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Arvo Laanest 70.

Der bekannte Erforscher der ostseefinnischen Sprachen Arvo Laanest vollendete am 22. Marz
  • Rap-metal artist Marz
  • Name of administrative division in Armenia
  • Marz, Austria, a town in the district of Mattersburg in Burgenland in Austria
  • The Marz bar was a lesser-known Scottish candy bar created in an attempt to exploit Mars bars popularity].
 2001 sein 70. Lebensjahr.

[ILLUSTRATION OMITTED]

Arvo Laanest gehort zu den estnischen Finnougristen, die Paul Ariste Paul Ariste (February 31905, Torma, Jõgevamaa – February 21990, Tartu) was an Estonian linguist renowned for his studies of the Finno-Ugric languages (especially Estonian and Votic), Yiddish[1] and Baltic Romani language.  in den funfziger Jahren dahin lenkte, sich verstarkt mit der Erforschung von verwandten Sprachen zu befassen. Nach Abschluss seines Studiums an der Universitat Tartu trat er 1955 am damaligen Institut fur Sprache und Literatur eine Aspirantur an. Damit beginnt sein langes Berufsleben an dieser Forschungseinrichtung. Im Herbst 1958 wird er als Bibliograph angestellt, spater besetzt er Stellen eines wissenschaftlichen Mitarbeiters und von 1981 bis Second version. It means twice in Old Latin, or encore in French. Ter means three. For example, V.27bis and V.27ter are the second and third versions of the V.27 standard.  1992 leitet er die finnisch-ugrische Abteilung am Institut.

Neben einer verantwortungsvoll ausgeubten Leitertatigkeit vermochte A. Laanest ein beachtenswertes wissenschaftliches Werk zu erarbeiten, in dem es in erster Linie um Fragen des Ostseefinnischen, besonders des Ishorischen geht, das er auch noch mit nicht nachlassender Energie vergroszert. 1959 schrieb er seine Seine (sān, Fr. sĕn), Lat. Sequana, river, c.480 mi (770 km) long, rising in the Langres Plateau and flowing generally NW through N France.  Kandidatendissertation uber das substantivische Attribut im Ostseefinnischen "Substantiivne atribuut laanemeresoome keeltes". In den vielen Jahren hat er den ostseefinnischen Sprachraum aus den verschiedensten Blickwinkeln untersucht. Seine Ansichten uber die Beziehungen dieser Sprachen untereinander konnen im Artikel "Itamerensuomalaisten kielten ryhmityskysymyksia" (Vir. 1972, S. 113-121) nachgelesen werden. Ausgehend vom Stufenwechsel teilt er die ostseefinnischen Sprachen in eine periphere (Wepsisch, Livisch) und eine zentrale Gruppe (die ubrigen Sprachen) ein. Da es im Wepsischen keinerlei Anzeichen fur einen qualitativen Stufenwechsel gibt, mussten sich diese Gruppen offensichtlich noch vor der Entstehung der Nordost- und Sudwestgruppe abgespalten haben. Diese konnen als Nord- und Sudgruppe bezeichnet werden, wobei der ersten Wepsisch, Karelisch, Ishorisch und der uberwiegende Teil des Finnischen, der zweiten aber Livisch, Estnisch und Wotisch zuzuordnen sind.

Eine prinzipiell hoch interessante Forschung ist "Foneetilisi paralleelarenguid laanemeresoome keeltes" (KK 1973, S. 665-668), in der verschiedene, parallel in mehreren Sprachen auftretende Spracheigenschaften, wie etwa der Schwund unbetonter Vokale, der Schwund verschiedener Laute im Auslaut, der Schwund des Nasals in der Verbindung ns, Gemination gem·i·na·tion
n.
Embryologic partial division of a primordium, as of a single tooth germ forming two teeth.


gemination (jem´
 der Konsonanten, Palatalisierung von Dentalen vor i und j, aus allgemeiner Sicht abgehandelt werden. Im Artikel "Itamerensuomalaisten kielten soinnillisten klusiilien fonologian kysymyksia" (CIFU CIFU Census-Coverage Improvement, Follow Up  III, S. 250-253) schuf A. Laanest ein kompaktes Bild uber Vorkommensbedingungen stimmhafter Klusile und die Grunde ihrer Entstehung. Darin findet auch die Auffassung ihrer Bestatigung, dass die Halbvokale j und v in der Stufenwechselposition der urkarelischen Konsonanten k und t nach dem Schwund der Klusile entstandene spatere Ubergangslaute sind und somit nicht direkt von diesen Klusilen abstammen.

1975 war ein besonders erfolgreiches Jahr im Schaffen von A. Laanest, denn es erscheinen sein Uberblickswerk uber die ostseefinnischen Sprachen "[TEXT NOT REPRODUCIBLE re·pro·duce  
v. re·pro·duced, re·pro·duc·ing, re·pro·duc·es

v.tr.
1. To produce a counterpart, image, or copy of.

2. Biology To generate (offspring) by sexual or asexual means.
 IN ASCII ASCII or American Standard Code for Information Interchange, a set of codes used to represent letters, numbers, a few symbols, and control characters. Originally designed for teletype operations, it has found wide application in computers. ]" (S. 5-122) und die gleichartige, jedoch in vielen Teilen ausgebaute estnischsprachige Monographie "Sissejuhatus laanemeresoome keeltesse" (239 S.). Um Einiges ausfuhrlicher ist das in der Ubersetzung von Hans-Hermann Bartens veroffentlichte Buch von A. Laanest "Einfuhrung in die ostseefinnischen Sprachen" (1982). In diesem Werk findet--was insbesondere die historische Sprachforschung Historische Sprachforschung (HS or HSF) is a German journal of Indo-European historical linguistics, established by Adalbert Kuhn in 1852. It was formerly known as the Zeitschrift für vergleichende Sprachforschung (Journal of Comparative Linguistics) or  angeht--die bis 1981 vollbrachte zentrale Forschungsarbeit im Bereich dieser Sprachen seine Widerspiegelung. Diese Monographie erganzt in ausgezeichneter Weise die die finnisch-ugrischen Sprachen behandelnden Handbuchern, vor allem Lauri Hakulinens "Suomen kielen rakenne ja kehitys".

Alle wichtigen Untersuchungen des Jubilars zur ishorischen Sprache basieren auf umfangreichen, von ihm selbst im gesamten Sprachraum durchgefuhrten Feldforschungen, wie z.B. "Isuri murrete ruhmitamisest" (KKIU VI 1961, S. 200-216), "[TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII]]" ([TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII] II 1966, S. 19-21), "Konsonantengemination im Hevaa-Dialekt des Iczorischen" ([TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII] IV 1968, S. 13-17) und "Uber die Entwicklung der schwachen Stufe von k und t im Iczorischen und in nahverwandten Sprachen" ([TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII] XII 1976, S. 187-194). In seinem Aufsatz "Isuri keele suhetest oma lahimate sugulaskeeltega" (ESA X 1964, S. 173-183) stutzt sich A. Laanest auf die Auffassung von Antti Sovijarvi, wonach die ishorischen Dialekte sehr viel mit den ostfinnischen Dialekten gemein haben. Diesen Standpunkt kann er vor allem einerseits damit untermauern, dass die alteste Phonetik und morphologische Gemeinsamkeiten des Ishorischen und gerade besonders der auf der Karelischen Landenge gesprochenen Ayramois-Dialekte zu einer so fruhen Zeit entstanden sein mussten, als es die spateren Hauptdialekte des Ishorischen noch gar nicht gab, und andererseits noch damit, dass zumindest in einigen ishorischen Dialekten auch noch Spateinfluss der Ayramois-Dialekte zu spuren ist. Ein zweifelsfrei begrundeter neuer Standpunkt kommt in "Lopukaost isuri keeles" (ESA 28, 1982, S. 68-75) zum Ausdruck. Martti Rapola erklart im unverkennbaren Stil der Neugrammatiker, dass sich die in finnischen Dialekten auftretende Apokope in bestimmten Kasus mittels Satzphonetik begrunden lasst. A. Laanest vertritt hingegen die Ansicht, dass grammatische Grunde solche Veranderungen im Soikkola-, Hevaa- und Oredecz--Dialekt hervorgerufen haben und zwar auf die Weise, dass eine zufallige Lautveranderung diese Entwicklung ausgelost hat und infolge Analogie es dann automatisch in bestimmten grammatischen Kategorien dazu kam. Die im UnterlugaDialekt vorkommende Apokope ist dagegen eine satzphonetische Arealerscheinung. Die Synthese seiner seine  
n.
A large fishing net made to hang vertically in the water by weights at the lower edge and floats at the top.

v. seined, sein·ing, seines

v.intr.
To fish with such a net.

v.
 Erforschung des Ishorischen legt A. Laanest in den Buchern "[TEXT NOT REPRODUCIBLE IN ASCII]" (1966; 182 S.) und "Isuri keele ajalooline foneetika ja morfoloogia" (1986; 187 S.) dar. Das letztgenannte Werk basiert auf seiner 1979 verteidigten Doktordissertation und konnte durch neues Belegmaterial erweitert werden. Eine Erganzung zu diesen grundlegenden Abhandlungen sind im Hinblick auf Belege "Naiteid isu ri keele Heva murdest" (KKIU 1958, S. 167-174) und der Band "Isuri murdetekste" (1966; 242 S.) mit diesbezuglichen Dialekttexten und das auf eigenen Feldforschungen beruhende Worterbuch "Isuri keele hevaha murde sonastik" (233 S.).

Fur die Dialektgeographie hat sich Arvo Laanest uber viele Jahre hinweg intensiv interessiert. So war und ist er an der Redaktion des europaischen Sprachatlasses "Atlas Atlas, in Greek mythology
Atlas (ăt`ləs), in Greek mythology, a Titan; son of Iapetus and Clymene and the brother of Prometheus.
 Linguarum Europae" und seit 1988 an der Redaktion des ostseefinnischen Sprachatlasses "Atlas Linguarum Fennicarum", der in Zusammenarbeit zwischen Finnland, Estland und Karelien entsteht und dessen erster Band noch in diesem Jahr publiziert werden soll, beteiligt. Seine zuletzt publizierte sprachgeographische Arbeit ist sein Beitrag fur den IX. Internationalen Finnougristenkongress in Tartu "Kasitteet 'sairastaa' ja 'rukoilla'" (erschienen in "Studia ad geographiam linguarum pertinentia" (Tallinn 2000, S. 38-49)).

SEPPO SUHONEN (Helsinki)
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Author:Suhonen, Seppo
Publication:Linguistica Uralica
Date:Jun 1, 2001
Words:955
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