SALUTISQUE>>--VERSUCH EINER POLITISCHEN UND MYSTAGOGISCHEN DEUTUNG

Die romanische Bildertur in St. Maria im Kapitol wird in der Kunstgeschichte als <<ein herausragendes Kunstwerk von europaischem Rang und das Hauptwerk der Kolner Skulptur des 11. Jahrhunderts>> (43) gewurdigt. Die Holzflugel entstanden zu Beginn einer kunstlerischen Entwicklung, die zu den Figurenportalen und Bildprogrammen an der Fassade gotischer Kathedralen im 12. und 13. Jahrhundert fuhrte. Die Bauhutten der gotischen Portale gestalteten die Turflugel allerdings nur selten bildhaft. Ihr Interesse galt vielmehr der Rahmenarchitektur, also der figuriichen Ausgestaltung der Tympana und Gewande des Portals. <<Auf der Suche nach dem romanischen Monumentalstil des 12. Jahrhunderts bedeuten die Turen von St. Maria im Kapitol einen entscheidenden Schritt. Darin liegt kunstgeschichtlich ihre ungeheure Bedeutung>> (44).

Die kunstlerische Qualitat der Turflugel entsprach der kirchlichen Bedeutung von St. Maria im Kapitol im Mittelalter. Sie war die Kirche des altesten und vornehmsten Damenkonvents in Koln. Durch ihre nordliche Vorhalle mit der Holztur zogen im Mittelalter meist hochrangige Besucher ein. St. Maria im Kapitol galt nach dem Dom als eine der wichtigsten Stationskirchen der Stadt. Der Erzbischof und sein Gefolge zelebrierten in der Kapitolskirche die erste Messe des Weihnachtsfestes. Auf ihrem Weg zur Kronung in Aachen machten die gewahlten deutschen Konige in Koln Station und zogen durch das Nordportal in St. Maria ein, wobei die Abtissin sie dort begrufit haben durfte. Am Epiphaniefest zog der kolnische Stadtrat in der Prozession zu Ehren der Heiligen Drei Konige, den Kolner Stadtheiligen, vom Dom nach St. Maria im Kapitol. Vermutlich war das Bildprogramm der romanischen Turflugel mit Bezug auf den zeremoniellen Empfang jener Personenkreise konzipiert (45).

Die Reliefs des linken Flugels thematisieren die Kindheit und Jugend Christi, unter besonderer Betonung der Epiphanie, <<wobei die Gottesmutter so stark in den Vordergrund tritt, dass man ihn auch als marianischen Flugel bezeichnet hat>> (46). Die Ereignisse in Betlehem sind ausfuhrlich dargestellt, was sich programmatisch auf den Weihetitel (Maria als <<Dei Genitrix>>, <<Gottesgebarerin>>) und den Dreikonchenchor der Kapitolskirche beziehen lasst. Die Verbundenheit mit der Geburtskirche in Betlehem sollte eindringlich vor Augen stehen (47).

Uberdies ist die Herodes-Geschichte am linken Turflugel auffallig breit dargestellt und dem Christus-Zyklus am rechten Flugel typologisch gegenubergestellt. Klaus Gereon Beuckers deutete diese antithetische Gegenuberstellung von Konig Herodes (unwurdige, missbrauchende Herrschaft) und Christus (wahres, eschatologisch bedeutendes Herrschertum) als Bildzeugnis der vor-investiturzeitlichen Gedankenwelt (48). Nicht die Darstellung des Konigtums an sich, sondern die exemplarische Verdeutlichung eines Konigs, der die Offenbarung nicht erkannt und auf die Heilsbotschaft mit unwurdigem Handeln reagiert habe, sei die Hauptaussage der Turflugel. Im zeitgenossischen Kontext reformkirchlicher Diskussionen uber Simonie, Investitur und Autorisierung der Kirche liess eine solche Ikonographie auch aktuelle Bezuge erkennen. Die Mahnung zur verantwortlichen, christlichen Herrschaft sei allerdings nicht <<ad personam>>, sondem nur generell gedacht--im Sinne einer unpolemischen Differenzierung zwischen Amt und Amtstrager (49). <<Adressat war eindeutig der Herrscher, der hier zur guten Herrschaft im Sinne Christi aufgefordert wurde>> (50).

Ausser den politischen Funktionen der Kolner Turflugel ist freilich auch ihre generelle Nutzung als ein bilddidaktisches Mittel zur Belehrung der des Lesens Unkundigen zu berucksichtigen (51). Die Bildertur stand zwar am reprasentativen Haupteingang der Kirche. Wahrscheinlich wurde sie aber nicht nur fur hochrangige Besucher geoffnet, denn sie war der Eingang zur Stadtseite Kolns. Wahrend sich die Tituli an gebildete Betrachter gerichtet haben mogen, war die Wirkung der Bilder jedem verstandlich. Gemafi der Definition Gregors des Grossen (52), der um 600 den kirchlichen Bildgebrauch bejahte und forderte, konnten auch Analphabeten am Kolner Nordportal das Wesentliche der christlichen Heilslehre betrachten. Das Portal in St. Maria im Kapitol war eine in Holz geschnitzte Bildpredigt uber das Neue Testament.

Mit bewegender Erzahlfreudigkeit visualisieren die Turflugel wichtige Ereignisse der biblischen Heilsgeschichte. Die Hochreliefs sind stark hinterschnitten, wodurch die Bildszenen ihre plastische Wirkung entfalten. Die Figuren agieren auf einer schragen Standflache und setzen sich kraftvoll blockhaft vom Reliefgrund ab. Im Verhaltnis zu ihrem Korper sind Kopf und Hande der Figuren ungewohnlich gross. Ihre lebhafte Gestik und ihr expressives Mienenspiel steigern das erzahlerische Moment (53). An der Kapitolstur wird das biblische Geschehen <<nicht symbolschwer "reprasentiert" oder sachlich "referiert", sondern mit innerem Anteil und eigener Deutung>> (54) mitgeteilt. Hinzu kommt das ursprunglich festliche Kolorit der Tur in leuchtenden roten, blauen, gelben und grunen Farbtonen, wovon die heutigen Reste eine nur unvollkommene Vorstellung vermitteln (55).

Vor ihrem Eintritt in die Kirche sollten die Besucher in die christliche Heilsgeschichte eingestimmt werden, die das christologische Bildprogramm der Holztur verkorperte, materiell und auch ideell. So markierte das Nordportal den Eingang zur Kirche, die Grenze zwischen aufien und innen. Materiell betrachtet war dieser Durchgangsbereich bloss eine Schwelle, katechetisch war er auch ein Ubergang. Denn das in Reliefszenen dargestellte Leben und die Passion Christi <<ermoglichte--im doppelten Sinne--den Zugang zur Kirche. Das war die Botschaft, die sie jedem Besucher verkunden sollten>> (56). Die Bilder des kirchlich vermittelten Glaubens standen den Besuchern von St. Maria im Kapitol eindringlich vor Augen.

Das Bildprogramm der <<porta fidei>> besitzt eine visuelle Wirkkraft, den Glauben an Christus zu wecken. An der Tur <<wird jenseits gesellschaftlicher Selbstdarstellung, wie sie in Abtissin Ida und in ihren Geschwistern motivierend wirkt, der Glaube sichtbar, der die Menschen erfullte und von dem sie alle erfullt sehen wollten>> (57). Ausser diesen praktisch-katechetischen Funktionen des Kolner Kirchenportals sind auch symbolisch-mystagogische Bedeutungen zu vermuten. Der reiche Bildschmuck, der die <<Vita Christi>> als Weg zum Heil darstellt (58), ist nicht allein katechetisch im Dienste der Glaubenserkenntnis zu verstehen. Er ist auch eine Metapher, die praktische Erfahrungen im Leben des Glaubens voraussetzt.

Die Bildertur stellt visuell die <<Vita Christi>> dar, raumlich verkorpert sie den Eingang zur Kirche und metaphorisch den Zutritt in die sakramentale Gemeinschaft der <<Ecclesia>>. Im Mittelalter war die metaphorische Beziehung der Kirchenturen auf Christus durchaus ublich. Ihre biblische Grundlage ist die Selbstbezeichnung Christi als ostium-. <<Ich bin die Tur; wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden; er wird ein- und ausgehen und Weide finden>> (Joh 10,9) und <<Ich bin die Tur zu den Schafen>> (Joh 10,7). Christus ist folglich das Tor, durch das der Weg zum Heil fuhrt (<<porta salutis>>)- <<Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater aufier durch mich>> (Joh 14,6) (59).

Die mystagogische Funktion der Bildertur in St. Maria im Kapitol enthalt schliesslich auch eine architektonische Pointe. Nach Durchschreiten des Nordkonchenportals betraten die Kirchenbesucher unmittelbar die grossartige Dreikonchenanlage im Osten. Durch den Trikonchos als symbolische Bauidee war die Geburtskirche Betlehems gleichsam nach Koln ubertragen worden. Die Zeichenhaftigkeit des Raums liess sich sinnbildhaft auf das Mysterium der Inkarnation beziehen. Das Potential der Kolner Holztur als porta fidei salutisque--Tur zur Kirche, zum Glauben und zum Heil (vgl. Apg 14,27)--ware somit zur Entfaltung gelangt.

Ralf VAN BUHREN

Facultad de Teologia, Pontificia Universite della Santa Croce, Roma

buhren@pusc.it

(1) Vgl. Margrit JuSTEN-MerTENS (Red.), Interdisziplinare Beitrage zu St. Maria im Kapitol zu Koln. Wis senschaftliches Kolloquium am 23.-24. Marz 2007 zu Ehren von Pralat Dr. Johannes Westhoff (Colonia Romanica, 24), Koln, 2009; Wolfgang STRACKE, Untersuchungen zur fruhen Ausstattung von St. Maria im Kapitol in Koln, maschinenschriftliche Dissertation Bonn, 1989, S. 32; Reiner Dieckhoff, Die Bildturen aus dem Portal der Nordkonche, in: Ornamenta ecclesiae. Kunst und Kunstler der Romanik. Katalog zur Ausstellung in Koln (Schnutgen-Museum und Josef-Haubrich-Kunsthalle), hrsg. von Anton LEGNER, Band 2, Koln, 1985, S. 332-334 (Kat.-Nr. E 98).

(2) Vgl. Sven SCHUTTE, Der Kapitolstempel und die vorsalischen Bauphasen von St. Maria im Kapitol, in: JUSTEN-MERTENS 2009 (wie Anm. 1), S. 15-30; Hiltrud Kier, Die grossen romanischen Kirchen, Koln, 1983 (6., komplett uberarbeitete Auflage 1996, S. 50).

(3) Vgl. Marianne GECHTER, Quellen zur Entstehungsgeschichte von Kirche und Stift, in: JUSTEN-MERTENS 2009 (wie Anm. 1), S. 31-48 (hier S. 41-44); Ulrich KNAPP, Der salische Neubau von St. Maria im Kapitol zu Koln--eine kritische Revision, in: JUSTEN-MERTENS 2009 (wie Anm. 1), S. 71-105 (hier S. 74): Clemens KOSCH, Kolns romanische Kirchen. Architektur und Liturgie im Hochmittelalter, Planzeichnungen von Ulrich Jacobs, Fotos von Celia Korber-Leupold, Regensburg, 2000 (2., verbesserte Auflage 2005, S. 64); Werner SCHAFKE, Kolns romanische Kirchen. Architektur--Kunst--Geschichte, Koln, 2004, S. 127f.; Hans Peter HILGER, St. Maria im Kapitol zu Koln (Rheinische Kunststatten, 59), 6., vollig neu bearbeitete Auflage, Neuss, 1985, S. 3, 5, 8.

(4) Vgl. SCHAFKE 2004 (wie Anm. 3), S. 128; GECHTER 2009 (wie Anm. 3), S. 31-48 (hier S. 34-38); HILGER 1985 (wie Anm. 3), S. 3-6.

(5) Vgl. Klaus Gereon BEUCKERS, Der salische Kirchenbau von St. Maria im Kapitol. Zum Baukonzept in seinem historischen Kontext, in: JUSTEN-MERTENS 2009 (wie Anm. 1), S. 49-70 (hier S. 64); KNAPP 2009 (wie Anm. 3), S. 71-105.

(6) Vgl. BEUCKERS 2009 (wie Anm. 5), S. 49; SCHAFKE 2004 (wie Anm. 3), S. 133; GECHTER 2009 (wie Anm. 3), S. 31-48 (hier S. 32-34); HILGER 1985 (wie Anm. 3), S. 3.

(7) Vgl. KOSCH 2005 (wie Anm. 3), S. 64.

(8) Vgl. Albert VERBEEK, Kolner Kirchen. Die kirchliche Baukunst in Koln von den Anfangen bis zur Gegenwart, 3., uberarbeitete Auflage, neu hrsg. von Gunther Binding und Susanne Stolz, Koln, 1987, Abb. 21f.; Reinhard ANGENENDT, St. Maria im Kapitol zu Koln. In Geschichte und Gegenwart, hrsg. vom Katholischen Pfarramt St. Maria im Kapitol, Koln, 1958, S. 7, 11 und 28 (Abb.).

(9) Vgl. HILGER 1985 (wie Anm. 3), S. 4, 8.

(10) Vgl. die graphische Projektion der Geburtskirche in Betlehem auf den Grundriss von St. Maria im Kapitol: Otmar SCHWAB, St. Maria im Kapitol in Koln. Statisch-konstruktive Probleme der Dreikonchenanlage, in: JUSTEN-MERTENS 2009 (wie Anm. 1), S. 133-139 (hier S. 133, Abb. 3); Wolfgang STRACKE, St. Maria im Kapitol, Koln. Die romanische Bildertur, Fotografien von Karl-Hugo Schmolz und Thomas Zwillinger, Koln, 1994, S. 11 (Abb.); vgl. BEUCKERS 2009 (wie Anm. 5), S. 55.

(11) Vgl. KNAPP 2009 (wie Anm. 3), S. 75; SCHAFKE 2004 (wie Anm. 3), S. 130, 133; Klaus Gereon BEUCKERS, Rex iubet--Christus imperat. Studien zu den Holzturen von St. Maria im Kapitol und zu Herodesdarstellungen vor dem Investiturstreit (Veroffentlichungen des Kolnischen Geschichtsvereins e.V, 42), Koln, 1999, S. 129f.; STRACKE 1994 (wie Anm. 10), S. 12; DIECKHOFF 1985 (wie Anm. 1), S. 332; HILGER 1985 (wie Anm. 3), S. 3.

(12) Christian BEUTLER, St. Maria im Kapitol in Koln (Rheinische Kunststatten, 59), Neuss, 1958, S. 5 (5. Auflage Neuss 1981, S. 6).

(13) Vgl. KOSCH 2005 (wie Anm. 3), S. 67 (Abb.); SCHAFKE 2004 (wie Anm. 3), S. 133; HILGER 1985 (wie Anm. 3), S. 13f. (Abb.).

(14) KNAPP 2009 (wie Anm. 3), S. 98f.

(15) Vgl. VERBEEK 1987 (wie Anm. 8), S. 20f., 53f. (Abb. 14-23).

(16) SCHAFKE 2004 (wie Anm. 3), S. 134.

(17) Vgl. STRACKE 1994 (wie Anm. 10), S. 10f.

(18) Vgl. KOSCH 2005 (wie Anm. 3), S. 64f., 70-72 (Abb.); SCHAFKE 2004 (wie Anm. 3), S. 129f.; HILGER 1985 (wie Anm. 3), S. 13.

(19) Vgl. KNAPP 2009 (wie Anm. 3), S. 100.

(20) Vgl. BEUCKERS 2009 (wie Anm. 5), S. 53; KOSCH 2005 (wie Anm. 3), S. 65-67 (Abb. 9); BEUCKERS 1999 (wie Anm. 11), S. 136f.

(21) Vgl. KOSCH 2005 (wie Anm. 3), S. 66-68 (Abb).

(22) Vgl. KOSCH 2005 (wie Anm. 3), S. 66 (Abb.).

(23) Vgl. Christel SCHULMEYER, Die Turflugel des Sudkonchenportals von St. Maria im Kapitol, in: JUSTEN-MERTENS 2009 (wie Anm. 1), S. 201f. (Abb.).

(24) KOSCH 2005 (wie Anm. 3), S. 73.

(25) Vgl. SCHAFKE 2004 (wie Anm. 3), S. 134 (Abb.); STRACKE 1994 (wie Anm. 10), S. 15f.

(26) Vgl. Hermann SCHNITZLER, Die Holzturen von St. Maria im Kapitol (Rheinische Meisterwerke, 2), Bonn, 1937, S. 5; STRACKE 1994 (wie Anm. 10), S. 16.

(27) Vgl. Christa SCHULZE-SENGER/Elisabeth JAGERS/Wilfried HANSMANN, Neue Erkenntnisse zu der Bildtur von St. Maria im Kapitol, in: Zeitschrift fur Kunsttechnologie und Konservierung 5 (Nr. 2), 1991), S. 201-229 (hier S. 201).

(28) Vgl. STRACKE 1994 (wie Anm. 10), S. 19.

(29) Vgl. die Nahaufnahmen bei STRACKE 1994 (wie Anm. 10), S. 30-145; Peter BLOCH, Die Turflugel von St. Maria im Kapitol zu Koln, 2., uberarbeitete Auflage, Monchengladbach, 1978, S. 18-61; Drutmar CREMER/Kyrilla SPIECKER, Preisen sollen dich alle Volker. Betrachtungen zu den Plastiken an St. Maria im Kapitol zu Koln nach Fotos von Oswald Kettenberger, Wurzburg, 1977; SCHNITZLER 1937 (wie Anm. 26), Abb. 1-16.

(30) Lesung und Ubersetzung der Inschrift von B. Bischoff; zitiert nach BLOCH 1978 (wie Anm. 29), S. 62; vgl. CREMER/SPIECKER 1977 (wie Anm. 29), S. 67. Modifizierte Ubersetzung bei STRACKE 1994 (wie Anm. 10), S. 17f.

(31) Vgl. STRACKE 1994 (wie Anm. 10), S. 24f.; HILGER 1985 (wie Anm. 3), S. 17, 28f.; BLOCH 1978 (wie Anm. 29), S. 6; CREMER/SPIECKER 1977 (wie Anm. 29), S. 65.

(32) BLOCH 1978 (wie Anm. 29), S. 16; vgl. SCHNITZLER 1937 (wie Anm. 26), S. 8f.

(33) SCHAFKE 2004 (wie Anm. 3), S. 134.

(34) Vgl. SCHNITZLER 1937 (wie Anm. 26), S. 5.

(35) Vgl. die Abb. in SCHAFKE 2004 (wie Anm. 3), S.132; STRACKE 1994 (wie Anm. 10), S. 13. (Abb.)

(36) Vgl. BEUCKERS 1999 (wie Anm. 11), S. 144-159; SchaFKE 2004 (wie Anm. 3), S. 134-137.

(37) Vgl. Hugo BRANDENBURG, Die fruhchristlichen Kirchen Roms vom 4. bis zum 7. Jahrhundert. Der Beginn der abendlandischen Baukunst, Regensburg, 2004 (2. Auflage 2005, S. 175-177); BEUCKERS 1999 (wie Anm. 11), S. 172-176; STRACKE 1994 (wie Anm. 10), S. 20f.; Bernward von Hildesheim und das Zeitalter der Ottonen. Katalog der Ausstellung in Hildesheim (Dom- und Diozesanmuseum, Roemer- und Pelizaeus-Museum) am 15.8.-28.11.1993, hrsg. von Michael BRANDT und Arne EGGEBRECHT, Band 2, Hildesheim/Mainz, 1993, S. 273, 276 (Kat. V-16); Gisela JEREMIAS, Die HolztMr der Basilika S. Sabina in Rom, Tubingen, 1980.

(38) Vgl. Sibylle WALTHER, David rex et propheta. Der Polirone-Psalter und die norditalienische David-Tradition von der Spatantike bis ins 11. Jahrhundert, in: Germanistik in der Schweiz 7, 2010, S. 77-101; Mariantonia REINHARD-FELICE, Ad sacrum lignum. La porta maggiore della basilica di Sant'Ambrogio a Milano, Bellinzona, 1996; Mariantonia REINHARD-FELICE, Die Holzture von SantAmbrogio in Mailand. Ein Entwurf von Bischof Ambrosias?, in: Fur irdischen Ruhm und himmlischen Lohn. Stifter und Auftraggeber in der mittelalterlichen Kunst, hrsg. von Hans-Rudolf MEIER, Carola JAGGI und Philippe BUTTNER, Berlin, 1995, S. 21-30; Carlo BERTELLI, Percorso tra le testimonianze figurativepio antiche. Dai mosaici di S. Vittore in Ciel d?oro al pulpito della basilica, in: La basilica di S. Ambrogio. Il tempio ininterrotto, hrsg. von Maria Luisa GATTI PERER, Band 2, Milano, 1995, S. 339-387; BRANDT/EGGEBRECHT 1993 (Bernward von Hildesheim und das Zeitalter der Ottonen, wie Anm. 37), S. 272-275 (Kat. V-15); Ernst DASSMANN, Zu den Davidszyklen im Apollon-Kloster von Bawit, in: Tesserae. Festschrift fur Josef Engemann (Jahrbuch fur Antike und Christentum. Erganzungsband 18), hrsg. von Ernst DASSMANN und Klaus THRAEDE, Munster, 1991, S. 126-137; Adolph GOLDSCHMIDT, Die Kirchenthur des heiligen Ambrosius in Mailand. Ein Denkmal fruhchristlicher Skulptur, Strafiburg, 1902.

(39) STRACKE 1994 (wie Anm. 10), S. 21.

(40) Rudolf WESENBERG, Fruhe mittelalterliche Bildwerke. Die Schulen rheinischer Skulptur und ihre Ausstrahlung, Dusseldorf, 1972, S. 27-47.

(41) <<Greift das Bildprogramm auf einen umfangreicheren, wohl byzantinisch gepragten Zyklus zuruck, so liegen die stilistischen Voraussetzungen in einer Gruppe kleinfiguriger, wahrscheinlich in Luttich entstandener Elfenbeinreliefs>> (HILGER 1985 [wie Anm. 3], S. 29f.); vgl. DIECKHOFF 1985 (wie Anm. 1), S. 333f.; BEUTLER 1981, S. 6 (wie Anm. 12); BLOCH 1978 (wie Anm. 29), S. 15f., 51-53 (Abb.); CREMER/SPIECKER 1977 (wie Anm. 29), S. 66; BEUTLER 1958, S. 11 (wie Anm. 12); SCHNITZLER 1937 (wie Anm. 26), S. 9.

(42) DIECKHOFF 1985 (wie Anm. 1), S. 333.

(43) STRACKE 1994 (wie Anm. 10), S. 9.

(44) Vgl. SCHNITZLER 1937 (wie Anm. 26), S. 7.

(45) Vgl. KNAPP 2009 (wie Anm. 3), S. 75; KOSCH 2005 (wie Anm. 3), S. 73; STRACKE 1994 (wie Anm. 10), S. 15; HILGER 1985 (wie Anm. 3), S. 3.

(46) STRACKE 1994 (wie Anm. 10), S. 17.

(47) Vgl. HILGER 1985 (wie Anm. 3), S. 17.

(48) Vgl. BEUCKERS 1999 (wie Anm. 11), S. 125-193.

(49) Vgl. ebd., S. 13, 170, 180f., 193.

(50) BEUCKERS 2009 (wie Anm. 5), S. 65.

(51) Vgl. DIECKHOFF 1985 (wie Anm. 1), S. 332; Anton LEGNER, Deutsche Kunst der Romanik, Munchen, 1982, S. 52-54.

(52) <<Quod legentibus scriptura, hoc idiotis praestat pictura cernentibus, quia in ipsa ignorantes vident quid sequi debeant, in ipsa legunt qui litteras nesciunt; unde et praecipue gentibus pro lectione pictura est>> (<<Was fur die des Lesens Kundigen die Schrift ist, das ist fur die Ungebildeten das Bild, denn diejenigen, die die Buchstaben nicht kennen, sehen die Vorbilder, denen sie nachstreben sollen; darum vor allem ersetzt fur die einfachen Leute das Bilderbetrachten die Lekture>>, Gregor der Grosse, Epistula II ad Serenum, <<Litterarum tuarum primordia>>, um 600; in: Registrum Epistolarum XI, 10).

(53) Vgl. STRACKE 1994 (wie Anm. 10), S. 17, HILGER 1985 (wie Anm. 3), S. 29; DIECKHOFF 1985 (wie Anm. 1), S. 332; BEUTLER 1981, S. 6f. mit Abb. (wie Anm. 12); BLOCH 1978 (wie Anm. 29), S. 12f., 47; BEUTLER 1958, S. 5, 8 mit Abb. (wie Anm. 12).

(54) BLOCH 1978 (wie Anm. 29), S. 13.

(55) Vgl. DIECKHOFF 1985 (wie Anm. 1), S. 333; BEUTLER 1981, S. 6 (wie Anm. 12); BEUTLER 1958, S. 11 (wie Anm. 12).

(56) SCHAFKE 2004 (wie Anm. 3), S. 134.

(57) Ebd., S. 137.

(58) Vgl. STRACKE 1989 (wie Anm. 1), S. 102-104.

(59) Vgl. Ute GOTZ, Die Bildprogramme der Kirchenturen des 11. und 12. Jahrhunderts, maschinenschriftliche Dissertation Tubingen, 1971, S. 13f.; Joseph SAUER, Symbolik des Kirchengebaudes und seiner Ausstattung in der Auffassung des Mittelalters. Mit Berucksichtigung von Honorius Augustodunensis Sicardus und Durandus, Freiburg im Breisgau, 1902 (2., vermehrte Auflage: Freiburg im Breisgau, 1924, S. 309).
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Publication:Anuario de Historia de la Iglesia
Date:Jan 1, 2013
Words:5872
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