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Vilja Oja, Linguistic Studies of Estonian Colour Terminology.


Vilja Oja, Linguistic Studies of Estonian Colour Terminology, Tartu 2001 (Dissertationes Philologiae Estonicae Universitatis Tartuensis 9). 191 S.

Die estnische Sprachwissenschaftlerin Vilja Oja hat sich in ihren Forschungen vor allem auf volkssprachliche Farbbezeichnungen konzentriert und dazu langere und kurzere Abhandlungen veroffentlicht. Sie hat nun der Promotionskommission fur finnisch-ugrische Sprachwissenschaften der Universitat Tartu ihre aus zehn Aufsatzen bestehende Publikation mit Forschungen zum estnischen Farbwortschatz vorgelegt. Mit diesen darin zusammengefassten Kurzforschungen hat sich V. Oja Ziele gesetzt, die auf drei Schwerpunkte ausgerichtet sind:

1) Erfassung des lexikalischen Bestands von estnischen schrift-und dialektsprachlichen Farbwortern, sowie Herauskristallisierung ihrer morphologischen Struktur, Bildungsweise, Entstehungsmotive und lexikalischen Beziehungen untereinander;

2) Analyse an·a·lyse  
v. Chiefly British
Variant of analyze.


analyse or US -lyze
Verb

[-lysing, -lysed] or -lyzing,
 der lexikalisch-semantischen Beziehungen zwischen den Bezeichnungen fur die vier ostseefinnischen Farbbegriffe ('grau', 'gelb', 'rot', 'grun'), um damit eine Konzeption fur eine parallele Kartenerfassung von Synonymen und zur Kommentierung im ostseefinnischen Sprachatlas zu erstellen;

3) Suche nach einem optimalen Verfahren zur Bestimmung der Semantik von Farbwortern und zu ihrer Markierung in elektronischen Datenbanken, die in der Lexikografie effektiv zum Einsatz kommen.

Im Artikel uber die gespeicherte Datenbank und die Materialbearbeitung estnischer Farbadjektive ("Database and Computer Analysis of the Estonian Colour Adjectives") erlautert V. Oja die Struktur der von ihr selbst angelegten Datenbank estnischer Farbbezeichnungen und diesbezugliche Analyseverfahren. Die Datenbank umfasst 1400 Stichworter, denen mindestens noch die zehnfache Anzahl an phonetischen Varianten hinzuzurechnen ist. Die Erstellung der Datenbank war eher eine schopferische als techni sche Arbeit, in deren Verlauf das gesamte Material zu markieren war, darunter auch die semantischen Informationen zu den Farbbezeichnungen. Die Mehrheit dieser Bezeichnungen stammt aus den Dialektkartotheken des Instituts fur estnische Sprache, erganzt durch von V. Oja gesammelte Belege. Bei Feldforschungen in verschiedenen Dialektgebieten hat sie das bereits vorhandene Material uberpruft und Korrekturen vorgenommen sowie Exzerpte aus literatursprachlichen Texten angefertigt. Anhand der erstellten Datenbank hat die Autorin den Bestand estnischer Farbbezeichnungen analysiert, wobei die Anwendung von Metallbenennungen in diesen, der Semantik zusammengesetzter Farbnomina, den gegenseitigen Beziehungen der Zusammenfugungen, dem fur die Markierung heller und blasser Farbtone eingesetzten Wortschatz und dem estnischen Dialektwortschatz zur Bezeichnung der Farbbegriffe grau, gelb, rot rot (rot)
1. decay.

2. a disease of sheep, and sometimes of humans, due to Fasciola hepatica.


rot

decay.
 und grun besondere Aufmerksamkeit gewidmet wurde.

Im Artikel uber die Farbbezeichnungen im ostseefinnischen Sprachatlas (.Colour Terms in the Finnic Atlas Atlas, in Greek mythology
Atlas (ăt`ləs), in Greek mythology, a Titan; son of Iapetus and Clymene and the brother of Prometheus.
.) geht es um die Erfassung der vier Grundfarben (hall 'grau', kollane 'gelb', punane 'rot', roheline 'grun') im ostseefinnischen Sprachatlas und um die lexikalisch-semantischen Beziehungen der Bezeichnungen zwischen diesen Farbbegriffe, damit eine Konzeption zur parallelen Eintragung der Synonyme auf den Karten und ihre Kommentierung ausgearbeitet werden kann. Im Aufsatz werden dialektsprachliche Entsprechungen der Farbbegriffe in allen Al·len , Edgar 1892-1943.

American anatomist who is noted for his studies of hormones and for the discovery (1923) of estrogen.
 ostseefinnischen Sprachen gebracht, mit Kommentaren versehen und ihre Auswahl begrundet. Die genannten vier ostseefinnischen Farbbegriffe sind auf Empfehlung des Fragebogens zum Sprachatlas genau abzugrenzen, damit auf der Karte lediglich die zur Beschreibung bestimmter Objekte gebrauchten Farbworter eingetragen werden, d. h. allgemein im Ge brauch befindliche, neutrale Frabbezeichnungen, die weder Farbnuancen noch Hell- bzw. Dunkeltone oder Intensivstufen widerspiegeln: 'grau = Farbe der Birkenrinde', 'gelb = Farbe des herbstlichen Birkenblattes oder der Butterblume', 'rot = Farbe des Blutes', 'grun = Farbe des Grases'. Den Ausfuhrungen (s. S. 43ff.) ist zu entnehmen, dass eine Abgrenzung der Farbbenennungen, die' 'grun' bezeichnen, die groszten Schwierigkeiten bereitet hat. Eine Festlegung des Begriffsumfangs der Farbe des Grases wird bei Vorhandensein mehrerer Farbnamen die altere, d. h. Naturfarbe bevorzugt. Doch wenn man von Gras spricht, ist schwer zu entscheiden, ob man damit die Farbe an sich oder est. haljus 'Frische' zum Ausdruck bringen will. V. Oja bekennt auf S. 44, dass nach ihrem Sprachgefuhl sprach·ge·fühl  
n.
A feeling for language; an ear for the idiomatically correct or appropriate.



[German : Sprache, language (from Middle High German
 haljas 'grun' ein wesentlich breiterer Begriff ist als die Farbe roheline 'grun', was ihres Erachtens zwangslaufig Lebenskraft und Frische, Saftigkeit der Pflanze bedeutet, manchmal auch auf das Rohsein hinweist. Wenn est. mets laheb haljaks 'der Wald grunt', dann heiszt das in erster Linie der Pflanzenwuchs setzt ein und die Blatter Blat´ter

v. i. 1. To prate; to babble; to rail; to make a senseless noise; to patter.
[

imp. & p. p. os> Blattered

( ) r>.]

They procured . . .
 sprieszen, womit naturlich die grune Farbe des Chlorophylls einhergeht. Wenn eine Pflanze welkt, muss sie nicht unbedingt die grune Farbe verlieren, aber auf keinen Fall ist sie dann haljas 'frischgrun'.

Farbkomposita und Farbsyntagmen bilden nach V. Oja ca. 80% aller registrierten Farbbenennungen. Da bei den dialektsprachlichen Belegen schwer die Grenze zwischen Kompositum und Syntagma syn·tag·ma   also syn·tagm
n. pl. syn·tag·mas or syn·tag·ma·ta also syn·tagms
1. A sequence of linguistic units in a syntagmatic relationship to one another.

2.
 zu ziehen ist, werden sie gemeinsam behandelt. Im Aufsatz uber Adjektive in den estnischen Dialekten, die helle und blasse Farben bezeichnen, hebt V. Oja Belege hervor, wo es beim Bestandteil des Farbwortes hele 'hell' in manchen Dialekten in Numerus und Kasus zu einer Ubereinstimmung mit dem Farbadjektiv gekommen ist; wie etwa Haa eledad punased 'helle rote', Kod eledan ruasan 'helle rote rote 1  
n.
1. A memorizing process using routine or repetition, often without full attention or comprehension: learn by rote.

2. Mechanical routine.
, SgIness'. Der gegenwartige Kenntnisstand lasst jedoch keine schlussigen Aussagen zu, in welchem Umfang diese Erscheinung in den estnischen Dialekten bekannt ist und ob es territorial bedingte Unterschiede gibt. Bei den Farben bezeichnenden Komposita spielt die Haupteigenschaft der Wahrnehmungsfarbe beim Ausdrucken von Hell oder Dunkel eine wichtige Rolle. Aus V. Ojas Forschung ist zu erfahren, dass das Bildungssystem der Farbbezeichnungen in der Dialekt- und Schriftsprache ziemlich gleich ist. Abweichungen bestehen in erster Linie in ortlich bedingten Bedeutungsunterschieden und in den Derivationsmodellen.

In einigen Artikeln werden Probleme des Anfugens des ersten Gliedes behandelt. In "Concept, Word and Place" vermutet V. Oja auf S. 148, dass es in dem den Ort ORT oral rehydration therapy.
ORT 1 Operating room technician 2 Oral rehydration therapy, see there 3. Registered Occupational therapist
 angebenden ersten Wortglied im Kompositumstyp magi Magi (mā`jī), priestly caste of ancient Persia. Probably Median in origin, they were, according to Herodotus, a tribe rather than a priestly family. Zoroaster is thought to have been a Magus.  + kutt, magi + jogi, magi + tee, magi + karjamaa hin hin  
n.
A unit of liquid measure used by the ancient Hebrews, equal to about five liters.



[Middle English, from Medieval Latin, from Greek, from Hebrew hîn, of Egyptian origin.
 und wieder i-Pluralstamme gibt, die in ihrer Form mit dem Nominativ Singular--der er aber in Wirklichkeit nicht ist--zusammenfallt. Ein ahnlicher Gedankengang findet sich in der Doktorarbeit von Julius Magiste (1928). Und zwar hat das Estnische unter a-stammigen Substantiven erste Wortglieder auf -i, wie etwa sepi/koda 'Schmiede', kingi/(s)sepp 'Schuster' J. Magiste schreibt dazu in seiner seine  
n.
A large fishing net made to hang vertically in the water by weights at the lower edge and floats at the top.

v. seined, sein·ing, seines

v.intr.
To fish with such a net.

v.
 Dissertation dis·ser·ta·tion  
n.
A lengthy, formal treatise, especially one written by a candidate for the doctoral degree at a university; a thesis.


dissertation
Noun

1.
 (1928 : 223 und an anderen Stellen): "Am deutlichsten ist die adjektivische Funktion in reinen Komposita mit -oi, wie [--] fi. aitovieri 'Zaunsrand'Jedoch wechseln in diesen Komposita -oi und -i in Abhangigkeit der Vokalqualitat der ersten Silbe genau nach den gleichen Prinzipien wie im i-Plural der a-, a-Stamme [--] huhtikuu 'April' sotiretki 'Feldzug', lehmikarja 'Kuhherde', silmivesi 'Augenwasser' (s. auch Viitso : 2000 : 171ff.).

Im Aufsatz uber Farbkomposita, die auf dem Vergleich basieren, stehen zusammengesetzte Farbbezeichnungen im Mittelpunkt, die nach folgender Struktur aufgebaut sind: Substantiv als Vergleichsgrundlage + Farbwort (=Adjektiv). Das ist eine offene Farbwortgruppe, die man auf einfachste Weise durch neue Mitglieder erganzen kann. Bekanntlich liegt hier das Problem im nominativischen oder genitivischen ersten Wortglied. In der Schriftsprache dominiert das nominativische erste Glied. Das untersuchte Dialektmaterial lasst eher eine gegensatzliche Tendenz erkennen. V. Oja hat versucht herauszustellen, warum in aus gleichen Komponenten bestehenden Verbindungen einmal ein nominativischen, ein andermal ein genitivisches erstes Wortglied umgesetzt wird. Sie formuliert die Problemstellung wie folgt: Bestimmt die inhaltliche Seite die Kasusform? Und sie gelangt zu der Ansicht, dass in der Dialektsprache die Wahl zwischen Nominativ und Genitiv eine semantische Bedeutung hat; so z. B. sidrun/kollane 'zitronengelb' (das nominativische erste Wortglied weist auf eine hohe Farbintensivitat hin, hier auf ein kraftiges Gelb) und sidruni/kollane id. (bestimmt die Farbigkeit in der Farbskala). Eine weitere Erforschung bedarf, ob es ortliche Unterschiede gibt und wie grosz grosz  
n. pl. gro·szy
See Table at currency.



[Polish, from Czech gro
 diese sind. In der Schriftsprache wird in den auf dem Vergleich basierenden Farbbezeichnungen das nominativische erste Glied bevorzugt, weswegen die geschilderten Bedeutungs unterschiede nicht so deutlich hervortreten. In .Gold, Silver and Copper in the Estonian Colour Names. untersucht die Autorin wie die Metallbenennungen zur Kennzeichnung der Farbigkeit, eines Farbtones und eines Farbmaterials in der Schrift- und Dialektsprache eingesetzt werden und illustriert ihre Ausfuhrungen mit vielen zuverlassigen Farbwortbelegen, die mit diesen Metallbenennungen gebildet worden sind.

Um die Kennzeichnung der Farbintensitat, ob hell oder dunkel, in der estnischen Sprache, besonders in ihren Dialekten, geht es in vier Artikeln.

In .Murdekaardid moistetest 'hele' ja 'tume' "(Dialektkarten zu den Begriffen hele .hell. und tume 'dunkel') wird die territoriale Verbreitung diesbezuglicher Farbworter unter die Lupe genommen. Es ist interessant festzustellen, dass Andrus Saareste in seinem Worterbuch" Eesti keele moisteline sonaraamat"unter den Begriffen hele und tume etliche Lexeme (grammar) lexeme - A minimal lexical unit of a language. Lexical analysis converts strings in a language into a list of lexemes. For a programming language these word-like pieces would include keywords, identifiers, literals and punctutation.  mehr auffuhrt als V. Oja. Unter 'hele' bringt sie hele, elgas, elk elk, name applied to several large members of the deer family. It most properly designates the largest member of the family, Alces alces, found in the northern regions of Eurasia and North America. In North America this animal is called moose. , hell, valss, vaalas, valus. Bei A. Saareste gibt es zusatzlich noch ere : ereda, erk : ergu, haljas, kirgas, rabe u. a. (s. Saareste I, Sp. 438-440). Den Begriff 'dunkel' reprasentieren in V. Ojas Forschung die Adjektive tume/ tume, tumbe, pime, tunkel, tammu, tinno, tuhm-/tuhm-, tuhn-, sowie die in der Untersuchung erwahnten, jedoch auf den Karten nicht verzeichneten mustakas, mustjas, mustjane, bei A. Saareste finden sich weiterhin tuunjas, tuhi, urm (s. Saareste IV, Sp. 85.86).

V. Oja vermutet, dass das in der Peripherie des estnischen Sprachraums auftretende pime in der Bedeutung 'dunkel' auf eine eventuelle Lehnbedeutung hinweist: auf der Halbinsel Sorve auf eine lettische und in Sudost-Estland (einschlieszlich Lutsi) auf eine lettische und russische Entlehnung. Die bei H. Goseken vorhandenen dunckelgrun/ pimme roheline, dunckelroht / pimme punnane konnten vielleicht sogar daraufhin deuten, dass das Verbreitungsgebiet von pime in seiner Bedeutung 'dunkel' aus historischer Sicht umfangreicher gewesen sein durfte (s. Goseken 1660 : 162). Eine analoge Bedeutungsparallelitat wird auch bei tume/ tumee sichtbar: tume 'Dunkelheit' u. a. in alliterierenden Gesangen, ests tume .dunkel, unklar, trube, glanzlos, dunkelfarbig; stumpf, hohl, gedampft, klanglos'.

Aus der Verbreitungskarte des Farbwortes tunkel lasst sich sein Bekanntsein in ganz Estland ablesen. In dem von S. H. Vestring (wahrscheinlich zwischen 1720.1740) zusammengestellten estnischdeutschen Worterbuch gibt es dieses di·e·sis  
n. pl. di·e·ses
See double dagger.



[Medieval Latin, semitone (which was indicated by a double dagger), from Latin, quarter tone, from Greek diesis,
 Wort wort 1  
n.
A plant. Often used in combination: liverwort; milkwort.



[Middle English, from Old English wyrt; see
 noch nicht: bei ihm ist die Entsprechung fur Dunckel Tuhnias (s. Vestring 1998 : 257). Im Worterbuch von F. J. Wiedemann wird man fundig: tunkel : tunkle .dunkelfarbig., das als Wort im nordestnischen Sprachraum von Parnumaa und in Laanemaa registriert ist (s. Wiedemann 1973 : 1222). Unsere Zustimmung findet die Ansicht von V. Oja, wonach das Lehnwort tunkel nicht wegen des Fehlens eines das Dunkelsein einer Farbe ausdruckenden Wortes in bestimmten Dialektgebieten in den Sprachgebrauch aufgenommen worden sein sollte und so mancher Sprachinformant bedeutungsmaszig einen Unterschied zwischen tume und tunkel gemacht habe. Nahe liegt die Vermutung, dass die Ingebrauchnahme von fabrikmaszig hergestellten Farben we sentlich das Farbgefuhl der Esten und ihr bisher bestehendes bzw. bestehenden Farbsysteme verandert hat, aber diese Auswirkungen sind anhand estnischer Belege kaum untersucht worden.

In mehreren Artikeln lassen sich etymologische Darlegungen zu Farbwortern entdecken, zu denen im Folgenden einige Anmerkungen vorgetragen werden sollen.

Das Verbreitungsgebiet von est. (h)arm 'grauvermischt, graulich' hat sich anscheinend merklich verringert (Angaben gemasz VMS (1) (Virtual Memory System) A multiuser, multitasking, virtual memory operating system for the VAX series from Digital. VMS applications run on any VAX from the MicroVAX to the largest unit. See OpenVMS. : Poi Urv Krl Har Rou Plv Vas Se) und das Farbwort hat eine spezifische Bedeutung angenommen. Nach M. Koski sprechen die Angaben aus Sudestland fur ein aus sudlicher Richtung stammendes Lehnwort (s. Koski 1983 : 194). Aus sprachgeschichtlicher Sicht gehoren zu (h)arm auch noch SJn Hls Krk urm 'graubraun halbreif (Getreide)', Vil urmiline 'grau', Hls urmjas 'grungrau'. Dieser Sachverhalt lasst sich so erlautern, dass in den in den sudestnischen Dialekten verbreiteten alten Baltismen (und ich vermute mal einen durch den Lehngeber verursachten) Wechsel der Lautfolge von arC in urC gibt; einen analogen Wechsel kennt ebenso der auf das Baltische zuruckzufuhrende Wortstamm SJn Kop Trv Pst Hls Krk ardu, Hls ardus 'im Schatten Gelegener' und Hls urdas 'Hutte, Schuppen. u. a.; diesen Wechsel vor Augen durfte Licht Licht (Light), subtitled "The Seven Days of the Week," is a cycle of seven operas composed by Karlheinz Stockhausen which, in total, lasts over 29 hours. Origin
The project, originally titled Hikari
 in die etymologische Deutung von (h)urtsik 'Hutte' bringen.

Nach V. Oja (S. 42) ist ruske ein genuines Wort, obwohl zu dem ostseefinnischen Farbwort schon vor langerer Zeit eine recht glaubwurdige baltische Etymologie vorgelegt worden ist; vgl. lett. ruskans, russkans, russgans 'rotlich' braunlich, rotbraun, rostfarben', ruzgs 'rotlich, 'braun', rusls 'braun', lit. rusvas 'rotbraun', rudskis '(rot)braun'; in den baltischen Sprachen handelt es sich hier um ein zur alten Wortschatzschicht gehorendes Lexem, denn so z. B. reprasentieren lit. rus/vas ein in altherkommlichen indoeuropaischen Farbadjektiven vorhandenes Derivationsmodell mit dem Ableitungssuffix -??os (s. Kalima 1936 : 158; Lanszweert 1984 : 60; Liukkonen 1999 : 39; SSA (Serial Storage Architecture) A fault tolerant peripheral interface from IBM that transfers data at 80 and 160 Mbytes/sec. SSA uses SCSI commands, allowing existing software to drive SSA peripherals, which are typically disk drives.  3 : 110.111).

Mit Verweis auf die Quellen (SKES und EEW EEW Elementary Edge Wave
EEW Neenah, Wisconsin
!) erwahnt V. Oja falschlicherweise, als ob osfi. vaha 'Wachs' ein durch baltische Vermittlung eingegangenes niederdeutsches Lehnwort sei (S. 41). Hier iegt tatsachlich ein Irrtum vor: vaha ist eine althergebrachte baltische Entlehnung. Weiterhin vermutet die Autorin (S. 42), dass das in Sudost-Estland und in der Sprachinsel Lutsi als Farbbenennung bekannte vahano 'wachsfarben' u. a. lettische Lehnubersetzungen sind; vgl. lett. vasks d. Die Forscherin stutzt sich in ihrer Aussage auf M. Koski (s. Koski 1983 : 108). An dieser Stelle sei dennoch angemerkt, dass die Quelle, die auch V. Oja benutzt hat das Wort vasks '(Bienen)wachs' in der Bedeutung .wachsgelb. vor allem an der Grenze zu Sudost-Estland hin kennt (s. Mulenbachs 1932 : 485); nebenbei finden sich in der gleichen Quelle noch die folgenden und fur uns hochst interessanten Angaben: vasks kakis 'wachsgelbe Katze', vasks zirgs 'gelbes Pferd', vaskus (dzeltainus) matus 'wachsfarbene (gelbe, blond) Haare', vaskis vaska 'gelbes Pferd', vaskainis = dzelteni abuolainis zirgs 'wachsfarbene Schimmel Pferd', vaskans 'gelb, Gelblich'), und das in einem Gebiet, das mmer auch von Esten bevolkert war, sporadisch trifft man diese auch anderswo, edoch aus Latgalen, der Nachbarschaft der Sprachinsel Lutsi, fehlen jegliche Beege (s. etwa eines der wichtigsten Worterbucher des Latgalischen: ReIkena 1998). Konnte sich denn dieses sudost-estnische und in der Sprachinsel von Lutsi verbreitete und auf Vergleich beruhende Farbwort nicht doch an Ort und Stelle herausgebildet haben: gelb wie der Wachs > wachsfarben, und wenn man auszerdem noch die Tatsache in Betracht zieht, dass es sich hier um ein Gebiet mit einer tiefverwurzelten Tradition in der Waldimkerei handelt, wo der Wachs und seine Seine (sān, Fr. sĕn), Lat. Sequana, river, c.480 mi (770 km) long, rising in the Langres Plateau and flowing generally NW through N France.  Eigenschaften auszerst bekannt waren, konnte man sehr zu dieser Ansicht neigen (s. Vaba 1990a : 173ff.; 1990b : 35ff.).

In dem oben bereits erwahnten Aufsatz uber die Dialektkarten zu den Begriffen hele und tume finden sich auch Hinweise auf eine mogliche etymologische Herkunft der erfassten Farbworter. Hierzu sei noch folgendes erganzt: *e[delta]a-Adjektive erscheinen in den ostseefinnischen Sprachen oft oft  
adv.
Often. Often used in combination: his oft-expressed philosophy; oft-repeated tales.



[Middle English, from Old English; see upo in Indo-European roots.
 als Paar, wo das Suffixelement -k- resp. -g- entweder vorhanden ist oder fehlt, weswegen eine etymologische Parallelbetrachtung des Paares hele 'hell' / helge 'lichtvoll' jederzeit berechtigt ist; vgl. noch die Beispiele: jale 'ekelhaft' / jalk 'widerlich', rase 'schwanger' / raske 'schwer', sire(v) 'gerade' / sirge 'aufrecht' tahe 'trocken' / tahke 'hart', tihe 'dicht' / tihke 'fest' va(a)l- 'hell' / valge .weisz. (s. Naheres M[a]g[iste] 1936 : 185; Hallap 1983 : 422ff.). Das Gesagte berucksichtigend gibt es wohl keinen Grund die Adjektive elgas, elk, helkjas, helkane 'hell' mit dem Verb helkima 'schimmern' in Verbindung zu bringen.

Vilhelm Thomsen Vilhelm Ludwig Peter Thomsen (January 25, 1842 – May 12, 1927) was a Danish linguist. In 1893, he deciphered the Orkhon inscriptions in advance of his rival, Wilhelm Radloff. He also studied the origins of Russian and Finnish.  hat in den Farbadjektiven tume/tume u. a., tomu, timjass ein baltisches Lehnwort gesehen (s. Thomsen 1890 : 116). Sowohl SKES als auch EEW haben die Annahme, es sei ein baltisches Lehnwort, verworfen: wegen des Vokalwechsels u/u/i/o/(o) in der ersten Silbe des Wortstammes werden die Wortstamme in diesen beiden Quellen fur deskriptiv gehalten. Ich bin dennoch uberzeugt, dass das ostseefinnische und indoeuropaische, in erster Linie jedoch das ostseefinnische und baltisch-slawische Material etymologisch miteinander im Zusammenhang steht: 1. Der Wechsel i/u ist in den ostseefinnischen Sprachen (sowohl im entlehnten als auch im eigenen Wortschatz) eine recht allgemeine Erscheinung und muss nicht unbedingt auf Deskriptivitat hinweisen. Der (regelmaszige) Vokalwechsel von osfi. u, i und *e (> o) sowie entsprechend balt. u/i/a und e tritt auch in der eventuellen baltischen Ursprungsform bzw. den -formen auf, d. h. *tum-/dum-: let. tum?, timss 'dunkel, finster; unklar; verfinstert, ungebildet' u. a., tim/t 'dunkel werden', tima 'Dunkelheit', timsa id., lit. tem/ti 'finster, dunkel werden, Abend werden', tema 'Dunkelheit', tamsus 'dunkel, finster', timsras , timsrus /timsras 'bleifarbig, schweissfuchsig', russ. [TEXT NOT REPRODUCIBLE re·pro·duce  
v. re·pro·duced, re·pro·duc·ing, re·pro·duc·es

v.tr.
1. To produce a counterpart, image, or copy of.

2. Biology To generate (offspring) by sexual or asexual means.
 IN ASCII ASCII or American Standard Code for Information Interchange, a set of codes used to represent letters, numbers, a few symbols, and control characters. Originally designed for teletype operations, it has found wide application in computers. ] 'finster, dunkel' (Fraenkel 1965 : 1080); let. dumjs u. a. 'grau, dunkelbraun, schwarzbraun, fahl', dumala, dumala 'dunkelbraune Kuh; rote Kuh mit braunem Kopf., jatwingisch *dumo [TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII] (Karulis 1992 : 239.240). Andere in der diesbezuglichen Literatur hervorgehobenen Verbindungen (z. B. der Zusammenhang von (musta)tumba/tumpa 'dunkel' mit dem Adjektiv tomp/tump 'stumpf' usw.) gehoren zweifellos in die entsprechende Epoche der Reinterpretation re·in·ter·pret  
tr.v. re·in·ter·pret·ed, re·in·ter·pret·ing, re·in·ter·prets
To interpret again or anew.



re
 der baltischen (baltisch-slawischen) Lehnstamme. Ubrigens hat auch H. Ratsep angenommen, dass tomm/u 'brunett' ein auf den tume-Stamm zuruckgehender neuer einfacher Stamm ist (Ratsep 1992 : 373).

V. Oja auszert die Vermutung (S. 29) Muh linna punane 'hellrote Ladenfarbe (wortwortl.: stadtrot). sei das Ergebnis eine volksetymologischen Bearbeitung der anilinroten Farbbenennung. Es durfte keine Zweifel geben, dass die Ursprungsform von Mih liine, Kai kai
Noun

NZ informal food [Maori]

kai
noun N.Z. (informal) food, grub (slang) provisions, fare, board, commons, eats (slang
 Mih Koe liine/punane, Kuu aniliine/lilla, Urv anililli/sinine, Jam liini/sinine, Kuu Koe Kad aneliin, Iis aaniliin in aniliin : aniliini 'Anilin' zu suchen ist. Etymologisch gesehen gehoren aber wegen ihres Stammvokals a auf keinen Fall hierzu Han liina , Kse liina/punane (ich erganze mit Kse liinad seened 'anilinrote Pilze'). Die von Mari Must vorgelegte und auf das Russische hinauslaufende Lehnvermutung hat mehr Uberzeugungskraft (s. Must 2000 : 191: maliina < russ. [TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII] 'Himbeere'). Das Wort hanililla (wortwortl.: ganselila) ist wieder das Ergenis der Kontamination von aniliin + lilla.

Eine derart vielgestaltige Forschung, wie uns Vilja Oja uber den estnischen Farbwortschatz vorgelegt hat, regt den Leser zum Mitdenken und zuweilen zum Diskutieren und Widersprechen an. V. Oja hat mit ihrer Artikelreihe, die als Doktordissertation verteidigt wurde, glaubwurdige Forschungsergebnisse uber den lexikalischen Bestand der Farbbezeichnungen in den estnischen Dialekten und in der Schriftsprache, uber deren morphologischen Aufbau, Ableitungsverfahren, Entstehungsmotive und uber die lexikalisch-sematischen Beziehungen der Farbworter untereinander dargeboten.

Abkurzungen

Han--Hanila, Har--Hargla, Hls--Halliste, Haa--Haademeeste, Iis--Iisaku, Jam--Jamaja, Kad--Kadrina, Kod--Kodavere, Koe--Koeru, Krk--Karksi, Krl--Karula, Kse--Karuse, Kuu--Kuusalu, Kp--Kpu, Kai--Kaina, Mih--Mihkli, Muh--Muhu, Plv--Plva, Pst--Paistu, Poi--Poide, Ru--Ruge, Se--Setu, SJn-Suu-re-Jaani, Trv--Tarvastu, Urv--Urvaste, Vas--Vastseliina, Vil--Viljandi.

Saareste--A. Saareste, Eesti keele misteline snaraamat I.IV, Stockholm 1958--1963; VMS--Vaike murdesnastik I.II. Toimetanud Valdek Pall, Tallinn.

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Noun

a spicy Indian dish served in a metal dish [probably from the Baltistan region of Pakistan]
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LEMBIT VABA (Tallinn--Tampere)
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Author:Vaba, Lembit
Publication:Linguistica Uralica
Date:Mar 1, 2002
Words:3099
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